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Stoff  

Stọff, der; -[e]s, -e [wohl über das Niederl. aus afrz. estoffe (= frz. étoffe) = Gewebe; Tuch, Zeug, zu: estoffer (= frz. étoffer) = mit etw. versehen; ausstaffieren]:

1.aus Garn gewebtes, gewirktes, gestricktes, in Bahnen aufgerollt in den Handel kommendes Erzeugnis, das bes. für Kleidung, [Haushalts]wäsche u. Innenausstattung verarbeitet wird: ein [rein]wollener, [rein]seidener S.; ein leichter, schwerer, dicker, knitterfreier, weicher, gemusterter, karierter S.; ein S. aus Baumwolle; S. für ein Kleid, zu einem Kostüm; der S. liegt 90 breit; einen S. bedrucken, zuschneiden, weben, wirken; ein Anzug aus einem teuren S.; etw. mit S. bespannen, auskleiden, überziehen.


2.a)in chemisch einheitlicher Form vorliegende, durch charakteristische physikalische u. chemische Eigenschaften gekennzeichnete Materie; Substanz: pflanzliche, synthetische, wasserlösliche, radioaktive, mineralische, körpereigene -e; aus einem anderen, aus dem gleichen, aus härterem, edlerem S. gemacht, gebildet sein (von anderer usw. Art sein);

R der S., aus dem die Träume sind (nach engl. We are such stuff as dreams are made on [Shakespeare, Der Sturm IV, 1]);


b)<o. Pl.> (Philos.) Materie; (2 a); Hyle.



3.<o. Pl.> (salopp) a)Alkohol (2 b) : unser S. geht aus; wir haben keinen S. mehr;

b)Rauschgift: jmdm., sich S. besorgen;

c)Benzin, Kraftstoff: bleifreier S.; S.! (schneller!; gib Gas!).



4.a) etw., was die thematische Grundlage für eine künstlerische Gestaltung, wissenschaftliche Darstellung, Behandlung abgibt: ein erzählerischer, dramatischer, frei erfundener, wissenschaftlicher S.; ein S. für eine/(selten:) zu einer Tragödie; als S. für ein Buch dienen; einen S. gestalten, bearbeiten, verfilmen; S. für einen neuen Roman sammeln; einen S. (Unterrichtsstoff) in der Schule durchnehmen;

b)etw., worüber jmd. berichten, nachdenken kann, worüber man sich unterhalten kann: einer Illustrierten S. liefern; der S. (Gesprächsstoff) ging ihnen aus; S. zu lachen haben; jmdm. viel S. zum Nachdenken geben.

Stoff  

Stọff, der; -[e]s, -e
Stoff  


1. Flor, Gespinst, Gewebe, Tuch; (österr.): Webe; (veraltet): Zeug.

2. Ausgangsmaterial, Grundstoff, Material, Rohstoff, Substanz; (Physik, Chemie): Materie, Medium.

3. a) Betäubungsmittel, Droge, Rauschgift, Rauschmittel, Suchtmittel; (Jargon): Dope, Harddrug, Hardstuff, Softdrug.

b) Benzin, Treibstoff; (schweiz.): Triebstoff; (ugs.): Sprit; (salopp): Saft; (Kfz-W.): Kraftstoff.

4. a) Geschichte, Handlung, Inhalt, Hergang; (geh.): Geschehen; (ugs.): Story; (Literaturw.): Plot.

b) Gegenstand, Thema, Thematik, Themenstellung; (bildungsspr.): Sujet.

[Stoff]
[Stoffes, Stoffs, Stoffe, Stoffen]
Stoff  

Stọff, der; -[e]s, -e [wohl über das Niederl. aus afrz. estoffe (= frz. étoffe) = Gewebe; Tuch, Zeug, zu: estoffer (= frz. étoffer) = mit etw. versehen; ausstaffieren]:

1.aus Garn gewebtes, gewirktes, gestricktes, in Bahnen aufgerollt in den Handel kommendes Erzeugnis, das bes. für Kleidung, [Haushalts]wäsche u. Innenausstattung verarbeitet wird: ein [rein]wollener, [rein]seidener S.; ein leichter, schwerer, dicker, knitterfreier, weicher, gemusterter, karierter S.; ein S. aus Baumwolle; S. für ein Kleid, zu einem Kostüm; der S. liegt 90 breit; einen S. bedrucken, zuschneiden, weben, wirken; ein Anzug aus einem teuren S.; etw. mit S. bespannen, auskleiden, überziehen.


2.
a)in chemisch einheitlicher Form vorliegende, durch charakteristische physikalische u. chemische Eigenschaften gekennzeichnete Materie; Substanz: pflanzliche, synthetische, wasserlösliche, radioaktive, mineralische, körpereigene -e; aus einem anderen, aus dem gleichen, aus härterem, edlerem S. gemacht, gebildet sein (von anderer usw. Art sein);

Rder S., aus dem die Träume sind (nach engl. We are such stuff as dreams are made on [Shakespeare, Der Sturm IV, 1]);


b)<o. Pl.> (Philos.) Materie; (2 a)Hyle.



3.<o. Pl.> (salopp)
a)Alkohol (2 b): unser S. geht aus; wir haben keinen S. mehr;

b)Rauschgift: jmdm., sich S. besorgen;

c)Benzin, Kraftstoff: bleifreier S.; S.! (schneller!; gib Gas!).



4.
a) etw., was die thematische Grundlage für eine künstlerische Gestaltung, wissenschaftliche Darstellung, Behandlung abgibt: ein erzählerischer, dramatischer, frei erfundener, wissenschaftlicher S.; ein S. für eine/(selten:) zu einer Tragödie; als S. für ein Buch dienen; einen S. gestalten, bearbeiten, verfilmen; S. für einen neuen Roman sammeln; einen S. (Unterrichtsstoff) in der Schule durchnehmen;

b)etw., worüber jmd. berichten, nachdenken kann, worüber man sich unterhalten kann: einer Illustrierten S. liefern; der S. (Gesprächsstoff) ging ihnen aus; S. zu lachen haben; jmdm. viel S. zum Nachdenken geben.

Stoff  

Stoff, Substanz (fachsprachlich)
[Substanz]
Stoff  

n.
<m. 1>
1 etwas räumlich Ausgedehntes (fest, flüssig od. gasförmig); Masse, Materie; Ungeformtes (Betriebs~, Grund~); künstlerisch noch nicht verarbeitete Grundlage (erdachtes od. überliefertes Geschehen) zu einem Literaturwerk; noch nicht verarbeitetes Gewebe (Seiden~, Woll~, Kleider~, Mantel~); <fig.> Grundlage, Möglichkeiten, Material, Gegenstand <Gesprächs~, Lehr~, Lese~; Wissens~>; <Studentenspr.> Bier, <auch> Wein; <umg.> Rauschgift
2 ;einen (literarischen) ~ bearbeiten, gestalten; einen ~ beherrschen; dieser Vorfall liefert mir ~ für eine Novelle; der ~ liegt 90 cm breit; ~ sammeln (für eine wissenschaftl. Arbeit); ~ zuschneiden
3 ;dicker, dünner, feiner, grober, rauer, weicher ~; gemusterter, geblümter, gestreifter ~; pflanzlicher, tierischer, mineralischer, synthetischer ~; seidener, wollener ~; Glas ist ein spröder ~; der ~ ist viel zu umfangreich für diesen kurzen Lehrgang
4 ;Rock und Jacke aus dem gleichen ~; ~ aus Leinen, Seide, Wolle; ~ für, zu einem Anzug, für ein Kleid; ~ für, zu einem Roman, Film, Theaterstück; der Vorfall hat viel ~ zum Gerede, zum Lachen gegeben <fig.> [<afrz. estoffe(frz. étoffe), span. estofa, ital. stoffa „Gewebe, Tuch, Zeug“, wahrscheinl. <grch. styphein „zusammenziehen, verengen“]
[Stoff]
[Stoffes, Stoffs, Stoffe, Stoffen]