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strich  

Strịch, der; -[e]s, -e [mhd., ahd. strich, ablautend zu ↑ streichen ; 9: wohl übertr. von (8)]:

1.a)mit einem Schreibgerät o. Ä. gezogene, meist gerade verlaufende, nicht allzu lange Linie: ein dünner, breiter, waagerechter, gerader S.; -e am Rand; einen senkrechten S. mit dem Lineal ziehen; sie hat die Skizze S. für S. nachgezeichnet; etw. in schnellen großen -en (schnell u. skizzenhaft) zeichnen; mit einem einzigen S. quer über die Seite machte sie alles ungültig; ihre Lippen wurden zu einem schmalen S. (sie presste die Lippen so aufeinander, dass sie nur noch als schmale Linie sichtbar waren); die Fehler waren mit dicken roten -en unterstrichen; er ist nur noch ein S. (ugs.; ist sehr dünn geworden); in wenigen -en, in einigen groben -en (mit wenigen, andeutenden Worten) umriss sie ihre Pläne;

*keinen S. [tun/machen u. a.] (ugs.; überhaupt nichts [tun, machen]); jmdm. einen S. durch die Rechnung/(auch:) durch etw. machen (ugs.; jmdm. ein Vorhaben unmöglich machen, es durchkreuzen, zunichtemachen); einen [dicken] S. unter etw. machen/ziehen (etw. als beendet, erledigt betrachten); noch auf dem S. gehen können (noch nicht so betrunken sein, dass man nicht mehr geradeaus gehen kann); unter dem/(ugs.:) unterm S. (als Ergebnis nach Berücksichtigung aller positiven u. negativen Punkte, aller Vor- u. Nachteile): das Treffen hat unter dem S. nicht viel erbracht; unter dem S. sein (ugs.; sehr schlecht, von geringem Niveau sein; viell. nach dem Bild eines Eichstrichs);

b)(verschiedenen Zwecken dienendes) Zeichen in Form eines kleinen geraden Striches (1 a) : die -e auf der Skala eines Thermometers; der Kompass hat 32 -e.



2.<o. Pl.> Art u. Weise der Führung, Handhabung des Zeichenstiftes, Pinsels o. Ä. beim Zeichnen, Malen o. Ä.: mit feinem, elegantem S. hingeworfen.


3.<meist Pl.> durch Anstreichen, Weglassen bestimmter Stellen, Passagen in einem Text erreichte Kürzung; Streichung: geringfügige -e im Drehbuch vornehmen.


4.a)das Streichen (1 a) [über etw. hin]: einige -e mit der Bürste;

b)<o. Pl.> Bogenführung: der kräftige, weiche, klare S. des Geigers, der Cellistin.



5.<o. Pl.> Richtung, in der die Haare bei Menschen od. Tieren liegen, die Fasern bestimmter Gewebe verlaufen: die Haare, das Fell, den Samt gegen den S., mit dem S. bürsten; etw. gegen den S. (ganz anders als bisher, entgegen den gängigen Gepflogenheiten) lesen;

*etw. gegen den S. bürsten (ugs.; etw. ganz anders als bisher [und dadurch richtiger] darstellen): hier wird das traditionelle Bild Luthers gründlich gegen den S. gebürstet; jmdm. gegen/(auch:) wider den S. gehen (ugs.; jmdm. zuwider sein, nicht passen, missfallen); nach S. und Faden (ugs.; gehörig, gründlich; aus der Webersprache, eigtl. = bei der Prüfung eines Gesellenstücks den gewebten Faden u. den Strich prüfen): sie hat ihn nach S. und Faden betrogen.


6.(selten) streifenartiger, schmaler Teil eines bestimmten Gebietes: ein bewaldeter S.; ein S. fruchtbaren Landes.


7.(südd., schweiz.) lang gestreckte Zitze bei Haustieren, die gemolken werden.


8.<Pl. selten> (bes. Jägerspr.) a)ruhiger Flug [in geringer Höhe]: der S. der Schwalben;

b)größere Anzahl, Schwarm dahinfliegender Vögel einer Art: ein S. Enten zog vorbei.



9.(salopp) a)<o. Pl.> Prostitution, bei der sich Frauen od. Männer auf der Straße [in bestimmten Gegenden] um bezahlten sexuellen Verkehr bemühen: sich seinen Unterhalt auf dem S. (durch Prostitution) verdienen;

*auf den S. gehen (salopp; der Prostitution auf der Straße nachgehen); jmdn. auf den S. schicken (salopp; jmdn. veranlassen, zwingen, der Prostitution auf der Straße nachzugehen);

b)Straße, Gegend, in der sich Frauen od. Männer aufhalten, um sich zur Prostitution anzubieten: im Bahnhofsviertel ist der S.

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strich  

Strịch, der; -[e]s, -e (südd. und schweiz. mdal. auch für Zitze; ugs. auch für Straßenprostitution)strịch vgl. streichen
Strich  


1. Linie; (geh.): Federzug; (Geom.): Gerade.

2. Auslassung, Entfernung, Fortlassung, Kürzung, Löschung, Weglassung; (geh.): Tilgung; (bildungsspr.): Eliminierung.

3. Bereich, Gebiet, Gegend, Gelände, Land, Landesteil, Landschaft, Raum, Region, Sektor, Teil, Terrain, Territorium, Winkel, Zone; (landsch.): Ecke, Kante.

4. das ambulante Gewerbe, das horizontale Gewerbe, Dirnenwesen, Prostitution; (abwertend): Hurerei; (Jargon): Laufgeschäft.

[Strich]
[Striches, Strichs, Striche, Strichen]

jmdm. einen Strich durch die Rechnung machen
blockieren, durchkreuzen, im Keim ersticken, vereiteln, verhindern, zum Scheitern/Stehen/Stillstand bringen, zunichtemachen; (geh.): zu Fall bringen; (ugs.): dazwischenfunken, [einen] Knüppel zwischen die Beine werfen, in die Parade fahren, in die Quere kommen.
[• Strich]
[Striches, Strichs, Striche, Strichen]
strich  

Strịch, der; -[e]s, -e [mhd., ahd. strich, ablautend zu ↑ streichen; 9: wohl übertr. von (8)]:

1.
a)mit einem Schreibgerät o. Ä. gezogene, meist gerade verlaufende, nicht allzu lange Linie: ein dünner, breiter, waagerechter, gerader S.; -e am Rand; einen senkrechten S. mit dem Lineal ziehen; sie hat die Skizze S. für S. nachgezeichnet; etw. in schnellen großen -en (schnell u. skizzenhaft) zeichnen; mit einem einzigen S. quer über die Seite machte sie alles ungültig; ihre Lippen wurden zu einem schmalen S. (sie presste die Lippen so aufeinander, dass sie nur noch als schmale Linie sichtbar waren); die Fehler waren mit dicken roten -en unterstrichen; er ist nur noch ein S. (ugs.; ist sehr dünn geworden); in wenigen -en, in einigen groben -en (mit wenigen, andeutenden Worten) umriss sie ihre Pläne;

*keinen S. [tun/machen u. a.] (ugs.; überhaupt nichts [tun, machen]); jmdm. einen S. durch die Rechnung/(auch:) durch etw. machen (ugs.; jmdm. ein Vorhaben unmöglich machen, es durchkreuzen, zunichtemachen); einen [dicken] S. unter etw. machen/ziehen (etw. als beendet, erledigt betrachten); noch auf dem S. gehen können (noch nicht so betrunken sein, dass man nicht mehr geradeaus gehen kann); unter dem/(ugs.:) unterm S. (als Ergebnis nach Berücksichtigung aller positiven u. negativen Punkte, aller Vor- u. Nachteile): das Treffen hat unter dem S. nicht viel erbracht; unter dem S. sein (ugs.; sehr schlecht, von geringem Niveau sein; viell. nach dem Bild eines Eichstrichs);

b)(verschiedenen Zwecken dienendes) Zeichen in Form eines kleinen geraden Striches (1 a): die -e auf der Skala eines Thermometers; der Kompass hat 32 -e.



2.<o. Pl.> Art u. Weise der Führung, Handhabung des Zeichenstiftes, Pinsels o. Ä. beim Zeichnen, Malen o. Ä.: mit feinem, elegantem S. hingeworfen.


3.<meist Pl.> durch Anstreichen, Weglassen bestimmter Stellen, Passagen in einem Text erreichte Kürzung; Streichung: geringfügige -e im Drehbuch vornehmen.


4.
a)das Streichen (1 a) [über etw. hin]: einige -e mit der Bürste;

b)<o. Pl.> Bogenführung: der kräftige, weiche, klare S. des Geigers, der Cellistin.



5.<o. Pl.> Richtung, in der die Haare bei Menschen od. Tieren liegen, die Fasern bestimmter Gewebe verlaufen: die Haare, das Fell, den Samt gegen den S., mit dem S. bürsten; etw. gegen den S. (ganz anders als bisher, entgegen den gängigen Gepflogenheiten) lesen;

*etw. gegen den S. bürsten (ugs.; etw. ganz anders als bisher [und dadurch richtiger] darstellen): hier wird das traditionelle Bild Luthers gründlich gegen den S. gebürstet; jmdm. gegen/(auch:) wider den S. gehen (ugs.; jmdm. zuwider sein, nicht passen, missfallen); nach S. und Faden (ugs.; gehörig, gründlich; aus der Webersprache, eigtl. = bei der Prüfung eines Gesellenstücks den gewebten Faden u. den Strich prüfen): sie hat ihn nach S. und Faden betrogen.


6.(selten) streifenartiger, schmaler Teil eines bestimmten Gebietes: ein bewaldeter S.; ein S. fruchtbaren Landes.


7.(südd., schweiz.) lang gestreckte Zitze bei Haustieren, die gemolken werden.


8.<Pl. selten> (bes. Jägerspr.)
a)ruhiger Flug [in geringer Höhe]: der S. der Schwalben;

b)größere Anzahl, Schwarm dahinfliegender Vögel einer Art: ein S. Enten zog vorbei.



9.(salopp)
a)<o. Pl.> Prostitution, bei der sich Frauen od. Männer auf der Straße [in bestimmten Gegenden] um bezahlten sexuellen Verkehr bemühen: sich seinen Unterhalt auf dem S. (durch Prostitution) verdienen;

*auf den S. gehen (salopp; der Prostitution auf der Straße nachgehen); jmdn. auf den S. schicken (salopp; jmdn. veranlassen, zwingen, der Prostitution auf der Straße nachzugehen);

b)Straße, Gegend, in der sich Frauen od. Männer aufhalten, um sich zur Prostitution anzubieten: im Bahnhofsviertel ist der S.

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strich  

n.
<m. 1>
I <zählb.>
1 einmaliges Streichen, Linie (Feder~, Pinsel~), Streifen Landes, Gegend (Land~, Küsten~); gestrichene Stelle im Text, Streichung; ~e <Pl.> 1/<sub>3</sub><sub>2</sub> der Kompassrose, 1/<sub>8</sub> eines rechten Winkels
2 ;einen ~ machen, zeichnen, ziehen; sein: er ist bloß noch ein Strich <fig.; umg.> ist sehr abgemagert, dünn; ich habe an der Arbeit noch keinen ~ getan <fig.; umg.> noch nichts;
3 ;ein dicker, dünner, gerader, langer ~
4 einen ~ durch etwas machen etwas durchstreichen u. damit ungültig machen; er hat uns einen ~ durch die Rechnung gemacht <fig.; umg.> unseren Plan vereitelt; etwas ~ für ~ ab-, nachzeichnen; eine Zeichnung mit wenigen ~en entwerfen; der Redner zeichnete mit knappen ~en ein Bild der derzeitigen Schulpolitik <fig.> er kennzeichnete in wenigen Sätzen; einen ~ unter etwas machen, ziehen <fig.; umg.> neu beginnen u. das Alte vergessen sein lassen; einen dicken ~ unter das Vergangene ziehen <fig.> damit abschließen;
II <unz.>
5 Zug der Vögel; <Mus.> Art der Bogenführung beim Spielen auf einem Streichinstrument; Richtung, Lage des Haars beim Kopfhaar, Fell, Tuch; Farbe fein zerteilter od. pulverisierter Mineralien, die oft von der im kompakten Zustand abweicht
6 ;der ~ der Schwalben, Stare
7 ;einen harten, kräftigen, weichen ~ haben
8 auf den ~ gehen als Prostituierte arbeiten; jmdn. auf dem ~ haben <fig.; umg.> ihn nicht leiden können; Haar, Fell, Tuch gegen den ~ bürsten, kämmen; das geht mir gegen den ~ <fig.; umg.> passt mir nicht, ist mir zuwider; nach ~ und Faden <fig., umg.> kräftig, ordentlich, tüchtig; jmdn. nach ~ und Faden verprügeln; sie haben das Kind nach ~ und Faden verwöhnt viel zu sehr; unterm ~ stehen im Unterhaltungsteil einer Zeitung (der urspr. vom polit. od. lokalen Teil durch einen Querstrich getrennt war); das ist unterm ~ <fig.; umg.> sehr schlecht (da der Unterhaltungsteil früher oft nicht sehr anspruchsvoll war); [<mhd., ahd. strich „Strich, Linie“ <got. striks „Strich“; streichen]
[Strich]
[Striches, Strichs, Striche, Strichen]n.
streichen
[strich]
[striches, strichs, striche, strichen]