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vergehen  

Ver|ge|hen, das; -s, -: gegen ein Gesetz, eine Norm o. Ä. verstoßende Handlung: ein leichtes, schweres V.ver|ge|hen <unr. V.> [mhd. vergān, -gēn, ahd. firgān]:

1.<ist> a)(von einer Zeitspanne o. Ä.) vorbeigehen, verstreichen: die Tage vergingen [mir] wie im Fluge; die Jahre sind schnell vergangen; darüber, über dieser Arbeit vergingen Wochen; es vergingen zwanzig Minuten, bis sie endlich kam; es vergeht kein Tag, an dem er nicht anruft; wie doch die Zeit vergeht!; es war noch keine Stunde vergangen, als ...; <häufig im 2. Part.:> vergangenes (letztes) Jahr;

b)(von einer Empfindung o. Ä.) in jmdm. [nachlassen u. schließlich] aufhören, [ver]schwinden: der Schmerz, die Müdigkeit vergeht wieder; als sie auf den Teller sah, verging ihr der Appetit; die Freude an dem Fest war ihnen vergangen; das Lachen wird ihm noch v.; sie schimpfte ihn aus, dass ihm Hören und Sehen verging;

c)sich in nichts auflösen, sich verflüchtigen: die Wolke, der Nebel, der Geruch verging.



2.<ist> a)(geh.) als vergängliches Wesen sterben: der Mensch vergeht; <subst.:> das Werden und Vergehen in der Natur;

b)ein bestimmtes übermächtiges Gefühl sehr stark empfinden (sodass man glaubt, die Besinnung verlieren, sterben zu müssen): vor Liebe, Sehnsucht, Durst, Angst [fast] v.; sie vergingen fast vor Neugier, vor Spannung; sie glaubte, vor Heimweh v. zu müssen;

c)(seltener) zergehen.



3.<v. + sich; hat> a)gegen ein Gesetz, eine Norm o. Ä. verstoßen: sich gegen das Gesetz v.; du hast dich gegen die guten Sitten vergangen;

b)an etw. eine unerlaubte, strafbare Handlung vornehmen; einer Sache Schaden zufügen: sich an der Umwelt v.; sich an fremdem Eigentum v. (geh.; es stehlen);

c)an jmdm. ein Sexualverbrechen begehen; jmdm. Gewalt antun: sich an einer Frau, an einem Kind v.

Vergehen  

Ver|ge|hen, das; -s, -
vergehen  

Delikt, Gemeinheit, Rechtsbruch, Sakrileg, strafbare Handlung, Straftat, Sünde, Tat, Unrecht, Verbrechen, Verfehlung, Verstoß, Zuwiderhandlung; (geh.): Fehltritt, Frevel[tat], Übeltat; (abwertend): Schurkerei; (emotional): Schandtat, Untat; (geh. veraltend): Missetat; (Rechtsspr.): Rechtsverletzung; (Rechtsspr. veraltet): Reat, Übertretung.
[Vergehen]
[Vergehens, vergehe, vergehst, vergeht, verging, vergingst, vergingen, vergingt, vergehest, vergehet, verginge, vergingest, verginget, vergeh, vergangen, vergehend]
a) ablaufen, dahineilen, dahinfliegen, enden, hingehen, ins Land gehen/ziehen, vorbeigehen, verrauchen, vorübergehen, zu Ende gehen; (geh.): dahingehen, dahinschwinden, entfliehen, entschwinden, hingleiten, rinnen, verfliegen, verfließen, verrinnen, verstreichen; (dichter.): entrinnen; (ugs.): herumgehen.

b) abebben, abflauen, abklingen, absterben, aufhören, ausheilen, ausklingen, auslaufen, sich beruhigen, einschlafen, erlöschen, sich geben, sich legen, sich verlieren, verloren gehen, versanden, verschwinden, zum Erliegen/Stillstand kommen; (geh.): ebben, erlahmen, ersterben, im Schwinden begriffen sein, schwinden, verdämmern, verebben, vernarben, verrauchen, versiegen; (ugs.): einschlummern, flöten gehen, sich in Wohlgefallen auflösen, weggehen.

c) abnehmen, abziehen, sich [in nichts] auflösen, in Auflösung begriffen sein, in die Brüche gehen, nachlassen, niedergehen, verfallen, verfliegen, sich verflüchtigen, verloren gehen, sich verziehen, zugrunde gehen.

[vergehen]
[Vergehens, vergehe, vergehst, vergeht, verging, vergingst, vergingen, vergingt, vergehest, vergehet, verginge, vergingest, verginget, vergeh, vergangen, vergehend]

a) brechen, sich hinwegsetzen, missachten, sündigen, überschreiten, übertreten, untergraben, unterhöhlen, verstoßen, sich versündigen, zuwiderhandeln; (schweiz.): ritzen; (geh.): fehlen, freveln, rühren.

b) beschädigen, in Mitleidenschaft ziehen, missbrauchen, schaden, Schaden anrichten/verursachen/zufügen, schädigen, sich vergreifen.

c) sexuell missbrauchen, vergewaltigen; (geh. verhüll.): Gewalt antun; (veraltet): entehren, schänden, stuprieren; (Rechtsspr. früher): Notzucht begehen/verüben, notzüchtigen.

[vergehen, sich]
[sich vergehen, Vergehens, vergehe, vergehst, vergeht, verging, vergingst, vergingen, vergingt, vergehest, vergehet, verginge, vergingest, verginget, vergeh, vergangen, vergehend, vergehen sich]
vergehen  

Ver|ge|hen, das; -s, -: gegen ein Gesetz, eine Norm o. Ä. verstoßende Handlung: ein leichtes, schweres V.ver|ge|hen <unr. V.> [mhd. vergān, -gēn, ahd. firgān]:

1.<ist>
a)(von einer Zeitspanne o. Ä.) vorbeigehen, verstreichen: die Tage vergingen [mir] wie im Fluge; die Jahre sind schnell vergangen; darüber, über dieser Arbeit vergingen Wochen; es vergingen zwanzig Minuten, bis sie endlich kam; es vergeht kein Tag, an dem er nicht anruft; wie doch die Zeit vergeht!; es war noch keine Stunde vergangen, als ...; <häufig im 2. Part.:> vergangenes (letztes) Jahr;

b)(von einer Empfindung o. Ä.) in jmdm. [nachlassen u. schließlich] aufhören, [ver]schwinden: der Schmerz, die Müdigkeit vergeht wieder; als sie auf den Teller sah, verging ihr der Appetit; die Freude an dem Fest war ihnen vergangen; das Lachen wird ihm noch v.; sie schimpfte ihn aus, dass ihm Hören und Sehen verging;

c)sich in nichts auflösen, sich verflüchtigen: die Wolke, der Nebel, der Geruch verging.



2.<ist>
a)(geh.) als vergängliches Wesen sterben: der Mensch vergeht; <subst.:> das Werden und Vergehen in der Natur;

b)ein bestimmtes übermächtiges Gefühl sehr stark empfinden (sodass man glaubt, die Besinnung verlieren, sterben zu müssen): vor Liebe, Sehnsucht, Durst, Angst [fast] v.; sie vergingen fast vor Neugier, vor Spannung; sie glaubte, vor Heimweh v. zu müssen;

c)(seltener) zergehen.



3.<v. + sich; hat>
a)gegen ein Gesetz, eine Norm o. Ä. verstoßen: sich gegen das Gesetz v.; du hast dich gegen die guten Sitten vergangen;

b)an etw. eine unerlaubte, strafbare Handlung vornehmen; einer Sache Schaden zufügen: sich an der Umwelt v.; sich an fremdem Eigentum v. (geh.; es stehlen);

c)an jmdm. ein Sexualverbrechen begehen; jmdm. Gewalt antun: sich an einer Frau, an einem Kind v.

vergehen  

[unr. V.] [mhd. vergan, -gen, ahd. firgan]: 1. [ist] a) (von einer Zeitspanne o.Ä.) vorbeigehen, verstreichen: die Tage vergingen [mir] wie im Fluge; die Jahre sind schnell vergangen; darüber, über dieser Arbeit vergingen Wochen; es vergingen zwanzig Minuten, bis sie endlich kam; es vergeht kein Tag, an dem er nicht anruft; wie doch die Zeit vergeht!; es war noch keine Stunde vergangen, als ...; [häufig im 2. Part.:] vergangenes (letztes) Jahr; b) (von einer Empfindung o.Ä.) in jmdm. [nachlassen u. schließlich] aufhören, [ver]schwinden: der Schmerz, die Müdigkeit vergeht wieder; als sie auf den Teller sah, verging ihr der Appetit; die Freude an dem Fest war ihnen vergangen; das Lachen wird ihm noch v.; sie schimpfte ihn aus, dass ihm Hören und Sehen verging; c) sich in nichts auflösen, sich verflüchtigen: die Wolke, der Nebel, der Geruch verging. 2. [ist] a) (geh.) als vergängliches Wesen sterben: der Mensch vergeht; [subst.:] das Werden und Vergehen in der Natur; b) ein bestimmtes übermächtiges Gefühl sehr stark empfinden (sodass man glaubt, die Besinnung verlieren, sterben zu müssen): vor Liebe, Sehnsucht, Durst, Angst [fast] v.; sie vergingen fast vor Neugier, vor Spannung; sie glaubte, vor Heimweh v. zu müssen; c) (seltener) zergehen. 3. [v. + sich; hat] a) gegen ein Gesetz, eine Norm o.Ä. verstoßen: sich gegen das Gesetz v.; du hast dich gegen die guten Sitten vergangen; b) an etw. eine unerlaubte, strafbare Handlung vornehmen; einer Sache Schaden zufügen: sich an der Umwelt v.; sich an fremdem Eigentum v. (geh.; stehlen); c) an jmdm. ein Sexualverbrechen begehen; jmdm. Gewalt antun: sich an einer Frau, an einem Kind v.
vergehen  

n.
<n. 14> Gesetzesübertretung, kleinere Straftat; sich eines ~s schuldig machen
[Ver'ge·hen]
[Vergehens, Vergehe, Vergehst, Vergeht, Vergehen, Verging, Vergingst, Vergingen, Vergingt, Vergehest, Vergehet, Verginge, Vergingest, Verginget, Vergeh, Vergangen, Vergehend]n.
<V. 145>
I <V.i.; ist>
1 vorbei-, vorübergehen, ablaufen, verstreichen (Zeit, Zeitpunkt), dahinschwinden (Zeit); aufhören (Geräusch, Schmerz); sich verflüchtigen (Duft)
2 ;da vergeht einem ja der Appetit, wenn man das sieht! <fig.; umg.> der Appetit, die Lust ist mir vergangen ich habe keinen A., keine L. mehr; dir wird das Lachen, Spotten schon noch ~!; das Werden und Vergehen (in der Natur); der Winter ist vergangen; die Zeit verging im Fluge
3 ;das Jahr ist schnell vergangen
4 ~ vor umkommen vor, sehr leiden an; ich vergehe vor Durst; ich bin vor Heimweh, vor Schmerz fast vergangen; ich vergehe vor Langeweile <umg.>
5 ;am vergangenen Montag; längst vergangene Zeiten
II <V.refl.; hat>
6 sich an jmdm. ~ eine böse Tat, <bes.> ein Sittlichkeitsverbrechen an jmdm. verüben; sich gegen eine Vorschrift, ein Gesetz ~ eine V., ein G. übertreten; [<mhd. vergan, vergen <ahd. firgan, urspr. „übergehen, vernachlässigen“]
[ver'ge·hen]
[vergehens, vergehe, vergehst, vergeht, vergehen, verging, vergingst, vergingen, vergingt, vergehest, vergehet, verginge, vergingest, verginget, vergeh, vergangen, vergehend]