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verfallen  

ver|fạl|len <st. V.; ist> [1 a, 6: mhd. vervallen, ahd. farfallan]:

1.a)baufällig werden u. allmählich zusammenfallen: das Bauwerk verfällt; er lässt sein Haus v.; ein verfallenes Gemäuer, Schloss;

b)seine körperliche [u. geistige] Kraft verlieren: der Kranke verfällt zusehends;

c)eine Epoche des Niedergangs durchmachen; sich auflösen: die Sitten verfallen; seine Autorität, das Römische Reich verfiel.



2.nach einer bestimmten Zeit wertlos od. ungültig werden: eine Banknote, Briefmarke, ein Wechsel verfällt; die Eintrittskarten sind verfallen; das Medikament, die Konserve ist verfallen (das Haltbarkeitsdatum ist überschritten).


3.a) in einen bestimmten [negativen] Zustand, eine bestimmte [negative] Verhaltensweise geraten: in Schweigen, Ratlosigkeit, Wut v.; in tiefen Schlaf, einen leichten Schlummer v.; in den alten Fehler v.;

b)in eine andere Art (innerhalb einer Abstufung) übergehen, hineingeraten: in seinen Dialekt v.; das Pferd verfiel in Trab.



4.in einen Zustand der Abhängigkeit von jmdm., etw. geraten: einer Leidenschaft, dem Alkohol, den Verlockungen der Großstadt v.; er war dem Zauber dieser Landschaft verfallen; sie war diesem Mann verfallen (war ihm hörig); er ist dem Tode verfallen (geh.; wird bald sterben).


5.auf etw. kommen, sich etw. Merkwürdiges, Ungewöhnliches ausdenken: auf eine abwegige Idee, einen teuflischen Plan v.; wie konntest du nur darauf v., ihn danach zu fragen?; warum seid ihr ausgerechnet auf ihn verfallen? (habt ihr ihn dazu ausersehen, euch an ihn gewandt?).


6.a) jmdm., einer Institution zufallen: die Schmuggelware, der Besitz verfällt dem Staat;

b)(Papierdt. veraltend) von der Wirksamkeit einer Sache betroffen werden: einer Strafe v.; der Antrag verfiel der Ablehnung (wurde abgelehnt).

verfallen  


1. a) auseinanderbrechen, auseinanderfallen, baufällig werden, bröckeln, einbrechen, einstürzen, verwahrlosen, verwittern, zerbrechen, zerbröckeln, zerfallen, zusammenbrechen, zusammenfallen, zusammenstürzen; (geh.): herabkommen; (ugs.): herunterkommen, kaputtgehen; (Papierdt.): in Verfall geraten.

b) abbauen, verkümmern; (geh.): vom Alter/von der Krankheit/vom Tode gezeichnet sein; (Biol., Med.): degenerieren; (Med.): kollabeszieren.

c) absteigen, sich auflösen, dem Untergang entgegengehen, in Auflösung begriffen sein, in die Brüche gehen, niedergehen, untergehen, vergehen, zu Ende gehen, zugrunde gehen; (geh.): ersterben, schwinden, seinen Niedergang erleben.

2. ablaufen, auslaufen, außer Kraft treten, enden, erlöschen, gegenstandslos/hinfällig werden, ungültig werden; (Rechtsspr.): nichtig werden.

3. ausbrechen in, [hinein]geraten, [hinein]kommen, versinken in, übergehen, zurückfallen.

4. a) abhängig/hörig werden, sich unterordnen, sich unterwerfen, sich verschreiben; (geh.): frönen.

b) eingenommen/hingerissen sein, lieben, schwärmen, sich verlieben, sich verzaubern lassen; (ugs.): abfahren, hin und weg sein.

c) erliegen, nachgeben, sich überlassen, süchtig werden, zum Opfer fallen; (geh.): anheimfallen.

[1verfallen]
[verfalle, verfällst, verfällt, verfallt, verfiel, verfielst, verfielen, verfielt, verfallest, verfallet, verfiele, verfielest, verfielet, verfall, verfallend, verfallener, verfallene, verfallenes, verfallenen, verfallenem, verfallenerer, verfallenere, verfalleneres, verfalleneren, verfallenerem, verfallenster, verfallenste, verfallenstes, verfallensten, verfallenstem]


1. a) baufällig, bröckelig, brüchig, lädiert, morsch, schadhaft, wackelig, zerfallen; (geh.): herabgekommen; (ugs.): kaputt; (oft abwertend): heruntergekommen; (veraltend): ruinös.

b) angekränkelt, entkräftet, geschwächt, nur noch ein Schatten seiner selbst, schwach; (geh.): abgelebt, ausgezehrt, vom Alter/von der Krankheit/vom Tode gezeichnet; (bildungsspr.): morbid; (fam.): klapprig; (bes. Med.): degeneriert; (Med.). marastisch.

c) im Niedergang begriffen, verdorben; (geh.): dem Untergang geweiht; (bildungsspr.): dekadent.

2. außer Kraft, gegenstandslos, hinfällig, ungültig, unwirksam, wertlos; (Rechtsspr.): nichtig.

3. a) abhängig, angewiesen, gebunden, gefügig, ergeben, hörig; (geh., oft abwertend): willfährig; (veraltend): untertan.

b) hingerissen, bezaubert, [bis über beide Ohren] verliebt, vernarrt; (ugs.): hin und weg, verschossen, verzaubert; (salopp): verknallt; (dichter.): von Amors Pfeil getroffen.

c) süchtig, suchtkrank.

[2verfallen]
[verfalle, verfällst, verfällt, verfallt, verfiel, verfielst, verfielen, verfielt, verfallest, verfallet, verfiele, verfielest, verfielet, verfall, verfallend, verfallener, verfallene, verfallenes, verfallenen, verfallenem, verfallenerer, verfallenere, verfalleneres, verfalleneren, verfallenerem, verfallenster, verfallenste, verfallenstes, verfallensten, verfallenstem]
verfallen  

ver|fạl|len <st. V.; ist> [1 a, 6: mhd. vervallen, ahd. farfallan]:

1.
a)baufällig werden u. allmählich zusammenfallen: das Bauwerk verfällt; er lässt sein Haus v.; ein verfallenes Gemäuer, Schloss;

b)seine körperliche [u. geistige] Kraft verlieren: der Kranke verfällt zusehends;

c)eine Epoche des Niedergangs durchmachen; sich auflösen: die Sitten verfallen; seine Autorität, das Römische Reich verfiel.



2.nach einer bestimmten Zeit wertlos od. ungültig werden: eine Banknote, Briefmarke, ein Wechsel verfällt; die Eintrittskarten sind verfallen; das Medikament, die Konserve ist verfallen (das Haltbarkeitsdatum ist überschritten).


3.
a) in einen bestimmten [negativen] Zustand, eine bestimmte [negative] Verhaltensweise geraten: in Schweigen, Ratlosigkeit, Wut v.; in tiefen Schlaf, einen leichten Schlummer v.; in den alten Fehler v.;

b)in eine andere Art (innerhalb einer Abstufung) übergehen, hineingeraten: in seinen Dialekt v.; das Pferd verfiel in Trab.



4.in einen Zustand der Abhängigkeit von jmdm., etw. geraten: einer Leidenschaft, dem Alkohol, den Verlockungen der Großstadt v.; er war dem Zauber dieser Landschaft verfallen; sie war diesem Mann verfallen (war ihm hörig); er ist dem Tode verfallen (geh.; wird bald sterben).


5.auf etw. kommen, sich etw. Merkwürdiges, Ungewöhnliches ausdenken: auf eine abwegige Idee, einen teuflischen Plan v.; wie konntest du nur darauf v., ihn danach zu fragen?; warum seid ihr ausgerechnet auf ihn verfallen? (habt ihr ihn dazu ausersehen, euch an ihn gewandt?).


6.
a) jmdm., einer Institution zufallen: die Schmuggelware, der Besitz verfällt dem Staat;

b)(Papierdt. veraltend) von der Wirksamkeit einer Sache betroffen werden: einer Strafe v.; der Antrag verfiel der Ablehnung (wurde abgelehnt).

verfallen  

[st. V.; ist] [1a, 6: mhd. vervallen, ahd. farfallan]: 1. a) baufällig werden u. allmählich zusammenfallen: das Bauwerk verfällt; er lässt sein Haus v.; ein verfallenes Gemäuer, Schloss; b) seine körperliche [u. geistige] Kraft verlieren: der Kranke verfällt zusehends; c) eine Epoche des Niedergangs durchmachen; sich auflösen: die Sitten verfallen; seine Autorität, das Römische Reich verfiel. 2. nach einer bestimmten Zeit wertlos od. ungültig werden: eine Banknote, Briefmarke, ein Wechsel verfällt; die Eintrittskarten sind verfallen; das Medikament, die Konserve ist verfallen (das Haltbarkeitsdatum ist überschritten). 3. a) in einen bestimmten [negativen] Zustand, eine bestimmte [negative] Verhaltensweise geraten: in Schweigen, Ratlosigkeit, Wut v.; in tiefen Schlaf, einen leichten Schlummer v.; in den alten Fehler v.; b) in eine andere Art (innerhalb einer Abstufung) übergehen, hineingeraten: in seinen Dialekt v.; das Pferd verfiel in Trab. 4. in einen Zustand der Abhängigkeit von jmdm., etw. geraten: einer Leidenschaft, dem Alkohol, den Verlockungen der Großstadt v.; er war dem Zauber dieser Landschaft verfallen; sie war diesem Mann verfallen (war ihm hörig); er ist dem Tode verfallen (geh.; wird bald sterben). 5. auf etw. kommen, sich etw. Merkwürdiges, Ungewöhnliches ausdenken: auf eine abwegige Idee, einen teuflischen Plan v.; wie konntest du nur darauf v., ihn danach zu fragen?; warum seid ihr ausgerechnet auf ihn verfallen? (habt ihr ihn dazu ausersehen, euch an ihn gewandt?). 6. a) jmdm., einer Institution zufallen: die Schmuggelware, der Besitz verfällt dem Staat; b) (Papierdt. veraltend) von der Wirksamkeit einer Sache betroffen werden: einer Strafe v.; der Antrag verfiel der Ablehnung (wurde abgelehnt).
verfallen  

(sich) zersetzen, verfallen, verkommen, verwesen
[zersetzen, verkommen, verwesen]
verfallen  

adj.
<V.i. 131; ist>
1 baufällig werden, allmählich kaputtgehen (Gebäude); körperlich schwach werden; die geistige Kraft, Frische verlieren; die Gültigkeit verlieren, ungültig werden; allmählich die Lebenskraft u. Wirksamkeit verlieren (Epoche)
2 jmdm. od. einer Sache ~ hörig werden, von jmdm. od. einer S. abhängig werden; dem Alkohol, dem Trunk, einem Laster ~; die Gutscheine ~ nach vier Wochen; der Kranke verfiel in den nächsten Tagen zusehends; der Wechsel verfällt am 1. April
3 auf einen Gedanken ~ auf einen (den anderen meist etwas wunderlich erscheinenden) G. kommen; darauf ~, etwas zu tun plötzlich etwas tun wollen (meist etwas, das den anderen ein wenig verrückt vorkommt); wie ist er denn bloß darauf ~?; in einen Fehler ~ sich unversehens einen Fehler aneignen; in Melancholie, Trübsinn ~ melancholisch, trübsinnig werden; in tiefes Nachdenken ~
4 ;eine ~e Burg; er sieht ganz ~ aus; ihre Einreiseerlaubnis ist bereits ~
[ver'fal·len]
[verfalle, verfällst, verfällt, verfallen, verfallt, verfiel, verfielst, verfielen, verfielt, verfallest, verfallet, verfiele, verfielest, verfielet, verfall, verfallend, verfallener, verfallene, verfallenes, verfallenen, verfallenem, verfallenerer, verfallenere, verfalleneres, verfalleneren, verfallenerem, verfallenster, verfallenste, verfallenstes, verfallensten, verfallenstem]