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treiben  

Trei|ben, das; -s, -:

1.<o. Pl.> a)[geschäftiges] Durcheinanderlaufen, gleichzeitiges Sichtummeln o. Ä. (einer größeren Zahl von Menschen): es herrschte ein lebhaftes, buntes T.; das ausgelassene T. der spielenden Kinder; sie stürzten sich in das närrische T. (das Faschingstreiben);

b)jmds. Tun, Handeln: jmds. heimliches, schändliches, wüstes T.; jmds. T. (seinen Machenschaften) ein Ende machen.



2.(Jägerspr.) a)Treibjagd;

b)Gelände, Bereich, in dem ein Treiben (2 a) stattfindet.



3.(Bergbau) das Auf- u. Abwärtsbewegen von Fördergefäßen od. Körben im Schacht.
trei|ben <st. V.> [mhd. trīben, ahd. trīban, H. u.]:

1.jmdn., ein Tier, etw. (durch Antreiben, Vor-sich-her-Treiben o. Ä.) dazu bringen, sich in eine bestimmte Richtung zu bewegen, an einen bestimmten Ort zu begeben <hat>: die Kühe auf die Weide t.; Gefangene in ein Lager t.; er ließ sich von der Strömung t.; der Wind treibt das Laub durch die Alleen (weht es vor sich her); den Ball vor das Tor t. (durch wiederholtes Anstoßen vor das Tor spielen); Wild, Hasen t. (Jägerspr.; bei einer Treibjagd den Schützen zutreiben); er lässt sich zu sehr t. (verhält sich zu passiv im Leben); der ewige Streit in der Familie hat die Kinder aus dem Haus getrieben (sie zum Verlassen des Elternhauses veranlasst); der Schmerz trieb ihr die Tränen in die Augen; der Boom hat die Preise in die Höhe, nach oben getrieben (eine Preissteigerung zur Folge gehabt).


2. jmdn. (durch sein Verhalten o. Ä.) in einen extremen Seelenzustand versetzen, dazu bringen, etw. Bestimmtes (Unkontrolliertes) zu tun <hat>: jmdn. in den Tod, in den, [bis] zum Selbstmord, in den Wahnsinn, zur Raserei, zum Äußersten t.


3.jmdn. ungeduldig, durch Drängen zu etw. veranlassen <hat>: jmdn. zur Eile, zum Aufbruch t.; er trieb die Männer zur schnellen Erledigung der Arbeit; muss man dich immer t., damit du etwas tust? treib [ihn] nicht immer so!; <auch unpers.:> es trieb ihn, ihr zu danken; seine Eifersucht hatte ihn zu dieser Tat getrieben.


4.antreiben (2) <hat>: das Wasser treibt die Räder; die Maschine wird von Wasserkraft getrieben.


5.a)von einer Strömung [fort]bewegt werden <ist/hat>: etw. treibt auf dem, im Wasser; das Schiff treibt steuerlos auf dem Meer; Eisschollen trieben auf dem Fluss; Treibgut war/hatte auf dem Fluss getrieben; Nebelschwaden treiben in der Luft; treibende (am Himmel dahinziehende) Wolken; er hat die Dinge zu lange t. lassen (sich selbst überlassen);

b)in eine bestimmte Richtung, auf ein Ziel zu bewegt werden <ist>: der Ballon treibt landeinwärts; Treibgut war ans Ufer getrieben; man weiß nicht, wohin die Dinge treiben (wie sie sich entwickeln).



6. (Jägerspr.) (von männlichen Tieren in der Paarungszeit) das weibliche Tier verfolgen, vor sich hertreiben <hat>: die Böcke treiben die Ricken.


7.<hat> a)(durch Schläge mit einem Werkzeug o. Ä.) in etw. eindringen lassen; hineintreiben, einschlagen: einen Keil in den Baumstamm, Pflöcke in den Boden t.;

b)(von Hohlräumen bestimmter Art) durch Bohrung o. Ä. irgendwo herstellen, schaffen: einen Schacht [in die Erde] t.; einen Tunnel durch den Berg, in den Fels t.;

c)zum Zerkleinern o. Ä. durch eine bestimmte Maschine, ein Gerät durchpressen (1) : etw. durch ein Sieb, durch den Fleischwolf t.



8.<hat> a)(zu Platten dünn ausgewalztes Metall) in kaltem Zustand mit dem Hammer, der Punze formen, gestalten: Silber, Messing t.; eine Schale aus getriebenem Gold;

b)durch Treiben (8 a) herstellen: ein Gefäß [aus, in Silber] t.



9.(ugs.) harntreibend, schweißtreibend sein, wirken <hat>: Bier, Lindenblütentee treibt; ein treibendes Medikament.


10.<hat> a)sich mit etw. zu Erlernendem o. Ä. kontinuierlich befassen: Französisch, Philosophie t.; sie treibt neuerdings wieder mit großem Eifer ihre Studien;

b)(ugs.) sich mit etw. beschäftigen; etw. machen, tun: Unfug t.; was habt ihr bei dem schlechten Wetter, den ganzen Tag getrieben?;

c)sich mit etw. zum Zwecke des Erwerbs befassen: Handel, ein Gewerbe, ein Handwerk t.; Ackerbau und Viehzucht t.;

d)drückt aus, dass etw. mit bestimmter Konsequenz betrieben, verfolgt wird: Spionage t. (spionieren); Verschwendung, Luxus, Aufwand t. (verschwenderisch, luxuriös, aufwendig leben); seinen Spott mit jmdm. t.; Missbrauch mit etw. t.



11.<in Verbindung mit »es«; hat> a)(ugs. abwertend) etw. in einem Kritik herausfordernden Übermaß tun: es toll, zu bunt, zu arg t.; er hat es zu weit getrieben (in seinem Verhalten den Bogen überspannt);

b)mit jmdm. in einer Kritik herausfordernden Art umgehen: sie haben es übel mit den Flüchtlingen getrieben;

*es [mit jmdm.] t. (ugs. verhüll.; [mit jmdm.] geschlechtlich verkehren).



12.(seltener) (bes. von Hefe od. entsprechend versetztem Teig) aufgehen (4) <hat>: die Hefe, der Hefeteig muss noch t.; das Backpulver treibt den Teig (lässt ihn aufgehen).


13. <hat> a)austreiben, (4 a), ausschlagen (9) : die Bäume, Sträucher beginnen zu t.;

b)austreiben (4 b) : Sträucher und Bäume treiben Blüten.



14.(Gartenbau) im Treibhaus o. Ä. unter besonderen Bedingungen züchten, heranziehen <hat>: Maiglöckchen, Flieder, Paprika in Gewächshäusern t.; im Frühbeet getriebener Salat.
Treiben  

Trei|ben, das; -s, Plur. (für Treibjagden:) -
treiben  


1. davonjagen, fortjagen, fortscheuchen, forttreiben, hetzen, jagen, scheuchen, verfolgen, verjagen, wegjagen, wegscheuchen, wegtreiben.

2. anpeitschen, anstacheln, antreiben, bringen, drängen, drängeln, nötigen, scheuchen, stacheln, veranlassen, zusetzen; (ugs.): auf Touren/Trab bringen, Dampf machen, triezen.

3. antreiben, betreiben, bewegen, in Bewegung bringen/setzen.

4. a) driften, schwimmen.

b) [an]schwemmen, [an]spülen.

5. a) sich befassen, sich beschäftigen, sich betätigen, machen, sich widmen, tun, unternehmen; (ugs.): zugange sein; (meist abwertend): sich abgeben.

b) arbeiten, ausführen, ausüben, betreiben, nachgehen, praktizieren, tätig sein, verrichten, vollführen; (Kaufmannsspr., Papierdt.): tätigen.

6. aufgehen, auftreiben, gären, hochgehen.

7. aufkeimen, auskeimen, ausschlagen, austreiben, sich entwickeln, hervorkommen, keimen, knospen, schießen, zu wachsen beginnen; (geh.): emporwachsen, grünen, sprießen; (dichter.): entkeimen.

[treiben]
[Treibens, treibe, treibst, treibt, trieb, triebst, trieben, triebt, treibest, treibet, triebe, triebest, triebet, treib, getrieben, treibend]
treiben  

Trei|ben, das; -s, -:

1.<o. Pl.>
a)[geschäftiges] Durcheinanderlaufen, gleichzeitiges Sichtummeln o. Ä. (einer größeren Zahl von Menschen): es herrschte ein lebhaftes, buntes T.; das ausgelassene T. der spielenden Kinder; sie stürzten sich in das närrische T. (das Faschingstreiben);

b)jmds. Tun, Handeln: jmds. heimliches, schändliches, wüstes T.; jmds. T. (seinen Machenschaften) ein Ende machen.



2.(Jägerspr.)
a)Treibjagd;

b)Gelände, Bereich, in dem ein Treiben (2 a) stattfindet.



3.(Bergbau) das Auf- u. Abwärtsbewegen von Fördergefäßen od. Körben im Schacht.
trei|ben <st. V.> [mhd. trīben, ahd. trīban, H. u.]:

1.jmdn., ein Tier, etw. (durch Antreiben, Vor-sich-her-Treiben o. Ä.) dazu bringen, sich in eine bestimmte Richtung zu bewegen, an einen bestimmten Ort zu begeben <hat>: die Kühe auf die Weide t.; Gefangene in ein Lager t.; er ließ sich von der Strömung t.; der Wind treibt das Laub durch die Alleen (weht es vor sich her); den Ball vor das Tor t. (durch wiederholtes Anstoßen vor das Tor spielen); Wild, Hasen t. (Jägerspr.; bei einer Treibjagd den Schützen zutreiben); er lässt sich zu sehr t. (verhält sich zu passiv im Leben); der ewige Streit in der Familie hat die Kinder aus dem Haus getrieben (sie zum Verlassen des Elternhauses veranlasst); der Schmerz trieb ihr die Tränen in die Augen; der Boom hat die Preise in die Höhe, nach oben getrieben (eine Preissteigerung zur Folge gehabt).


2. jmdn. (durch sein Verhalten o. Ä.) in einen extremen Seelenzustand versetzen, dazu bringen, etw. Bestimmtes (Unkontrolliertes) zu tun <hat>: jmdn. in den Tod, in den, [bis] zum Selbstmord, in den Wahnsinn, zur Raserei, zum Äußersten t.


3.jmdn. ungeduldig, durch Drängen zu etw. veranlassen <hat>: jmdn. zur Eile, zum Aufbruch t.; er trieb die Männer zur schnellen Erledigung der Arbeit; muss man dich immer t., damit du etwas tust? treib [ihn] nicht immer so!; <auch unpers.:> es trieb ihn, ihr zu danken; seine Eifersucht hatte ihn zu dieser Tat getrieben.


4.antreiben (2) <hat>: das Wasser treibt die Räder; die Maschine wird von Wasserkraft getrieben.


5.
a)von einer Strömung [fort]bewegt werden <ist/hat>: etw. treibt auf dem, im Wasser; das Schiff treibt steuerlos auf dem Meer; Eisschollen trieben auf dem Fluss; Treibgut war/hatte auf dem Fluss getrieben; Nebelschwaden treiben in der Luft; treibende (am Himmel dahinziehende) Wolken; er hat die Dinge zu lange t. lassen (sich selbst überlassen);

b)in eine bestimmte Richtung, auf ein Ziel zu bewegt werden <ist>: der Ballon treibt landeinwärts; Treibgut war ans Ufer getrieben; man weiß nicht, wohin die Dinge treiben (wie sie sich entwickeln).



6. (Jägerspr.) (von männlichen Tieren in der Paarungszeit) das weibliche Tier verfolgen, vor sich hertreiben <hat>: die Böcke treiben die Ricken.


7.<hat>
a)(durch Schläge mit einem Werkzeug o. Ä.) in etw. eindringen lassen; hineintreiben, einschlagen: einen Keil in den Baumstamm, Pflöcke in den Boden t.;

b)(von Hohlräumen bestimmter Art) durch Bohrung o. Ä. irgendwo herstellen, schaffen: einen Schacht [in die Erde] t.; einen Tunnel durch den Berg, in den Fels t.;

c)zum Zerkleinern o. Ä. durch eine bestimmte Maschine, ein Gerät durchpressen (1): etw. durch ein Sieb, durch den Fleischwolf t.



8.<hat>
a)(zu Platten dünn ausgewalztes Metall) in kaltem Zustand mit dem Hammer, der Punze formen, gestalten: Silber, Messing t.; eine Schale aus getriebenem Gold;

b)durch Treiben (8 a) herstellen: ein Gefäß [aus, in Silber] t.



9.(ugs.) harntreibend, schweißtreibend sein, wirken <hat>: Bier, Lindenblütentee treibt; ein treibendes Medikament.


10.<hat>
a)sich mit etw. zu Erlernendem o. Ä. kontinuierlich befassen: Französisch, Philosophie t.; sie treibt neuerdings wieder mit großem Eifer ihre Studien;

b)(ugs.) sich mit etw. beschäftigen; etw. machen, tun: Unfug t.; was habt ihr bei dem schlechten Wetter, den ganzen Tag getrieben?;

c)sich mit etw. zum Zwecke des Erwerbs befassen: Handel, ein Gewerbe, ein Handwerk t.; Ackerbau und Viehzucht t.;

d)drückt aus, dass etw. mit bestimmter Konsequenz betrieben, verfolgt wird: Spionage t. (spionieren); Verschwendung, Luxus, Aufwand t. (verschwenderisch, luxuriös, aufwendig leben); seinen Spott mit jmdm. t.; Missbrauch mit etw. t.



11.<in Verbindung mit »es«; hat>
a)(ugs. abwertend) etw. in einem Kritik herausfordernden Übermaß tun: es toll, zu bunt, zu arg t.; er hat es zu weit getrieben (in seinem Verhalten den Bogen überspannt);

b)mit jmdm. in einer Kritik herausfordernden Art umgehen: sie haben es übel mit den Flüchtlingen getrieben;

*es [mit jmdm.] t. (ugs. verhüll.; [mit jmdm.] geschlechtlich verkehren).



12.(seltener) (bes. von Hefe od. entsprechend versetztem Teig) aufgehen (4) <hat>: die Hefe, der Hefeteig muss noch t.; das Backpulver treibt den Teig (lässt ihn aufgehen).


13. <hat>
a)austreiben, (4 a)ausschlagen (9): die Bäume, Sträucher beginnen zu t.;

b)austreiben (4 b): Sträucher und Bäume treiben Blüten.



14.(Gartenbau) im Treibhaus o. Ä. unter besonderen Bedingungen züchten, heranziehen <hat>: Maiglöckchen, Flieder, Paprika in Gewächshäusern t.; im Frühbeet getriebener Salat.
treiben  

[st. V.] [mhd. triben, ahd. triban, H.u.]: 1. jmdn., ein Tier, etw. (durch Antreiben, Vor-sich-her-Treiben o.Ä.) dazu bringen, sich in eine bestimmte Richtung zu bewegen, an einen bestimmten Ort zu begeben [hat]: die Kühe auf die Weide t.; Gefangene in ein Lager t.; er ließ sich von der Strömung t.; der Wind treibt das Laub durch die Alleen (weht es vor sich her); den Ball vor das Tor t. (durch wiederholtes Anstoßen vor das Tor spielen); Wild, Hasen t. (Jägerspr.; bei einer Treibjagd den Schützen zutreiben); Ü er lässt sich zu sehr t. (verhält sich zu passiv im Leben); der ewige Streit in der Familie hat die Kinder aus dem Haus getrieben (sie zum Verlassen des Elternhauses veranlasst); der Schmerz trieb ihr die Tränen in die Augen; der Boom hat die Preise in die Höhe, nach oben getrieben (eine Preissteigerung zur Folge gehabt). 2. jmdn. (durch sein Verhalten o.Ä.) in einen extremen Seelenzustand versetzen, dazu bringen, etw. Bestimmtes (Unkontrolliertes) zu tun [hat]: jmdn. in den Tod, in den, [bis] zum Selbstmord, in den Wahnsinn, zur Raserei, zum Äußersten t. 3. jmdn. ungeduldig, durch Drängen zu etw. veranlassen [hat]: jmdn. zur Eile, zum Aufbruch t.; er trieb die Männer zur schnellen Erledigung der Arbeit; muss man dich immer t., damit du etwas tust? treib [ihn] nicht immer so!; [auch unpers.:] es trieb ihn, ihr zu danken; Ü seine Eifersucht hatte ihn zu dieser Tat getrieben. 4. antreiben (2) [hat]: das Wasser treibt die Räder; die Maschine wird von Wasserkraft getrieben. 5. a) von einer Strömung [fort]bewegt werden [ist/hat]: etw. treibt auf dem, im Wasser; das Schiff treibt steuerlos auf dem Meer; Eisschollen trieben auf dem Fluss; Treibgut war/hatte auf dem Fluss getrieben; Nebelschwaden treiben in der Luft; treibende (am Himmel dahinziehende) Wolken; Ü er hat die Dinge zu lange t. lassen (sich selbst überlassen); b) in eine bestimmte Richtung, auf ein Ziel zu bewegt werden [ist]: der Ballon treibt landeinwärts; Treibgut war ans Ufer getrieben; Ü man weiß nicht, wohin die Dinge treiben (wie sie sich entwickeln). 6. (Jägerspr.) (von männlichen Tieren in der Paarungszeit) das weibliche Tier verfolgen, vor sich hertreiben [hat]: die Böcke treiben die Ricken. 7. [hat] a) (durch Schläge mit einem Werkzeug o.Ä.) in etw. eindringen lassen; hineintreiben, einschlagen: einen Keil in den Baumstamm, Pflöcke in den Boden t.; b) (von Hohlräumen bestimmter Art) durch Bohrung o.Ä. irgendwo herstellen, schaffen: einen Schacht [in die Erde] t.; einen Tunnel durch den Berg, in den Fels t.; c) zum Zerkleinern o.Ä. durch eine bestimmte Maschine, ein Gerät durchpressen (1): etw. durch ein Sieb, durch den Fleischwolf t. 8. [hat] a) (zu Platten dünn ausgewalztes Metall) in kaltem Zustand mit dem Hammer, der Punze formen, gestalten: Silber, Messing t.; eine Schale aus getriebenem Gold; b) durch Treiben (8 a) herstellen: ein Gefäß [aus, in Silber] t. 9. (ugs.) harntreibend, schweißtreibend sein, wirken [hat]: Bier, Lindenblütentee treibt; ein treibendes Medikament. 10. [hat] a) sich mit etw. zu Erlernendem o.Ä. kontinuierlich befassen: Französisch, Philosophie t.; sie treibt neuerdings wieder mit großem Eifer ihre Studien; b) (ugs.) sich mit etw. beschäftigen; etw. machen, tun: Unfug t.; was habt ihr bei dem schlechten Wetter, den ganzen Tag getrieben?; c) sich mit etw. zum Zwecke des Erwerbs befassen: Handel, ein Gewerbe, ein Handwerk t.; Ackerbau und Viehzucht t.; d) in verblasster Bed. in Verbindung mit Subst.; drückt aus, dass etw. mit bestimmter Konsequenz betrieben, verfolgt wird: Spionage t. (spionieren); Verschwendung, Luxus, Aufwand t. (verschwenderisch, luxuriös, aufwendig leben); seinen Spott mit jmdm. t.; Missbrauch mit etw. t. 11. [in Verbindung mit ?es?; hat] a) (ugs. abwertend) etw. in einem Kritik herausfordernden Übermaß tun: es toll, zu bunt, zu arg t.; er hat es zu weit getrieben (in seinem Verhalten den Bogen überspannt); b) mit jmdm. in einer Kritik herausfordernden Art umgehen: sie haben es übel mit den Flüchtlingen getrieben; *es [mit jmdm.] t. (ugs. verhüll.; [mit jmdm.] geschlechtlich verkehren). 12.
treiben  

(es) treiben (mit), begatten (umgangssprachlich), bumsen (vulgär), den Beischlaf vollführen, ficken (vulgär), Geschlechtsverkehr haben, koitieren, kopulieren, Liebe machen (umgangssprachlich), miteinander schlafen, nageln (vulgär), pimpern (derb), poppen (umgangssprachlich), rammeln (umgangssprachlich), schnackseln (umgangssprachlich), Sex haben, Sex machen (umgangssprachlich), vögeln (vulgär)
[begatten, bumsen, den Beischlaf vollführen, ficken, Geschlechtsverkehr haben, koitieren, kopulieren, Liebe machen, miteinander schlafen, nageln, pimpern, poppen, rammeln, schnackseln, Sex haben, Sex machen, vögeln]
treiben  

n.
<n. 14> bei der Treibjagd umstelltes Gebiet, in dem die Jagd stattfindet; Leben u. Bewegung, reger Verkehr, Durcheinanderlaufen vieler Menschen; es herrschte ein buntes, lustiges ~ (beim Fasching, auf Jahrmärkten); emsiges, geschäftiges, reges ~
['Trei·ben]
[Treibens, Treibe, Treibst, Treibt, Treiben, Trieb, Triebst, Trieben, Triebt, Treibest, Treibet, Triebe, Triebest, Triebet, Treib, geTrieben, Treibend]n.
<V. 262>
I <V.t.; hat>
1 vor sich her jagen, heftig drängen; in Bewegung bringen (Tiere, Personen); drängen, zur Eile veranlassen; in kaltem Zustand formen (Metall); in Treibarbeit anfertigen (metallenen Gegenstand); mit Treibern jagen, vor die Schützen jagen (Wild); hervorbringen (Blätter, Blüten, Knospen, Wurzeln); etwas ~ <fig.> sich mit etwas aus Liebhaberei beschäftigen, etwas betreiben, längere Zeit tun, ausüben(Sport, Musik); jmdn. ~ <fig.> anspornen, veranlassen (etwas zu tun);
2 es treibt mich, dir zu sagen … ich fühle mich veranlasst, ich habe das Bedürfnis; die Sehnsucht, Unruhe trieb mich nach Hause, zu ihm; den Ball ~ vor sich her stoßen; Handel (mit etwas) ~ (mit etwas) handeln; Missbrauch (mit etwas) ~; Pflanzen ~ im Treibhaus zum vorzeitigen Blühen bringen; eine Schale (aus Silber) ~; erzähl mir etwas von deinem Tun und ~ von dem, was du tust, womit du dich beschäftigst; Unsinn ~
3 sich ~ lassen nicht selbst handeln, sich dem Geschehen überlassen; sich von der Stimmung ~ lassen
4 du treibst es gar zu arg, zu wild <fig.> du bist zu übermütig, zu streng o.Ä.; einen Spaß zu weit ~ <fig.> übertreiben;
5 ;Vieh auf die Weide ~; einen Tunnel durch den Berg ~; der Rauch trieb mir die Tränen in die Augen; die Erinnerung daran trieb ihr die Schamröte ins Gesicht; Preise in die Höhe ~ zum Steigen bringen; einen Nagel ins Holz, einen Pfahl in die Erde ~ (ein)schlagen; Vieh in den Stall~; jmdn. in den Tod ~ jmds. T. veranlassen; jmdn. zum Selbstmord bringen; seinen Spott mit jmdm. ~ <fig.> jmdn. verspotten; sie haben es monatelang miteinander getrieben <fig.; umg.; abwertend> Geschlechtsverkehr gehabt; jmdn. zur Arbeit, zur Eile ~ <fig.> jmdn. zur Verzweiflung ~; einen Keil zwischen zwei Freunde ~ <fig.> Unfrieden stiften, die Freundschaft zweier Menschen stören;
6 ;was treibst du in deiner Freizeit?
7 ;er war bei dem Unternehmen die ~de Kraft; getriebenes Metall
II <V.i.; ist>
8 sich ohne eigenen Antrieb fortbewegen
9 ;Eisschollen ~ auf dem Fluss; das Boot trieb steuerlos auf dem Meer; der Saft treibt ins Holz steigt in die Höhe; das Schiff treibt vor dem Winde
III <V.i.; hat>
10 gären, aufgehen (Bier, Hefe) [<mhd. triben <ahd. triban <got. dreiban]
['trei·ben]
[treibens, treibe, treibst, treibt, treiben, trieb, triebst, trieben, triebt, treibest, treibet, triebe, triebest, triebet, treib, getrieben, treibend]