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Unruhe  

Ụn|ru|he, die; -, -n [mhd. unruowe]:

1.<o. Pl.> Zustand gestörter, fehlender Ruhe (1) : in der Klasse herrscht dauernde U.


2.<o. Pl.> ständige Bewegung: seine Finger sind in ständiger U.


3.<o. Pl.> unter einer größeren Anzahl von Menschen herrschende, durch [zornige] Erregung, Empörung, Unmut, Unzufriedenheit gekennzeichnete Stimmung: die gesamte Belegschaft geriet in U.


4.<o. Pl.> a)das Nicht-zur-Ruhe-Kommen; inneres Getriebenwerden; Ruhelosigkeit, Unrast: eine nervöse U. war in ihr;

b)ängstliche Spannung, Besorgnis, Angstgefühl: ihre U. wuchs immer mehr, als die Kinder nicht kamen.



5.<Pl.> meist politisch motivierte, die öffentliche Ruhe, den inneren Frieden störende gewalttätige, in der Öffentlichkeit ausgetragene Auseinandersetzungen; Krawalle, Tumulte: politische, religiöse -n; es kam zu schweren -n.
Unruhe  

Ụn|ru|he (fehlende Ruhe; ugs. auch für Unruh)
Unruhe  


1. Geräusch[pegel], Krach, Lärm, Lautstärke, Störung; (ugs.): Krawall; (ugs., oft abwertend): Klamauk; (österr. ugs.): Bahöl; (salopp): Radau; (ugs. emotional verstärkend): Heidenlärm, Höllenlärm, Mordskrach, Riesenkrach; (oft abwertend): Getöse; (veraltet): Fracas.

2. Aufheben, Aufregung, Auf und Ab, Aufsehen, Bewegung, Chaos, Durcheinander, Gemenge, Getümmel, Gewimmel, Gewirr, Hin und Her, Hysterie, Trubel, Tumult; Wirbel, Wirrwarr; (ugs.): Klimbim, Kuddelmuddel; (österr. ugs.): Pallawatsch, Ramasuri; (südd.): Gewurl; (landsch.): Gewusel; (schweiz. mundartl.): Gestürm.

3. a) Anspannung, Aufgeregtheit, Aufregung, Betriebsamkeit, [Bewegungs]drang, Eile, Erregtheit, Erregung, Gespanntheit, Getriebenheit, Hast, Hektik, Herzklopfen, Hetze, Hochspannung, innerer Aufruhr, Nervosität, Rastlosigkeit, Ruhelosigkeit, Spannung, Spannungszustand, Tatendrang, Überreizung, Überspanntheit, Ungeduld; (geh.): Fieber, Unrast; (ugs.): Flattermann, Kribbeligkeit, Zappeligkeit; (landsch.): Drasch; (Med.): Agitatio, Hyperaktivität, Hyperkinese.

b) Angst[gefühl], Bangigkeit, Beklemmung, Beklommenheit, Besorgnis, Furcht, Sorge, Unbehagen; (geh.): Argwohn, Bangnis, Herzensangst; (salopp): Bammel, Schiss; (landsch.): Bange.

[Unruhe]
Unruhe  

Ụn|ru|he, die; -, -n [mhd. unruowe]:

1.<o. Pl.> Zustand gestörter, fehlender Ruhe (1): in der Klasse herrscht dauernde U.


2.<o. Pl.> ständige Bewegung: seine Finger sind in ständiger U.


3.<o. Pl.> unter einer größeren Anzahl von Menschen herrschende, durch [zornige] Erregung, Empörung, Unmut, Unzufriedenheit gekennzeichnete Stimmung: die gesamte Belegschaft geriet in U.


4.<o. Pl.>
a)das Nicht-zur-Ruhe-Kommen; inneres Getriebenwerden; Ruhelosigkeit, Unrast: eine nervöse U. war in ihr;

b)ängstliche Spannung, Besorgnis, Angstgefühl: ihre U. wuchs immer mehr, als die Kinder nicht kamen.



5.<Pl.> meist politisch motivierte, die öffentliche Ruhe, den inneren Frieden störende gewalttätige, in der Öffentlichkeit ausgetragene Auseinandersetzungen; Krawalle, Tumulte: politische, religiöse -n; es kam zu schweren -n.
Unruhe  

n.
<f. 19>
1 anhaltende, leichte innere Erregung, Besorgnis; Angstgefühl; Ruhelosigkeit; störende Bewegung, Störung, Aufregung; (unblutiger) Aufruhr, laute Unzufriedenheit, Murren; <umg.> Unruh
2 ;~n beilegen, (im Keime) ersticken, niederschlagen, schlichten, unterdrücken; ~ bemächtigte sich ihrer <geh.> jmdm. ~ bereiten, bringen, verursachen; unter der Menge entstand eine ~; ~ erfasste, erfüllte, ergriff, überfiel, überkam mich; in der Klasse herrscht ~; ~ stiften
3 ;eine innere ~ lässt mich heute nicht los; krankhafte, nervöse, quälende ~; politische, religiöse ~n
4 ;in ~ geraten, sein; jmdn. in ~ versetzen; von ~ erfasst werden; es kam zu ~n unter der Bevölkerung [Ruhe]
['Un·ru·he]