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Strei|chen, das; -s (Reiten): Fehler beim Gehen eines Pferdes, bei dem ein Huf die Innenseite des anderen Fußes streift.strei|chen <st. V.> [mhd. strīchen, ahd. strīhhan, verw. mit ↑ Strahl ]:

1.<hat> a)mit einer gleitenden Bewegung [leicht, ebnend, glättend] über etw. hinfahren, (3), hinstreichen: jmdm. zärtlich, liebevoll durch die Haare, über den Kopf, das Gesicht s.; mit der Hand über die Decke s.; er strich sich nachdenklich über den Bart/ (auch:) strich sich den Bart; <nur im 2. Part.:> ein gestrichener (bis zum Rand gefüllter, aber nicht gehäufter) Esslöffel Mehl; das Maß sollte gestrichen voll (genau bis zum Rand gefüllt) sein; der Aschenbecher ist mal wieder gestrichen (ugs.; übermäßig) voll;

b)mit einer streichenden (1 a) Bewegung irgendwohin befördern: Krümel zur Seite, vom Tisch s.; ich strich ihm das Haar aus der Stirn; mit einem Spachtel Kitt in die Fugen s.; die gekochten Tomaten durch ein Sieb s.



2.<hat> a)mit streichenden (1 a) Bewegungen [mithilfe eines Gerätes] in einer Schicht über etw. verteilen, irgendwo auftragen: Butter [dick] aufs Brot, Salbe auf die Wunde s.;

b)durch Streichen (2 a) mit einem Brotaufstrich versehen; bestreichen: ein Brötchen mit Honig s.; der Vater streicht den Kindern die Brote;

c)mithilfe eines Pinsels o. Ä. mit einem Anstrich (1 b) versehen; anstreichen: die Decke, die Wände s.; sie hat die Türen mit Ölfarbe gestrichen; Vorsicht, frisch gestrichen!



3. (etw. Geschriebenes, Gedrucktes, Aufgezeichnetes) durch einen od. mehrere Striche ungültig machen, tilgen; ausstreichen <hat>: einen Satz [aus einem Manuskript, in einem Text] s.; er hat einige Szenen des Theaterstückes gestrichen; du kannst sie, ihren Namen aus der Liste s.; nicht Zutreffendes bitte s.!; du musst das aus deinem Gedächtnis s. (musst das vergessen); Zuschüsse s. (nicht länger gewähren, abschaffen); dem Häftling sind alle Vergünstigungen gestrichen worden (werden ihm nicht länger gewährt); deinen Urlaub, diese Pläne kannst du s. (ugs.; aufgeben, fallen lassen); Stellen s. (abschaffen, abbauen).


4. <ist> a)ohne erkennbares Ziel, ohne eine bestimmte Richtung einzuhalten, irgendwo umhergehen; sich irgendwo umherbewegen: durch Wälder und Felder, durch die Straßen, ums Haus s.;

b)(bes. Jägerspr.) in ruhigem Flug [in geringer Höhe] fliegen, irgendwo umherfliegen: ein paar Enten streichen aus dem Schilf;

c)irgendwo gleichmäßig, nicht sehr heftig wehen: ein leichter Wind streicht durch die Kronen der Bäume, über die Felder, um die Mauern.



5.<in den Vergangenheitsformen ungebr.> a)(Geol.) (von schräg verlaufenden Schichten) in bestimmtem Winkel eine gedachte horizontale Linie schneiden;

b)(Geogr.) (von Gebirgen) in eine bestimmte Richtung verlaufen, sich erstrecken: das Gebirge streicht nach Norden, entlang der Küste.



6.(Rudern) (das Ruder) entgegen der Fahrtrichtung bewegen od. stemmen, um zu bremsen od. rückwärtszufahren <hat>: sie haben die Riemen gestrichen.
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Strei|chen, das; -s (ein Gangfehler beim Pferd; Geol. Verlauf der Streichlinie)
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1. [entlang]fahren, hinfahren, reiben, streicheln, streifen, wischen.

2. a) auftragen, betupfen, lackieren, schmieren; (ugs.): [be]pinseln.

b) anstreichen, bemalen, bestreichen, kalken, mit Farbe versehen, tünchen, weißen; (österr., sonst landsch.): ausmalen; (ugs.): anmalen, [an]pinseln; (ugs. abwertend): anschmieren, bepinseln.

3. a) abbauen, abschaffen, aus dem Weg räumen/schaffen, aus der Welt schaffen, ausklammern, auslöschen, ausmerzen, ausräumen, aussparen, beiseiteräumen, beiseiteschaffen, beseitigen, durchkreuzen, durchstreichen, entfernen, fortlassen, fortnehmen, herausnehmen, kürzen, nicht länger gewähren, löschen, wegfallen lassen, wegnehmen; (bildungsspr.): eliminieren; (ugs.): unter den Tisch fallen lassen, weglassen, wegmachen; (salopp): ausradieren; (veraltet): removieren.

b) abbrechen, absagen, absetzen, aufgeben, aufheben, ausfallen lassen, canceln, fallen lassen, nicht stattfinden [lassen], rückgängig machen; (ugs.): abblasen; sich verabschieden.

4. streifen (4).

[streichen]
[streiche, streichst, streicht, strich, strichst, strichen, stricht, streichest, streichet, striche, strichest, strichet, streich, gestrichen, streichend]
streichen  

Strei|chen, das; -s (Reiten): Fehler beim Gehen eines Pferdes, bei dem ein Huf die Innenseite des anderen Fußes streift.strei|chen <st. V.> [mhd. strīchen, ahd. strīhhan, verw. mit ↑ Strahl]:

1.<hat>
a)mit einer gleitenden Bewegung [leicht, ebnend, glättend] über etw. hinfahren, (3)hinstreichen: jmdm. zärtlich, liebevoll durch die Haare, über den Kopf, das Gesicht s.; mit der Hand über die Decke s.; er strich sich nachdenklich über den Bart/ (auch:) strich sich den Bart; <nur im 2. Part.:> ein gestrichener (bis zum Rand gefüllter, aber nicht gehäufter) Esslöffel Mehl; das Maß sollte gestrichen voll (genau bis zum Rand gefüllt) sein; der Aschenbecher ist mal wieder gestrichen (ugs.; übermäßig) voll;

b)mit einer streichenden (1 a) Bewegung irgendwohin befördern: Krümel zur Seite, vom Tisch s.; ich strich ihm das Haar aus der Stirn; mit einem Spachtel Kitt in die Fugen s.; die gekochten Tomaten durch ein Sieb s.



2.<hat>
a)mit streichenden (1 a) Bewegungen [mithilfe eines Gerätes] in einer Schicht über etw. verteilen, irgendwo auftragen: Butter [dick] aufs Brot, Salbe auf die Wunde s.;

b)durch Streichen (2 a) mit einem Brotaufstrich versehen; bestreichen: ein Brötchen mit Honig s.; der Vater streicht den Kindern die Brote;

c)mithilfe eines Pinsels o. Ä. mit einem Anstrich (1 b) versehen; anstreichen: die Decke, die Wände s.; sie hat die Türen mit Ölfarbe gestrichen; Vorsicht, frisch gestrichen!



3. (etw. Geschriebenes, Gedrucktes, Aufgezeichnetes) durch einen od. mehrere Striche ungültig machen, tilgen; ausstreichen <hat>: einen Satz [aus einem Manuskript, in einem Text] s.; er hat einige Szenen des Theaterstückes gestrichen; du kannst sie, ihren Namen aus der Liste s.; nicht Zutreffendes bitte s.!; du musst das aus deinem Gedächtnis s. (musst das vergessen); Zuschüsse s. (nicht länger gewähren, abschaffen); dem Häftling sind alle Vergünstigungen gestrichen worden (werden ihm nicht länger gewährt); deinen Urlaub, diese Pläne kannst du s. (ugs.; aufgeben, fallen lassen); Stellen s. (abschaffen, abbauen).


4. <ist>
a)ohne erkennbares Ziel, ohne eine bestimmte Richtung einzuhalten, irgendwo umhergehen; sich irgendwo umherbewegen: durch Wälder und Felder, durch die Straßen, ums Haus s.;

b)(bes. Jägerspr.) in ruhigem Flug [in geringer Höhe] fliegen, irgendwo umherfliegen: ein paar Enten streichen aus dem Schilf;

c)irgendwo gleichmäßig, nicht sehr heftig wehen: ein leichter Wind streicht durch die Kronen der Bäume, über die Felder, um die Mauern.



5.<in den Vergangenheitsformen ungebr.>
a)(Geol.) (von schräg verlaufenden Schichten) in bestimmtem Winkel eine gedachte horizontale Linie schneiden;

b)(Geogr.) (von Gebirgen) in eine bestimmte Richtung verlaufen, sich erstrecken: das Gebirge streicht nach Norden, entlang der Küste.



6.(Rudern) (das Ruder) entgegen der Fahrtrichtung bewegen od. stemmen, um zu bremsen od. rückwärtszufahren <hat>: sie haben die Riemen gestrichen.
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[st. V.] [mhd. strichen, ahd. strihhan, verw. mit Strahl]: 1. [hat] a) mit einer gleitenden Bewegung [leicht, ebnend, glättend] über etw. hinfahren (3), hinstreichen: jmdm. zärtlich, liebevoll durch die Haare, über den Kopf, das Gesicht s.; mit der Hand über die Decke s.; er strich sich nachdenklich über den Bart/(auch:) strich sich den Bart; [nur im 2. Part.:] ein gestrichener (bis zum Rand gefüllter, aber nicht gehäufter) Esslöffel Mehl; das Maß sollte gestrichen voll (genau bis zum Rand gefüllt) sein; der Aschenbecher ist mal wieder gestrichen (ugs.; übermäßig) voll; b) mit einer streichenden (1 a) Bewegung irgendwohin befördern: Krümel zur Seite, vom Tisch s.; ich strich ihm das Haar aus der Stirn; mit einem Spachtel Kitt in die Fugen s.; die gekochten Tomaten durch ein Sieb s. 2. [hat] a) mit streichenden (1 a) Bewegungen [mithilfe eines Gerätes] in einer Schicht über etw. verteilen, irgendwo auftragen: Butter [dick] aufs Brot, Salbe auf die Wunde s.; b) durch Streichen (2 a) mit einem Brotaufstrich versehen; bestreichen: ein Brötchen mit Honig s.; der Vater streicht den Kindern die Brote; c) mithilfe eines Pinsels o.Ä. mit einem Anstrich (1 b) versehen; anstreichen: die Decke, die Wände s.; sie hat die Türen mit Ölfarbe gestrichen; ein grün gestrichener Zaun; Vorsicht, frisch gestrichen! 3. (etw. Geschriebenes, Gedrucktes, Aufgezeichnetes) durch einen od. mehrere Striche ungültig machen, tilgen; ausstreichen [hat]: einen Satz [aus einem Manuskript, in einem Text] s.; er hat einige Szenen des Theaterstückes gestrichen; du kannst sie, ihren Namen aus der Liste s.; Nichtzutreffendes bitte s.!; Ü du musst das aus deinem Gedächtnis s. (musst das vergessen); Zuschüsse s. (nicht länger gewähren, abschaffen); dem Häftling sind alle Vergünstigungen gestrichen worden (werden ihm nicht länger gewährt); deinen Urlaub, diese Pläne kannst du s. (ugs.; aufgeben, fallen lassen); Stellen s. (abschaffen, abbauen). 4. [ist] a) ohne erkennbares Ziel, ohne eine bestimmte Richtung einzuhalten, irgendwo umhergehen; sich irgendwo umherbewegen: durch Wälder und Felder, durch die Straßen, ums Haus s.; b) (bes. Jägerspr.) in ruhigem Flug [in geringer Höhe] fliegen, irgendwo umherfliegen: ein paar Enten streichen aus dem Schilf; c) irgendwo gleichmäßig, nicht sehr heftig wehen: ein leichter Wind streicht durch die Kronen der Bäume, über die Felder, um die Mauern. 5. [in den Vergangenheitsformen ungebr.] a) (Geol.) (von schräg verlaufenden Schichten) in bestimmtem Winkel eine gedachte horizontale Linie schneiden; b) (Geogr.) (von Gebirgen) in eine bestimmte Richtung verlaufen, sich erstrecken: das Gebirge streicht nach Norden, entlang der Küste. 6. (Rudern) (das Ruder) entgegen der Fahrtrichtung bewegen od. stemmen, um zu bremsen od. rückwärts zu fahren [hat]: sie haben die Riemen gestrichen.
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v.
<n.; -s; unz.; Geol.> Richtung von Schichten, ausgedrückt durch die Schnittlinie zwischen geneigten Schichtflächen u. der Horizontalen; Sy Streichlinie
['Strei·chen]
[Streiche, Streichst, Streicht, Streichen, Strich, Strichst, Strichen, Stricht, Streichest, Streichet, Striche, Strichest, Strichet, Streich, geStrichen, Streichend]v.
<V. 258>
I <V.i.; hat; bei Bewegung in einer Richtung: ist>
1 mit der Hand od. einem Gegenstand (über etwas) gleiten, wischen, hinfahren; vorsichtig od. erwartungsvoll gehen (meist um etwas herum)
2 ;durch die Felder, das Land, die Wälder ~; ein kühles Lüftchen strich durch die offenen Fenster; jmdm. od. sich mit den Fingern durchs Haar ~; das Schiff streicht durch die Wellen fährt ruhig; der Wind streicht übers Feld bläst ruhig, gleichmäßig; jmdm. übers Gesicht, Haar, über die Hand, den Kopf die Wange ~; die Katze streicht ihm um die Beine; eine dunkle Gestalt strich ums Haus
II <V.t.; hat>
3 etwas ~ Farbe auf etwas auftragen, etwas bemalen(Möbel, Zaun); durchstreichen, weglassen, tilgen, ausmerzen(Geschriebenes)
4 ;diesen Abschnitt (im Text) können wir ~; einen Auftrag ~; eine Bank, einen Schrank, einen Zaun (blau, grün) ~; nachdenklich strich er sich den Bart glitt er mit der Hand über seinen B.; sich ein Brot mit Butter, Honig, Marmelade, Wurst ~; sich Butter, Honig, Marmelade, Wurst aufs Brot ~; die Flagge ~ einziehen, einholen; <fig.> sich ergeben; die Geige, das Cello ~ spielen; einen Namen aus einem Verzeichnis ~; ich habe seinen Namen aus meinem Gedächtnis gestrichen; Nichtzutreffendes bitte ~!; die Ruder ~ gegen die Fahrtrichtung stemmen, um zu bremsen; Salbe auf eine Wunde ~; die Segel ~ einziehen; <fig.; umg.> nachgeben, sich geschlagen geben ;
5 ;jmdm., sich das Haar aus der Stirn ~; Kitt, Mörtel in die Fugen ~
6 er hat die Hosen gestrichen voll <derb> große Angst; ein gestrichenes Maß, ein Maß gestrichen voll genau bis an den Rand voll; das Maß meiner Langmut, Geduld ist gestrichen voll <fig.> meine G. ist zu Ende; ich habe die Nase gestrichen voll <derb> ich habe genug davon, bin dessen überdrüssig; gestrichenes Papier P. mit einem Überzug; ein gestrichener Teelöffel voll Zucker so viel Z. auf einem T., dass man mit dem Finger darüber streichen kann (als Maßangabe); der Zaun ist frisch gestrichen [<mhd. streichen, strichen „glätten, Striche ziehen, zeichnen, bestreichen“ <ahd. strihhan, streihhon „streifen, berühren, streicheln“; zu idg. *ster(ə)- „streifen, streichen“]
['strei·chen]
[streiche, streichst, streicht, streichen, strich, strichst, strichen, stricht, streichest, streichet, striche, strichest, strichet, streich, gestrichen, streichend]