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Ton  

1Ton, der; -[e]s, (Arten:) -e [Verdumpfung von frühnhd. tahen, than, mhd. tāhe, dāhe, ahd. dāha, eigtl. = (beim Austrocknen) Dichtwerdendes]: bes. zur Herstellung von Töpferwaren verwendetes lockeres, feinkörniges Sediment von gelblicher bis grauer Farbe: T. formen, brennen; Gefäße aus T.

2Ton, der; -[e]s, Töne [mhd. tōn, dōn = Lied; Laut, Ton, ahd. tonus < lat. tonus="das" (An)spannen (der Saiten); Ton, Klang < griech. tónos, zu: teínein="(an)spannen," dehnen; 5: wohl nach frz. ton < lat. tonus]:

1.a)vom Gehör wahrgenommene gleichmäßige Schwingung der Luft, die (im Unterschied zum Klang) keine Obertöne aufweist: ein hoher, tiefer T.; der T. verklingt; einen T., Töne hervorbringen;

b)(aus einer Reihe harmonischer Töne 1a zusammengesetzter) Klang (1) : ein klarer, runder T.; ein ganzer, halber T. (Musik; Abstand eines Tones vom nächsten innerhalb einer Tonleiter); den T. (Musik; die Tonstufe) a auf dem Klavier anschlagen; [den Sängerinnen und Sängern] den T. (die Tonhöhe) angeben; man hört den falschen T., die falschen Töne in seinen Äußerungen (man hört, dass das, was er sagt, nicht ehrlich gemeint ist);

R der T. macht die Musik;


*den T. angeben (tonangebend sein); jmdn., etw. in den höchsten Tönen loben (jmdn., etw. überschwänglich loben);

c)(Rundf., Film, Ferns.) Tonaufnahme: den T. steuern, aussteuern; einem Film T. unterlegen; T. ab! - T. läuft! (Kommando u. Bestätigung des Kommandos bei der Aufnahmearbeit).



2.a) <meist Sg.> Rede-, Sprech-, Schreibweise, Tonfall (2) : sein T., der T. seines Briefes ist arrogant; was ist das für ein T.?; bei ihnen herrscht ein ungezwungener, rauer T. (Umgangston); nicht den richtigen T. finden; einen überheblichen T. anschlagen; ich verbitte mir diesen Ton!; sich einen anderen T. ausbitten; sich im T. vergreifen; etw. in einem freundlichen T. sagen;

*einen [furchtbaren o. ä.] T. am Leib haben (ugs. abwertend; in ungebührlicher Weise sprechen, sich äußern); einen anderen, schärferen o. ä. T. anschlagen (von nun an größere Strenge walten lassen);

b)(ugs.) Wort; Äußerung: keinen T. reden, verlauten lassen; er konnte vor Überraschung, Heiserkeit keinen T. heraus-, hervorbringen; er hätte nur einen T. zu sagen brauchen; ich möchte keinen T. mehr hören (ugs.; Aufforderung bes. an ein Kind, keine Widerrede mehr zu geben);

R hast du/haste/hat der Mensch Töne? (salopp; hat man dafür noch Worte?);


*große/dicke Töne reden, schwingen, spucken (ugs. abwertend; großspurig, angeberisch reden); der gute, (seltener:) feine T. (Regeln des Umgangs; nach A. v. Knigge, ↑ Knigge ): den guten T. verletzen; etw. gehört zum guten T.



3.Betonung, (1), Akzent (1 a) : die zweite Silbe trägt den T.


4.(Literaturw.) (in der Lyrik des MA. u. im Meistersang) sich gegenseitig bedingende Strophenform u. Melodie; Einheit von rhythmisch-metrischer Gestalt u. Melodie.


5.kurz für ↑ Farbton : kräftige, warme, matte Töne; Polstermöbel und Tapeten sind im T. aufeinander abgestimmt; die Farbe ist einen T. (ugs.; eine Nuance) zu grell;

*T. in T. ([in Bezug auf zwei od. mehrere Farbtöne] nur in Nuancen voneinander abweichend u. einen harmonischen Zusammenklang darstellend).
Ton  

Ton, der; -[e]s, Plur. (Sorten:) -e (Verwitterungsrückstand tonerdehaltiger Silikate)

Ton, der; -[e]s, Töne <griech.> (Laut usw.); Ton in Ton gemustert

Ton|er|de; essigsaure Tonerde
Ton  

Lehm, Tonerde; (Geol.): Mergel.
[1Ton]
[Tones, Tons, Tone, Töne, Tönen, Tonen]


1. Klang, Laut; (geh.): Schall.

2. a) Ausdruck, Ausdrucksweise, Redestil, Redeweise, Schreibart, Schreibstil, Schreibweise, Sprache, Sprechweise, Stil, Tonfall, Umgangston; (bildungsspr.): Diktion.

b) Äußerung, Begriff, Wort.

3. Betonung; (Sprachw.): Akzent, Akzentuierung, Intonation.

4. Farbton, Färbung, Nuance, Tönung.

[2Ton]
[Tones, Tons, Tone, Töne, Tönen, Tonen]

den Ton angeben
beherrschen, den Ausschlag geben, das Übergewicht behaupten/gewinnen/haben, die Mehrheit ausmachen/bilden, die Oberhand bekommen/erhalten/gewinnen, dominieren, Einfluss haben, im Vordergrund stehen, ins Gewicht fallen, tonangebend sein; (bildungsspr.): prädominieren; (bes. Sport): das Feld beherrschen.
[• 2Ton]
[Tones, Tons, Tone, Töne, Tönen, Tonen]
Ton  

1Ton, der; -[e]s, (Arten:) -e [Verdumpfung von frühnhd. tahen, than, mhd. tāhe, dāhe, ahd. dāha, eigtl. = (beim Austrocknen) Dichtwerdendes]: bes. zur Herstellung von Töpferwaren verwendetes lockeres, feinkörniges Sediment von gelblicher bis grauer Farbe: T. formen, brennen; Gefäße aus T.

2Ton, der; -[e]s, Töne [mhd. tōn, dōn = Lied; Laut, Ton, ahd. tonus < lat. tonus="das" (An)spannen (der Saiten); Ton, Klang < griech. tónos, zu: teínein="(an)spannen," dehnen; 5: wohl nach frz. ton < lat. tonus]:

1.
a)vom Gehör wahrgenommene gleichmäßige Schwingung der Luft, die (im Unterschied zum Klang) keine Obertöne aufweist: ein hoher, tiefer T.; der T. verklingt; einen T., Töne hervorbringen;

b)(aus einer Reihe harmonischer Töne 1a zusammengesetzter) Klang (1): ein klarer, runder T.; ein ganzer, halber T. (Musik; Abstand eines Tones vom nächsten innerhalb einer Tonleiter); den T. (Musik; die Tonstufe) a auf dem Klavier anschlagen; [den Sängerinnen und Sängern] den T. (die Tonhöhe) angeben; man hört den falschen T., die falschen Töne in seinen Äußerungen (man hört, dass das, was er sagt, nicht ehrlich gemeint ist);

Rder T. macht die Musik;


*den T. angeben (tonangebend sein); jmdn., etw. in den höchsten Tönen loben (jmdn., etw. überschwänglich loben);

c)(Rundf., Film, Ferns.) Tonaufnahme: den T. steuern, aussteuern; einem Film T. unterlegen; T. ab! - T. läuft! (Kommando u. Bestätigung des Kommandos bei der Aufnahmearbeit).



2.
a) <meist Sg.> Rede-, Sprech-, Schreibweise, Tonfall (2): sein T., der T. seines Briefes ist arrogant; was ist das für ein T.?; bei ihnen herrscht ein ungezwungener, rauer T. (Umgangston); nicht den richtigen T. finden; einen überheblichen T. anschlagen; ich verbitte mir diesen Ton!; sich einen anderen T. ausbitten; sich im T. vergreifen; etw. in einem freundlichen T. sagen;

*einen [furchtbaren o. ä.] T. am Leib haben (ugs. abwertend; in ungebührlicher Weise sprechen, sich äußern); einen anderen, schärferen o. ä. T. anschlagen (von nun an größere Strenge walten lassen);

b)(ugs.) Wort; Äußerung: keinen T. reden, verlauten lassen; er konnte vor Überraschung, Heiserkeit keinen T. heraus-, hervorbringen; er hätte nur einen T. zu sagen brauchen; ich möchte keinen T. mehr hören (ugs.; Aufforderung bes. an ein Kind, keine Widerrede mehr zu geben);

Rhast du/haste/hat der Mensch Töne? (salopp; hat man dafür noch Worte?);


*große/dicke Töne reden, schwingen, spucken (ugs. abwertend; großspurig, angeberisch reden); der gute, (seltener:) feine T. (Regeln des Umgangs; nach A. v. Knigge, ↑ Knigge): den guten T. verletzen; etw. gehört zum guten T.



3.Betonung, (1)Akzent (1 a): die zweite Silbe trägt den T.


4.(Literaturw.) (in der Lyrik des MA. u. im Meistersang) sich gegenseitig bedingende Strophenform u. Melodie; Einheit von rhythmisch-metrischer Gestalt u. Melodie.


5.kurz für ↑ Farbton: kräftige, warme, matte Töne; Polstermöbel und Tapeten sind im T. aufeinander abgestimmt; die Farbe ist einen T. (ugs.; eine Nuance) zu grell;

*T. in T. ([in Bezug auf zwei od. mehrere Farbtöne] nur in Nuancen voneinander abweichend u. einen harmonischen Zusammenklang darstellend).
Ton  

n.
<m. 1> Feldspat enthaltendes Sediment mit Korngrößen meist kolloidaler Größenordnung, in feuchtem Zustand weiche, formbare Masse, die von Töpfern u. Bildhauern verwendet wird; gebrannte Masse; eine Vase aus ~; eine Figur in ~ bilden, aus ~ kneten [<mhd. tahe, dahe <ahd. daha „Ton, Lehm, irdenes Gefäߓ <got. þaho „Ton, Lehm“, eigtl. „(beim Austrocknen) Dichtwerdendes“]
[Ton1]
[Tones, Tons, Tone, Töne, Tönen, Tonen]

n.
<m. 1u>
1 hörbare Schwingung der Luft; <Mus.> Klang; Klangfarbe, Klangart (von Instrumenten); Betonung, Nachdruck, Akzent; Schattierung, Spur, Kleinigkeit (auch von Farben); <fig.> Art des Sprechens, Umgangston, die Art, innerhalb einer Gemeinschaft miteinander zu sprechen
2 ;er redete im ~ eines Schulmeisters
3 den ~ angeben <fig.> eine Gesellschaft beherrschen; einen anderen ~ anschlagen <fig.> sein Benehmen ändern; hast du Töne? <fig.; umg.> ist das möglich? (Ausruf des Erstaunens); den ~ nicht halten beim Singen allmählich immer tiefer werden; der ~ liegt auf der ersten, zweiten, letzten Silbe; der ~ macht die Musik <fig.> von der Art u. Weise, wie etwas gesagt wird, hängt es ab, wie es aufgefasst wird; diesen ~ verbitte ich mir!
4 die Vorhänge haben einen anderen ~ als die Tapeten Farbton; etwas in barschem, befehlendem, freundlichem, scharfem ~ zu jmdn. sagen; ein blecherner, metallischer ~; falscher ~ <Mus.> große Töne reden, spucken <fig.; umg.> sich wichtig machen, prahlen; es gehört zum guten ~, dass …; der Anstand, die gute Sitte fordert, dass …; halber, ganzer ~ <Mus.> die Farbe ist einen ~ zu hell, zu dunkel; hier herrscht ein herzlicher, liebenswürdiger, rauer ~ <fig.> keinen ~ von sich geben ganz still sein; klagender, schriller, wimmernder ~; in lautem, leisem ~ sprechen; der ~ hier bei uns ist rau aber herzlich <fig.> das Klavier hat einen schönen ~; etwas in vorwurfsvollem, wehleidigem ~ sagen
5 jmdn. in den höchsten Tönen loben <fig.> überschwänglich loben; in freundlichem ~ sprechen; ~ in ~ farblich einheitlich; das Wohnzimmer ist ganz ~ in ~ gehalten
6 was ist denn das für ein ~? <umg.> was ist das für eine unverschämte Sprechweise?; [<mhd. ton, don „Melodie, Lied, Laut, Ton, Stimme“ <ahd. tonus <lat. tonus „Spannung (der Saiten); Ton, Laut, Klang, Färbung“]
[Ton2]
[Tones, Tons, Tone, Töne, Tönen, Tonen]