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Teufel  

Teu|fel, der; -s, - [mhd. tiuvel, tievel, ahd. tiufal, wahrsch. über das Got. < kirchenlat. diabolus, ↑ Diabolos ]:
a)<o. Pl.> Widersacher Gottes, dessen Reich die Hölle ist; Gestalt, die das Böse verkörpert; Satan: der leibhaftige T.; den T. austreiben, verjagen, bannen; Faust verkaufte, verschrieb seine Seele dem T., schloss einen Pakt mit dem T.; der Kerl ist ein T. [in Menschengestalt] (ist höchst böse, grausam); ein armer T. (ein bedauernswerter, unglücklicher Mensch; jmd., der völlig mittellos ist);

R der T. steckt im Detail (Kleinigkeiten bereiten die meisten Probleme); das/es müsste doch mit dem T. zugehen, wenn ... (ugs.; es ist ganz unwahrscheinlich, dass ...); wenn man vom T. spricht, ist er nicht weit (scherzh. Ausruf, wenn jemand, von dem man gerade gesprochen hat, unerwartet auftaucht);


*der T. ist los (ugs.; es gibt Streit, Aufregung, Lärm o. Ä.; nach Offenb. 20, 2 ff.): in der Firma ist der T. los; jmdn. reitet der T. (ugs.; jmd. treibt Unfug, stellt mutwillig etw. an; nach altem Volksglauben setzt sich der Teufel denen, die er in seine Gewalt bekommen will, auf den Rücken u. reitet auf ihnen); hole/hol dich usw. der T. /der T. soll dich usw. holen (salopp; Ausrufe der Verwünschung); T. auch!/T., T.! (salopp; Ausrufe der Bewunderung, des Staunens); pfui T.! (ugs.; Ausruf der Abscheu); [das] weiß der T. (salopp; ↑ Kuckuck 1 ); etw. fürchten/scheuen o. Ä. wie der T. das Weihwasser (ugs.; etw. sehr scheuen); hinter etw. her sein wie der T. hinter der armen Seele (ugs.; gierig, ganz versessen auf etw. sein, etw. unbedingt haben wollen); den T. (salopp; gar nicht[s]; nicht im Geringsten): den T. werde ich tun [mich zu entschuldigen]!; er kümmert sich den T. um sie; den T. an die Wand malen (ugs.; ein Unglück dadurch heraufbeschwören, dass man darüber spricht; nach einer bei der Beschwörung des Teufels üblichen Praktik); des -s sein (ugs.; etw. völlig Unvernünftiges tun, im Sinn haben; eigtl. = dem Teufel gehören [= vom Teufel besessen sein]); auf T. komm raus (ugs.; aus Leibeskräften; so stark, heftig, schnell o. ä. wie möglich; um jeden Preis); in -s Küche kommen (ugs.; in eine äußerst schwierige Lage geraten; im Mittelalter stellte man sich die Hölle als eine Art Hexenküche, als eine Küche des Teufels vor, wo die Sünder über dem Feuer gebraten werden, also eigtl. = in die Hölle kommen); wie der T. (ugs.; außerordentlich stark, intensiv, heftig, schnell): er ist gerannt, gefahren wie der T.; zum T. gehen/sich zum T. scheren (salopp; ↑ Henker ); zum/beim T. sein (salopp; verloren, defekt o. Ä. sein); jmdn. zum T. wünschen (salopp; jmdn. weit fort wünschen);

b)Dämon, böser Geist der Hölle.
Teufel  

Teu|fel, der; -s, -; zum Teufel jagen (ugs.); zum Teufel! (ugs.); auf Teufel komm raus (ugs. für ohne Vorsicht, bedenkenlos)
Teufel  

a) Antichrist, Beelzebub, der böse Geist, der Widersacher Gottes, Höllenfürst, Luzifer, Urian; (geh.): der Geist der Finsternis; (bildungsspr.): Diabolus; (dichter.): der Böse, der Fürst der Finsternis/Hölle; (verhüll.): der Gehörnte, der Leibhaftige, Erbfeind; (veraltend verhüll.): der böse Feind; (landsch.): Deubel; (landsch. ugs.): Deibel, Deiwel, Deixel; (veraltet): der Arge, der Schwarze, Meister Hämmerlein; (scherzh. veraltet): Vokativus; (bibl.): der Fürst dieser Welt, Satan; (christl. Rel.): Versucher; (Volksk.): Nobiswirt.

b) Alb, böse Macht, böser Geist, Dämon.

[Teufel]
[Teufels, Teufeln]
Teufel  

Teu|fel, der; -s, - [mhd. tiuvel, tievel, ahd. tiufal, wahrsch. über das Got. < kirchenlat. diabolus, ↑ Diabolos]:
a)<o. Pl.> Widersacher Gottes, dessen Reich die Hölle ist; Gestalt, die das Böse verkörpert; Satan: der leibhaftige T.; den T. austreiben, verjagen, bannen; Faust verkaufte, verschrieb seine Seele dem T., schloss einen Pakt mit dem T.; der Kerl ist ein T. [in Menschengestalt] (ist höchst böse, grausam); ein armer T. (ein bedauernswerter, unglücklicher Mensch; jmd., der völlig mittellos ist);

Rder T. steckt im Detail (Kleinigkeiten bereiten die meisten Probleme); das/es müsste doch mit dem T. zugehen, wenn ... (ugs.; es ist ganz unwahrscheinlich, dass ...); wenn man vom T. spricht, ist er nicht weit (scherzh. Ausruf, wenn jemand, von dem man gerade gesprochen hat, unerwartet auftaucht);


*der T. ist los (ugs.; es gibt Streit, Aufregung, Lärm o. Ä.; nach Offenb. 20, 2 ff.): in der Firma ist der T. los; jmdn. reitet der T. (ugs.; jmd. treibt Unfug, stellt mutwillig etw. an; nach altem Volksglauben setzt sich der Teufel denen, die er in seine Gewalt bekommen will, auf den Rücken u. reitet auf ihnen); hole/hol dich usw. der T. /der T. soll dich usw. holen (salopp; Ausrufe der Verwünschung); T. auch!/T., T.! (salopp; Ausrufe der Bewunderung, des Staunens); pfui T.! (ugs.; Ausruf der Abscheu); [das] weiß der T. (salopp; ↑ Kuckuck 1); etw. fürchten/scheuen o. Ä. wie der T. das Weihwasser (ugs.; etw. sehr scheuen); hinter etw. her sein wie der T. hinter der armen Seele (ugs.; gierig, ganz versessen auf etw. sein, etw. unbedingt haben wollen); den T. (salopp; gar nicht[s]; nicht im Geringsten): den T. werde ich tun [mich zu entschuldigen]!; er kümmert sich den T. um sie; den T. an die Wand malen (ugs.; ein Unglück dadurch heraufbeschwören, dass man darüber spricht; nach einer bei der Beschwörung des Teufels üblichen Praktik); des -s sein (ugs.; etw. völlig Unvernünftiges tun, im Sinn haben; eigtl. = dem Teufel gehören [= vom Teufel besessen sein]); auf T. komm raus (ugs.; aus Leibeskräften; so stark, heftig, schnell o. ä. wie möglich; um jeden Preis); in -s Küche kommen (ugs.; in eine äußerst schwierige Lage geraten; im Mittelalter stellte man sich die Hölle als eine Art Hexenküche, als eine Küche des Teufels vor, wo die Sünder über dem Feuer gebraten werden, also eigtl. = in die Hölle kommen); wie der T. (ugs.; außerordentlich stark, intensiv, heftig, schnell): er ist gerannt, gefahren wie der T.; zum T. gehen/sich zum T. scheren (salopp; ↑ Henker ); zum/beim T. sein (salopp; verloren, defekt o. Ä. sein); jmdn. zum T. wünschen (salopp; jmdn. weit fort wünschen);

b)Dämon, böser Geist der Hölle.
Teufel  

n.
<m. 5>
1 <in fast allen Religionen> Verkörperung des Bösen, böser Geist, Dämon; <christl. Religion> Widersacher Gottes, von Gott abgefallener Engel, Verführer des Menschen zum Bösen; ~!, ~ auch!, ~ noch mal! (Fluch);
2 ;sie sah aus wie (des) ~s Großmutter <umg.; scherzh.> in (des) ~s Küche geraten, kommen <fig.> in eine unangenehme Lage; in (drei) ~s Namen! (Fluch); Tod und ~! (Fluch);
3 den ~ mit Beelzebub austreiben <fig.> ein Übel durch ein anderes bekämpfen; ich frage den ~ danach <fig.> ich kümmere mich nicht darum, das ist mir ganz gleich; in der Not frisst der ~ Fliegen <fig.; umg.> in der N. kann man sich mit wenigem begnügen; er fürchtet weder Tod noch ~ <fig.> hol dich der ~! (Verwünschung); der ~ soll den ganzen Kram holen! <fig.; umg.> ich habe den K. satt; los sein: dort ist der ~ los <fig.> dort herrscht großes Durcheinander, großer Zank, Streit, dort ist ein wilder Kampf im Gange; man soll den ~ nicht an die Wand malen man soll nicht von etwas reden, was man in Wahrheit weit weg wünscht (weil es dann vielleicht gerade eintritt); ihn reitet der ~ <fig.> er ist übermütig, waghalsig, unbesonnen,; ich schere mich den ~ darum <umg.> ich kümmere mich nicht darum; sein: bist du des ~s? bist du verrückt?; das Kind ist ein kleiner ~ ist sehr eigensinnig, wild, unartig u. Ä.; den ~ werde ich tun! <fig.; umg.> ich werde es ganz und gar nicht tun!, ich denke nicht daran!; das soll der ~ verstehen! ich verstehe es nicht!; weiß der ~, wo das Geld geblieben ist <fig.; umg.> ich möchte nur wissen …;
4 er ist ein armer ~ armer Kerl; er sah aus wie der leibhaftige ~; der Bursche, das Pferd usw. ist ein wahrer ~
5 arbeiten auf ~ komm 'raus <fig.; umg.> aus Leibeskräften; das Geld ist beim, <od.> zum ~ <fig.; umg.> verloren, weg; das Pferd hat den ~ im Leibe <fig.> ist sehr wild, sehr leicht erregbar; er ist mit dem ~ im Bunde (nach altem Aberglauben) er ist unheimlich, hat unheimliche Kräfte, Fähigkeiten; es müsste schon mit dem ~ zugehen, wenn es nicht klappte <fig.; umg.> es müsste schon etwas ganz Unerwartetes eintreten; pfui ~ (Ausruf des Ekels, Abscheus); vom ~ besessen sein <fig.> bösartig sein; er fährt, reitet wie der ~ <fig.> waghalsig, sehr schnell; geh zum ~! <umg.>, scher dich zum ~! <derb> mach, dass du fortkommst!,; jmdn. zum ~ schicken <fig.; umg.> ihn fortjagen; wer zum ~ hat dich hergeschickt? <verstärkend> [<mhd. tiuvel, tievel <ahd. tiufal <got. diabaulus, diabulus <kirchenlat. diabolus, diabulus <grch. diabolos „Verleumder, verleumdend, schmähend“]
['Teu·fel]
[Teufels, Teufeln]

n.
(Fluch)
[Teufel!, Teufel auch!, Teufel noch mal!]
[Teufels, Teufeln, Teufel auch!, Teufel noch mal]