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Trichter  

Trịch|ter, der; -s, - [mhd. trihter, trahter, trehter, spätahd. trahtare, trahter, træhter < lat. traiectorium, eigtl.="Gerät" zum Hinüberschütten, zu: traiectum, 2. Part. von: traicere="hinüberwerfen;" hinüberbringen; hinüberschütten, -gießen, zu: trans="hinüber" u. iacere="werfen," schleudern]:

1.(zum Abfüllen, Eingießen von Flüssigkeiten od. rieselnden Stoffen in Flaschen od. andere Gefäße mit enger Öffnung bestimmtes) Gerät von konischer Form, das an seinem unteren Ende in ein enges Rohr übergeht: ein T. aus Glas; etw. durch einen T. gießen, mit einem T. einfüllen;

*der Nürnberger T. (Lernmethode, bei der sich der Lernende nicht anzustrengen braucht, bei der ihm der Lernstoff mehr od. weniger mechanisch eingetrichtert wird; nach dem Titel des in Nürnberg erschienenen Buches »Poetischer Trichter, die Teutsche Dicht- u. Reimkunst ... in sechs Stunden einzugießen« von G. Ph. Harsdörffer [1607-1658]); auf den [richtigen] T. kommen (ugs.; merken, erkennen, wie etw. funktioniert, wie etw. zu machen, anzufassen ist, was zu tun ist u. Ä.); jmdn. auf den [richtigen] T. bringen (ugs.; jmdn. auf den Einfall, die Idee bringen, wie etw. auszuführen, ein Problem zu lösen ist).


2.a)kurz für ↑ Schalltrichter ;

b) Schallbecher.



4.(Geogr.) Krater eines Vulkans.
Trichter  

Trịch|ter, der; -s, -
Trichter  

Trịch|ter, der; -s, - [mhd. trihter, trahter, trehter, spätahd. trahtare, trahter, træhter < lat. traiectorium, eigtl.="Gerät" zum Hinüberschütten, zu: traiectum, 2. Part. von: traicere="hinüberwerfen;" hinüberbringen; hinüberschütten, -gießen, zu: trans="hinüber" u. iacere="werfen," schleudern]:

1.(zum Abfüllen, Eingießen von Flüssigkeiten od. rieselnden Stoffen in Flaschen od. andere Gefäße mit enger Öffnung bestimmtes) Gerät von konischer Form, das an seinem unteren Ende in ein enges Rohr übergeht: ein T. aus Glas; etw. durch einen T. gießen, mit einem T. einfüllen;

*der Nürnberger T. (Lernmethode, bei der sich der Lernende nicht anzustrengen braucht, bei der ihm der Lernstoff mehr od. weniger mechanisch eingetrichtert wird; nach dem Titel des in Nürnberg erschienenen Buches »Poetischer Trichter, die Teutsche Dicht- u. Reimkunst ... in sechs Stunden einzugießen« von G. Ph. Harsdörffer [1607-1658]); auf den [richtigen] T. kommen (ugs.; merken, erkennen, wie etw. funktioniert, wie etw. zu machen, anzufassen ist, was zu tun ist u. Ä.); jmdn. auf den [richtigen] T. bringen (ugs.; jmdn. auf den Einfall, die Idee bringen, wie etw. auszuführen, ein Problem zu lösen ist).


2.
a)kurz für ↑ Schalltrichter;

b) Schallbecher.



4.(Geogr.) Krater eines Vulkans.
Trichter  

n.
<m. 3> kegelförmiges Gerät mit Abflussrohr an der Spitze zum Eingießen von Flüssigkeiten in enge Öffnungen; konischer Fortsatz des Zwischenhirns: Infundibulum; durch Geschoss entstehendes, trichterförmiges Loch (Bomben~); das sich erweiternde Ende der Blechblasinstrumente, Schallbecher, <kurz für> Trichtermündung; Nürnberger ~ <fig.> Methode, auch dem Dümmsten etwas beizubringen, reine Lernmethode ohne eigene geistige Leistung; jmdn. auf den ~ bringen <fig.; umg.> jmdm. etwas klar machen; jetzt ist er endlich auf den ~ gekommen <fig.; umg.> jetzt hat er es endlich begriffen, eingesehen; → a. poetisch; [<mhd. trahter, trehter, trihter <ahd. trahtar(e), træchter, mnddt., mndrl. trechter <lat. traiectorium „Gerät zum Hinüberschütten“; zu traicere „aus einem Gefäß ausgießen“; Trajekt]
['Trich·ter]
[Trichters, Trichtern]