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tun  

Tun, das; -s: jmds. Ausführung einer Handlung, Beschäftigung mit etw.: ein sinnvolles T.;

*jmds. T. und Treiben (geh.; das, was jmd. tut, treibt); jmds. T. und Lassen (geh.; jmds. Handlungsweise).1tun <unr. V.; hat> [mhd., ahd. tuon, eigtl. = setzen, stellen, legen]:

1.a)eine Handlung ausführen; sich mit etw. beschäftigen: etw. ungern, gern, selbst, allein, auf eigene Verantwortung, von sich aus, unaufgefordert, freiwillig t.; so etwas tut er nicht; sie hat viel Gutes getan; sie hat genau das Richtige, Falsche getan (sich richtig, falsch verhalten); er tat, was/wie ihm befohlen; wenn du nichts [Besseres] zu t. hast, komm doch mit!; ich habe anderes, Besseres, Wichtigeres zu t., als hier herumzusitzen; sie tut nichts als meckern (ugs.; meckert ständig); ich möchte einmal gar nichts t. (faulenzen); was willst du nach dem Examen t.? (was sind deine Pläne?); ich weiß nicht, was ich t. soll (wie ich mich verhalten soll; womit ich mich beschäftigen soll); so etwas tut man nicht (gehört sich nicht); so tu doch etwas! (greife ein!; handele!); er hat sein Möglichstes, Bestes getan (sich nach Kräften bemüht); man sollte das eine t. und das andere nicht lassen (beides tun); du kannst t. und lassen, was du willst (niemand macht dir Vorschriften); tu, was du willst! (es ist mir gleichgültig, wie du handelst, dich verhältst); sie hat getan, was sie konnte (sich nach Kräften bemüht); er hat alles [Erdenkliche] getan (alle seine Möglichkeiten ausgeschöpft), um das zu verhindern; was tust du hier? (was willst du hier, warum bist du hier?); was kann ich für dich t.? (wie kann ich dir behilflich sein?); kann ich etwas für dich t.? (dir helfen?); du musst etwas für deine Gesundheit, deine Haut, für dich t. (etw. tun, was deiner Gesundheit, deiner Haut, dir guttut); die Regierung sollte mehr für die Rentner t. (stärker in ihrem Interesse handeln); dagegen muss man etwas, kann man nichts t. (dagegen muss man, kann man nicht angehen); was wirst du mit dem Geld t.? (wie wirst du es verwenden?); du kannst damit t., was du willst (darüber frei verfügen); was tust du (hast du vor) mit dem Messer?; dafür, dass das auch in Zukunft so bleibt, müssen wir etwas t. (uns einsetzen); es hat sich so ergeben, ohne dass ich etwas dazu getan hätte (ohne mein Dazutun); sie hatte nichts Eiligeres zu t., als es weiterzuerzählen (erzählte es sofort weiter); <auch o. Akk.-Obj.:> tu langsam! (landsch.; nicht so schnell!); was t.? (was soll man in dieser Situation machen?); was tut denn die tote Fliege in meiner Suppe? (sie gehört doch hier nicht hinein!);

R man tut, was man kann (man bemüht sich nach Kräften); ich will sehen, was sich t. lässt (ich werde mein Möglichstes tun); was tut man nicht alles! (man versucht, dem anderen einen Gefallen zu tun, obgleich es einem nicht leichtfällt);


b)(etw. Bestimmtes) verrichten, erledigen, vollbringen: sie tut ihre Arbeit, Pflicht; ich habe noch etwas Wichtiges zu t.; es bleibt nur noch eines zu t.; wer hat das getan? (wer ist der Schuldige?); was hat sie denn getan? (sich zuschulden kommen lassen?); der Tischler hat viel zu t. (viele Aufträge); tus doch! (mach deine Drohung doch wahr!); du tust es ja doch nicht (ich glaube dir nicht, dass du es wirklich tust); <auch o. Akk.-Obj.:> ich habe zu t. (muss arbeiten); nach getaner Arbeit; ich hatte dort [geschäftlich] zu t. (war dort, um etwas [Geschäftliches] zu erledigen); Mutter hatte noch in der Küche zu t.;

*mit etw. ist es [nicht] getan (etw. genügt [nicht]): mit ein paar netten Worten ist es nicht getan; es nicht unter etw. t. (ugs.; ↑ machen 1 c ); es t. (ugs. verhüll.; koitieren);

c)nimmt die Aussage eines vorher im Kontext gebrauchten Verbs auf: ich riet ihr zu verschwinden, was sie auch schleunigst tat; <unpers.:> es sollte am nächsten Tag regnen, und das tat es dann auch;

d)ausführen, machen: einen Blick aus dem Fenster, einen Sprung, einen Schritt t.; eine Äußerung, einer Sache Erwähnung t.; <unpers.:> plötzlich tat es einen furchtbaren Knall;

e)hervor-, zustande bringen, bewirken: ein Wunder t.; (verblasst:) seine Wirkung t. (wirken);

R was tuts? (ugs.; na und?; was solls?); was tut das schon? (ugs.; was macht das schon?); das tut nichts (das ist unerheblich, spielt keine Rolle);


f)zuteilwerden lassen; zufügen, antun; in einer bestimmten Weise an jmdm. handeln: jmdm. [etw.] Gutes t.; jmdm. einen Gefallen t.; du hast dir was an der Stirn getan (dich verletzt); er hat viel an ihr getan (ugs.; hat ihr viel Gutes getan); warum hast du mir das getan (angetan)?; er tut dir nichts (fügt dir kein Leid zu); <auch o. Dativobj.:> der Hund tut nichts (beißt nicht).



2.

* es t. (ugs.; den gewünschten Zweck erfüllen; genügen, ausreichen: das billigere Papier tut es auch; Sahne wäre besser, aber Milch tut es auch; die Schuhe tun es noch einen Winter. funktionieren, gehen: das Auto tuts noch einigermaßen, tuts nicht mehr so recht).


3.(landsch. ugs.) funktionieren, gehen: das Radio tut nicht [richtig].


4.(ugs.) irgendwohin bringen, befördern, setzen, stellen, legen: tu es an seinen Platz, in den Müll, in den Schrank; Salz an, in die Suppe t.; das Geld tue ich auf die Bank; den Kleinen tun wir zur Oma (geben wir in ihre Obhut); sie taten (ugs.; schickten) die Tochter aufs Gymnasium.


5.durch sein Verhalten einen bestimmten Anschein erwecken; sich geben, sich stellen: freundlich, vornehm, geheimnisvoll, überrascht t.; sie tat dümmer, als sie war; er tut [so], als ob/als wenn/wie wenn er nichts wüsste, als wüsste er nichts, als sei nichts gewesen; <elliptisch:> sie tut nur so [als ob] (sie gibt das nur vor, verstellt sich nur); tu doch nicht so! (verstell dich doch nicht so!).


6. <t. + sich> sich ereignen; vorgehen, geschehen; im Gange sein; sich verändern: in der Politik, im Lande tut sich etwas, einiges; es tut sich immer noch nichts.


7.

*es mit jmdm., etw. zu t. haben (jmdn., etw. von bestimmter Art vor sich haben): wir haben es hier mit einem gefährlichen Verbrecher, Virus zu t.; Sie scheinen nicht zu wissen, mit wem Sie es zu t. haben (als Zurechtweisung); [es] mit etw. zu t. haben (ugs.; an etw. leiden; mit etw. Schwierigkeiten haben): sie hat mit einer Grippe zu t.; er hat es mit dem Herzen zu t.; [es] mit jmdm., etw. zu t. bekommen/(ugs.:) kriegen (von jmdm. zur Rechenschaft gezogen werden o. Ä.): sonst kriegst du es mit mir zu t.!; mit sich [selbst] zu t. haben (persönliche Probleme haben, die einen beschäftigen); mit etw., jmdm. zu t. haben (mit etw., jmdm. umgehen, in Berührung kommen; sich mit etw., jmdm. befassen, auseinandersetzen müssen): in ihrem Beruf hat sie viel mit Büchern zu t.; er hat noch nie [etwas] mit der Polizei zu t. gehabt; mit etw. zu t. haben (mit etw. zusammenhängen, mit etw. in [ursächlichem] Zusammenhang stehen: das hat vielleicht etwas mit dem Wetter zu t. ugs.; etw. Bestimmtes darstellen, sein; als etw. Bestimmtes bezeichnet werden können: mit Kunst hat das wohl kaum etwas zu t.); mit etw. nichts zu t. haben (für etw. nicht zuständig, verantwortlich sein; mit etw. nicht befasst sein: mit dem Binden der Bücher haben wir nichts zu t. nicht als [Mit]schuldiger für etw. [mit]verantwortlich sein: er hat mit dem Mord nichts zu t.); mit jmdm., etw. nichts zu t. haben wollen (jmdn., etw. meiden; sich aus etw. heraushalten); es ist um jmdn., etw. getan (geh.; ↑ geschehen 2 ); jmdm. ist [es] um jmdn., etw. zu t. (geh.; jmdm. geht es um jmdn., etw.): es ist mir um dich, deine Gesundheit zu t.


2tun <Hilfsverb> [zu: 1tun ]:

1.<mit vorangestelltem, ugs. auch nachgestelltem Infinitiv> dient zur Betonung des Vollverbs: singen tut sie gerne; (ugs.:) ich tu bloß noch schnell die Blumen gießen; (scherzh.:) t. tut keiner was.


2.<mit Infinitiv> (landsch.) dient zur Umschreibung des Konjunktivs: das täte (würde) mich schon interessieren.
Tun  

Tun, das; -s; das Tun und Treiben
tun  

Aktion, Bemühen, Beschäftigung, Handeln, Tat, Treiben, Unterfangen, Vorgehen[sweise]; (geh.): Beginnen; (abwertend): Machenschaft.
[Tun]
[tue, tust, tut, tat, tatst, taten, tatet, tuest, tuen, tuet, täte, tätest, täten, tätet, tu, getan, tuend]
1. a) sich befassen, sich beschäftigen, beschäftigt sein, sich betätigen, machen, sich widmen, treiben, unternehmen; (ugs.): anstellen, zugange sein; (meist abwertend): sich abgeben; (landsch., bes. südd.): schaffen.

b) ausführen, durchführen, erfüllen, erledigen, verrichten; (geh.): nachkommen.

c) [in die Tat] umsetzen, verwirklichen, vollbringen, wahr machen, zustande/zuwege bringen; (geh.): ins Werk setzen, wirken; (bildungsspr.): realisieren.

d) aktiv werden, bewirken, sich einsetzen, handeln, tätig werden, unternehmen, zur Tat schreiten; (geh.): sich rühren; (bildungsspr.): agieren, initiativ werden, operieren; (ugs.): sich dahinterklemmen.

e) antun, entgegenbringen, erweisen, zukommen lassen; (geh.): zuteilwerden lassen; (geh. od. iron.): angedeihen lassen.

2. arbeiten, funktionieren, gehen, funktionstüchtig sein, in Ordnung/intakt sein, laufen.

3. legen, packen, schieben, setzen, stecken, stellen.

4. heucheln, simulieren, sich [ver]stellen, vorgaukeln, vorgeben, vormachen, vorschützen, vorspiegeln, vorspielen, vortäuschen; (bildungsspr.): fingieren; (ugs.): markieren; (ugs. abwertend): mimen.

[tun]
[tue, tust, tut, tat, tatst, taten, tatet, tuest, tuen, tuet, täte, tätest, täten, tätet, tu, getan, tuend]

so tun, als ob
bluffen, heucheln, simulieren, vorgaukeln, vorgeben, vortäuschen; (bildungsspr.): fingieren; (ugs.): faken, markieren, Theater spielen; (abwertend): schauspielern; (ugs. abwertend): mimen.
[• tun]
[tue, tust, tut, tat, tatst, taten, tatet, tuest, tuen, tuet, täte, tätest, täten, tätet, tu, getan, tuend]
tun  

Tun, das; -s: jmds. Ausführung einer Handlung, Beschäftigung mit etw.: ein sinnvolles T.;

*jmds. T. und Treiben (geh.; das, was jmd. tut, treibt); jmds. T. und Lassen (geh.; jmds. Handlungsweise).1tun <unr. V.; hat> [mhd., ahd. tuon, eigtl. = setzen, stellen, legen]:

1.
a)eine Handlung ausführen; sich mit etw. beschäftigen: etw. ungern, gern, selbst, allein, auf eigene Verantwortung, von sich aus, unaufgefordert, freiwillig t.; so etwas tut er nicht; sie hat viel Gutes getan; sie hat genau das Richtige, Falsche getan (sich richtig, falsch verhalten); er tat, was/wie ihm befohlen; wenn du nichts [Besseres] zu t. hast, komm doch mit!; ich habe anderes, Besseres, Wichtigeres zu t., als hier herumzusitzen; sie tut nichts als meckern (ugs.; meckert ständig); ich möchte einmal gar nichts t. (faulenzen); was willst du nach dem Examen t.? (was sind deine Pläne?); ich weiß nicht, was ich t. soll (wie ich mich verhalten soll; womit ich mich beschäftigen soll); so etwas tut man nicht (gehört sich nicht); so tu doch etwas! (greife ein!; handele!); er hat sein Möglichstes, Bestes getan (sich nach Kräften bemüht); man sollte das eine t. und das andere nicht lassen (beides tun); du kannst t. und lassen, was du willst (niemand macht dir Vorschriften); tu, was du willst! (es ist mir gleichgültig, wie du handelst, dich verhältst); sie hat getan, was sie konnte (sich nach Kräften bemüht); er hat alles [Erdenkliche] getan (alle seine Möglichkeiten ausgeschöpft), um das zu verhindern; was tust du hier? (was willst du hier, warum bist du hier?); was kann ich für dich t.? (wie kann ich dir behilflich sein?); kann ich etwas für dich t.? (dir helfen?); du musst etwas für deine Gesundheit, deine Haut, für dich t. (etw. tun, was deiner Gesundheit, deiner Haut, dir guttut); die Regierung sollte mehr für die Rentner t. (stärker in ihrem Interesse handeln); dagegen muss man etwas, kann man nichts t. (dagegen muss man, kann man nicht angehen); was wirst du mit dem Geld t.? (wie wirst du es verwenden?); du kannst damit t., was du willst (darüber frei verfügen); was tust du (hast du vor) mit dem Messer?; dafür, dass das auch in Zukunft so bleibt, müssen wir etwas t. (uns einsetzen); es hat sich so ergeben, ohne dass ich etwas dazu getan hätte (ohne mein Dazutun); sie hatte nichts Eiligeres zu t., als es weiterzuerzählen (erzählte es sofort weiter); <auch o. Akk.-Obj.:> tu langsam! (landsch.; nicht so schnell!); was t.? (was soll man in dieser Situation machen?); was tut denn die tote Fliege in meiner Suppe? (sie gehört doch hier nicht hinein!);

Rman tut, was man kann (man bemüht sich nach Kräften); ich will sehen, was sich t. lässt (ich werde mein Möglichstes tun); was tut man nicht alles! (man versucht, dem anderen einen Gefallen zu tun, obgleich es einem nicht leichtfällt);


b)(etw. Bestimmtes) verrichten, erledigen, vollbringen: sie tut ihre Arbeit, Pflicht; ich habe noch etwas Wichtiges zu t.; es bleibt nur noch eines zu t.; wer hat das getan? (wer ist der Schuldige?); was hat sie denn getan? (sich zuschulden kommen lassen?); der Tischler hat viel zu t. (viele Aufträge); tus doch! (mach deine Drohung doch wahr!); du tust es ja doch nicht (ich glaube dir nicht, dass du es wirklich tust); <auch o. Akk.-Obj.:> ich habe zu t. (muss arbeiten); nach getaner Arbeit; ich hatte dort [geschäftlich] zu t. (war dort, um etwas [Geschäftliches] zu erledigen); Mutter hatte noch in der Küche zu t.;

*mit etw. ist es [nicht] getan (etw. genügt [nicht]): mit ein paar netten Worten ist es nicht getan; es nicht unter etw. t. (ugs.; ↑ machen 1 c); es t. (ugs. verhüll.; koitieren);

c)nimmt die Aussage eines vorher im Kontext gebrauchten Verbs auf: ich riet ihr zu verschwinden, was sie auch schleunigst tat; <unpers.:> es sollte am nächsten Tag regnen, und das tat es dann auch;

d)ausführen, machen: einen Blick aus dem Fenster, einen Sprung, einen Schritt t.; eine Äußerung, einer Sache Erwähnung t.; <unpers.:> plötzlich tat es einen furchtbaren Knall;

e)hervor-, zustande bringen, bewirken: ein Wunder t.; (verblasst:) seine Wirkung t. (wirken);

Rwas tuts? (ugs.; na und?; was solls?); was tut das schon? (ugs.; was macht das schon?); das tut nichts (das ist unerheblich, spielt keine Rolle);


f)zuteilwerden lassen; zufügen, antun; in einer bestimmten Weise an jmdm. handeln: jmdm. [etw.] Gutes t.; jmdm. einen Gefallen t.; du hast dir was an der Stirn getan (dich verletzt); er hat viel an ihr getan (ugs.; hat ihr viel Gutes getan); warum hast du mir das getan (angetan)?; er tut dir nichts (fügt dir kein Leid zu); <auch o. Dativobj.:> der Hund tut nichts (beißt nicht).



2.

* es t. (ugs.; den gewünschten Zweck erfüllen; genügen, ausreichen: das billigere Papier tut es auch; Sahne wäre besser, aber Milch tut es auch; die Schuhe tun es noch einen Winter. funktionieren, gehen: das Auto tuts noch einigermaßen, tuts nicht mehr so recht).


3.(landsch. ugs.) funktionieren, gehen: das Radio tut nicht [richtig].


4.(ugs.) irgendwohin bringen, befördern, setzen, stellen, legen: tu es an seinen Platz, in den Müll, in den Schrank; Salz an, in die Suppe t.; das Geld tue ich auf die Bank; den Kleinen tun wir zur Oma (geben wir in ihre Obhut); sie taten (ugs.; schickten) die Tochter aufs Gymnasium.


5.durch sein Verhalten einen bestimmten Anschein erwecken; sich geben, sich stellen: freundlich, vornehm, geheimnisvoll, überrascht t.; sie tat dümmer, als sie war; er tut [so], als ob/als wenn/wie wenn er nichts wüsste, als wüsste er nichts, als sei nichts gewesen; <elliptisch:> sie tut nur so [als ob] (sie gibt das nur vor, verstellt sich nur); tu doch nicht so! (verstell dich doch nicht so!).


6. <t. + sich> sich ereignen; vorgehen, geschehen; im Gange sein; sich verändern: in der Politik, im Lande tut sich etwas, einiges; es tut sich immer noch nichts.


7.

*es mit jmdm., etw. zu t. haben (jmdn., etw. von bestimmter Art vor sich haben): wir haben es hier mit einem gefährlichen Verbrecher, Virus zu t.; Sie scheinen nicht zu wissen, mit wem Sie es zu t. haben (als Zurechtweisung); [es] mit etw. zu t. haben (ugs.;

2tun <Hilfsverb> [zu: 1tun]:

1.<mit vorangestelltem, ugs. auch nachgestelltem Infinitiv> dient zur Betonung des Vollverbs: singen tut sie gerne; (ugs.:) ich tu bloß noch schnell die Blumen gießen; (scherzh.:) t. tut keiner was.


2.<mit Infinitiv> (landsch.) dient zur Umschreibung des Konjunktivs: das täte (würde) mich schon interessieren.
tun  

[unr. V.; hat] [mhd., ahd. tuon, eigtl.= setzen, stellen, legen]: I. 1. a) eine Handlung ausführen; sich mit etw. beschäftigen: etw. ungern, gern, selbst, allein, auf eigene Verantwortung, von sich aus, unaufgefordert, freiwillig t.; so etwas tut er nicht; sie hat viel Gutes getan; sie hat genau das Richtige, Falsche getan (sich richtig, falsch verhalten); er tat, was/wie ihm befohlen; wenn du nichts [Besseres] zu t. hast, komm doch mit!; ich habe anderes, Besseres, Wichtigeres zu t., als hier herumzusitzen; sie tut nichts als meckern (ugs.; meckert ständig); ich möchte einmal gar nichts t. (faulenzen); was willst du nach dem Examen t.? (was sind deine Pläne?); ich weiß nicht, was ich t. soll (wie ich mich verhalten soll; womit ich mich beschäftigen soll); so etwas tut man nicht (gehört sich nicht); so tu doch etwas! (greife ein!; handele!); er hat sein Möglichstes, Bestes getan (sich nach Kräften bemüht); man sollte das eine t. und das andere nicht lassen (beides tun); du kannst t. und lassen, was du willst (niemand macht dir Vorschriften); tu, was du willst! (es ist mir gleichgültig, wie du handelst, dich verhältst); sie hat getan, was sie konnte (sich nach Kräften bemüht); er hat alles [Erdenkliche] getan (alle seine Möglichkeiten ausgeschöpft), um das zu verhindern; was tust du hier? (was willst du hier, warum bist du hier?); was kann ich für dich t.? (wie kann ich dir behilflich sein?); kann ich etwas für dich t.? (dir helfen?); du musst etwas für deine Gesundheit, deine Haut, für dich t. (etw. tun, was deiner Gesundheit, deiner Haut, dir gut tut); die Regierung sollte mehr für die Rentner t. (stärker in ihrem Interesse handeln); dagegen muss man etwas, kann man nichts t. (dagegen muss man, kann man nicht angehen); was wirst du mit dem Geld t.? (wie wirst du es verwenden?); du kannst damit t., was du willst (darüber frei verfügen); was tust du (hast du vor) mit dem Messer?; dafür, dass das auch in Zukunft so bleibt, müssen wir etwas t. (uns einsetzen); es hat sich so ergeben, ohne dass ich etwas dazu getan hätte (ohne mein Dazutun); sie hatte nichts Eiligeres zu t., als es weiterzuerzählen (erzählte es sofort weiter); [auch o. Akk.-Obj.:] tu langsam! (landsch.; nicht so schnell!); was t.? (was soll man in dieser Situation machen?); R man tut, was man kann (man bemüht sich nach Kräften); ich will sehen, was sich t. lässt (ich werde mein Möglichstes tun); was tut man nicht alles! (man versucht, dem anderen einen Gefallen zu tun, obgleich es einem nicht leicht fällt); Ü was tut denn die tote Fliege in meiner Suppe? (sie gehört doch hier nicht hinein!); b) (etw. Bestimmtes) verrichten, erledigen, vollbringen: sie tut ihre Arbeit, Pflicht; ich habe noch etwas Wichtiges zu t.; es bleibt nur noch eines zu t.; wer hat das getan? (wer ist der Schuldige?); was hat sie denn getan? (sich zuschulden kommen lassen?); der Tischler hat viel zu t. (viele Aufträge); tus doch! (mach deine Drohung doch wahr!); du tust es ja doch nicht (ich glaube dir nicht, dass du es wirklich tust); nach getaner Arbeit; [auch o. Akk.-Obj.:] ich habe zu t. (muss arbeiten); ich hatte dort [geschäftlich] zu t. (war dort, um etwas [Geschäftliches] zu erledigen); Mutter hatte noch in der Küche zu t.; *mit etw. ist es [nicht] getan (etw. genügt [nicht]): mit ein paar netten Worten ist es nicht getan; es nicht unter etw. t. (ugs.; machen 1 c); es t. (ugs. verhüll.; koitieren); c) nimmt die Aussage eines vorher im Kontext gebrauchten Verbs auf: ich riet ihr zu verschwinden, was sie auch schleunigst tat; [unpers.:] es sollte am nächsten Tag regnen, und das tat es dann auch; d) ausführen, machen: einen Blick aus dem Fenster, einen Sprung, einen Schritt t.; eine Äußerung, einer Sache Erwähnung t.; [unpers.:] plötzlich tat es einen furchtbaren Knall; e) hervor-, zustande bringen, bewirken: ein Wunder t.; (verblasst:) seine Wirkung t. (wirken); R was tuts? (ugs.; na und?; was solls?); was tut das schon? (ugs.; was macht das schon?); das tut nichts (das ist unerheblich, spielt keine Rolle); f) zuteil werden lassen; zufügen, antun; in einer bestimmten Weis
tun  

v.
<n.; -s; unz.> das Handeln, Wirken, Machen; Tat, Taten; sein ~ und Lassen seine Lebensweise; erzähl mir etwas von deinem ~ und Treiben; heimisches ~; löbliches, nützliches ~; verräterisches, verbrecherisches ~
[Tun1]
[Tue, Tust, Tut, Tun]

v.
<[tʌn] n. 15; nach Zahlenangaben Pl.: -> engl. Hohlmaß, 11,46 hl, (für Ale) 9,8 hl
[Tun2]
[Tue, Tust, Tut, Tun]v.
<V. 267; hat>
I <V.t.>
1 machen, ausführen, bewirken, unternehmen, verrichten
2 ;tu, was du nicht lassen kannst!; tu, was du willst!; ich habe getan, was ich konnte; ich habe es nicht getan! (Beteuerung); ein Fußschemel tut's auch ein F. ist auch dafür brauchbar; das allein tut's nicht das allein genügt nicht; seine Arbeit, Pflicht ~; ich habe mein Bestes, mein Möglichstes getan; er kann niemandem etwas Böses ~; Gutes ~; jmdm. etwas Liebes ~; sich od. jmdm. Schaden ~ verletzen; einen Schrei, Seufzer ~ ausstoßen; Wunder ~ W. bewirken;
3 hör sofort auf, sonst bekommst du es mit mir zu ~! sonst bekommst du von mir Schelte od. Prügel; ich bekomme es allmählich mit der Angst zu ~ ich bekomme allmählich A.; jmdm. etwas zu ~ geben jmdm. eine Arbeit geben; es gibt noch viel zu ~; ich habe noch zu ~ ich bin noch beschäftigt, ich habe noch zu arbeiten; hast du noch etwas für mich zu ~?; ich habe noch in der Stadt zu ~ etwas in der S. zu erledigen; ich habe auf dem Finanzamt immer mit Herrn X zu ~ ich spreche, verhandle immer mit Herrn X; damit habe ich nichts zu ~ das geht mich nichts an; das gehört nicht zu meiner Arbeit; daran bin ich nicht beteiligt; damit will ich nichts zu ~ haben ich will mich nicht einmischen; nichts zu ~ haben keine Arbeit od. Beschäftigung haben; ich will sehen, was ich ~ kann; ich kann ~, was ich will, es gelingt mir nicht ich kann mich noch so sehr anstrengen …; wir wollen sehen, was sich ~ lässt; sein: so, das wäre getan!; es ist mir nur darum zu ~, dass ihm sofort geholfen wird ich will nichts anderes, als dass …; es war ihm sehr darum zu ~, dass … es war ihm sehr wichtig, dass …;
4 freundlich ~ sich freundlich stellen; du tätest gut, klug daran, sofort zu ihm zu gehen es wäre gut, klug, wenn du sofort zu ihm gingest; des Guten zu viel ~
5 ;Salz an die Suppe ~; etwas auf etwas anderes ~ setzen, stellen, legen; tu den Koffer auf den Schrank; ich muss noch etwas ~ <umg.> ich muss noch arbeiten; kann ich noch etwas für Sie ~?; etwas in etwas anderes ~ setzen, legen, stellen, gießen, streuen; tu die Milch in einen anderen Krug; etwas in ein Paket, in den Schrank ~; seinen Sohn in eine andere Schule ~ <umg.; bes. süddt.> geben; nichts ~ müßig sein; das tut nichts! das macht nichts, das stört (mich) nicht; der Hund tut dir nichts der Hund beißt nicht; ich habe ihm doch nichts getan!; nichts ~ als arbeiten, schimpfen usw. immer nur arbeiten usw.; dagegen kann man nichts ~; das tut nichts zur Sache das gehört nicht dazu; das macht nichts, schadet nichts; das würde ich nie ~!; so ~, als ob … sich so benehmen, als ob …; er tut nur so er gibt es nur vor, er verstellt sich nur; tu nur nicht so! verstell dich nicht!; zier dich nicht so!; er tat (so), als hätte er nichts gesehen; tu, als ob du zu Hause wärst! mach es dir bequem!; die Kleider von sich ~ ausziehen; tu das Buch zu den anderen!
6 ;was ~?; was tut's? was schadet es?; was tust du gerade?; was soll man ~?; wohin soll ich das ~?
7 gesagt - getan, er machte sich auf den Weg als er das gesagt hatte, machte er sich sofort auf den W.; damit ist es noch nicht getan das genügt nicht; nach getaner Arbeit ist gut ruhn <Sprichw.> es ist um ihn getan er muss sterben; er ist ruiniert;
II <V.refl.; umg.>
8 sich ~ <in Wendungen wie> du tust dich leichter, wenn du es anders machst <umg.> es geht leichter, fällt dir leichter; er tut sich schwer mit dem Rechnen <umg.> das R. fällt ihm schwer; es tut sich was <umg.> irgendetwas geschieht, ist im Gange; was tut sich da? [<mhd., ahd. tuon, engl. do <idg. *dhe-, *dho- „setzen, legen, stellen“]
[tun]
[tue, tust, tut, tun, tat, tatst, taten, tatet, tuest, tuen, tuet, täte, tätest, täte, täten, tätet, tu, getan, tuend]