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verlassen  

1ver|lạs|sen <st. V.; hat> [mhd. verlāʒen, ahd. farlāʒan = loslassen; fahren lassen; entlassen; preisgeben; erlassen, verzeihen; anordnen; zulassen; überlassen, übergeben; übrig lassen, hinterlassen; unterlassen]:

1.<v. + sich> uneingeschränkt (auf jmdn., etw.) vertrauen: sich auf seine Freunde v.; auf ihn kann ich mich hundertprozentig v.; man kann sich [nicht] auf ihn v. (er ist [nicht] zuverlässig); du solltest dich nicht immer auf andere v. [sondern selbst etwas unternehmen]; sich auf sein Glück v.; du kannst dich auf ihr Urteil v. (sie hat ein sicheres Urteil); du kannst dich darauf v., dass sie kommt; ich werde ihm diese Gemeinheit heimzahlen, darauf kannst du dich v./worauf du dich v. kannst! (da kannst du sicher sein!).


2. weg-, fortgehen von, aus etw., sich von einem Ort entfernen: die Heimat v.; eine Party früh v.; das Zimmer, das Geschäft v.; er hat das Haus um 7 Uhr verlassen; sie mussten das Hotel Hals über Kopf v.; verlassen Sie sofort meine Wohnung!; die Autobahn v.; sie verließ fluchtartig das Lokal; er hatte die Schule ohne Abschlussprüfung verlassen (war ohne Abschlussprüfung von der Schule abgegangen); sie konnte heute erstmals das Bett v. (aufstehen); die letzten Cabrios verließen das Werk (wurden ausgeliefert); das Haus war verlassen (stand leer); ein verlassenes (herrenlos zurückgelassenes) Fahrzeug; wir verlassen jetzt dieses Thema.


3.sich von jmdm., dem man nahegestanden hat, mit dem man in gewisser Weise verbunden ist, trennen: seine Familie, Frau und Kind v.; jmdn., der in Not ist, v.; unser geliebter Vater hat uns für immer verlassen (verhüll.; ist gestorben); <im 2. Part.:> sie fühlte sich ganz verlassen (allein u. hilflos); alle Kräfte verließen sie; der Mut, alle Hoffnung hatte mich verlassen; dann verließ ihn die Besinnung (wurde er ohnmächtig);

R und da/dann verließen sie ihn (ugs.; ich, er weiß nicht mehr weiter).



2ver|lạs|sen <Adj.>: in unangenehm empfundener Weise ohne jedes Leben, ohne Lebendigkeit u. daher trostlos-öde wirkend: eine -e Gegend.
verlassen  

ver|lạs|sen (vereinsamt); das Dorf lag verlassen da
verlassen  


1. aufbrechen, davongehen, sich entfernen, [fort]gehen, weggehen; (geh.): den Rücken kehren/wenden, sich fortbegeben, sich wegbegeben; (ugs.): abdampfen, sich absetzen, abziehen, sich auf die Socken machen, sich dünnmachen, sich fortmachen, sich verdrücken, verduften, sich verdünnisieren, von der Bildfläche verschwinden, sich wegmachen; (auch ugs.): verschwinden, sich verziehen; (salopp): abhauen, die Kurve kratzen, die/eine Fliege machen; (bildungsspr. veraltend): sich absentieren.

2. sich abkehren, sich abwenden, allein/im Stich lassen, aufgeben, brechen mit, einen Schlussstrich ziehen, sich [los]lösen, sich losreißen, sich lossagen, Schluss machen, sich trennen, weggehen; (ugs.): hängen lassen, im Regen [stehen] lassen, loskommen, sich losmachen.

[1verlassen]
[verlassener, verlassene, verlassenes, verlassenen, verlassenem, verlassenerer, verlassenere, verlasseneres, verlasseneren, verlassenerem, verlassenster, verlassenste, verlassenstes, verlassensten, verlassenstem]

bauen, hoffen, rechnen, setzen, stützen, trauen, vertrauen, Vertrauen entgegenbringen/haben, zählen; (geh.): Glauben/Vertrauen schenken.
[1verlassen, sich]
[sich verlassen, verlassener, verlassene, verlassenes, verlassenen, verlassenem, verlassenerer, verlassenere, verlasseneres, verlasseneren, verlassenerem, verlassenster, verlassenste, verlassenstes, verlassensten, verlassenstem, 1verlassen sich]

ausgestorben, einsam, entvölkert, [menschen]leer, menschenlos, öde, unbelebt, unbewohnt, verödet, verwaist; (ugs.): gottverlassen; (scherzh.): wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen.
[2verlassen]
[verlassener, verlassene, verlassenes, verlassenen, verlassenem, verlassenerer, verlassenere, verlasseneres, verlasseneren, verlassenerem, verlassenster, verlassenste, verlassenstes, verlassensten, verlassenstem]
verlassen  

1ver|lạs|sen <st. V.; hat> [mhd. verlāʒen, ahd. farlāʒan = loslassen; fahren lassen; entlassen; preisgeben; erlassen, verzeihen; anordnen; zulassen; überlassen, übergeben; übrig lassen, hinterlassen; unterlassen]:

1.<v. + sich> uneingeschränkt (auf jmdn., etw.) vertrauen: sich auf seine Freunde v.; auf ihn kann ich mich hundertprozentig v.; man kann sich [nicht] auf ihn v. (er ist [nicht] zuverlässig); du solltest dich nicht immer auf andere v. [sondern selbst etwas unternehmen]; sich auf sein Glück v.; du kannst dich auf ihr Urteil v. (sie hat ein sicheres Urteil); du kannst dich darauf v., dass sie kommt; ich werde ihm diese Gemeinheit heimzahlen, darauf kannst du dich v./worauf du dich v. kannst! (da kannst du sicher sein!).


2. weg-, fortgehen von, aus etw., sich von einem Ort entfernen: die Heimat v.; eine Party früh v.; das Zimmer, das Geschäft v.; er hat das Haus um 7 Uhr verlassen; sie mussten das Hotel Hals über Kopf v.; verlassen Sie sofort meine Wohnung!; die Autobahn v.; sie verließ fluchtartig das Lokal; er hatte die Schule ohne Abschlussprüfung verlassen (war ohne Abschlussprüfung von der Schule abgegangen); sie konnte heute erstmals das Bett v. (aufstehen); die letzten Cabrios verließen das Werk (wurden ausgeliefert); das Haus war verlassen (stand leer); ein verlassenes (herrenlos zurückgelassenes) Fahrzeug; wir verlassen jetzt dieses Thema.


3.sich von jmdm., dem man nahegestanden hat, mit dem man in gewisser Weise verbunden ist, trennen: seine Familie, Frau und Kind v.; jmdn., der in Not ist, v.; unser geliebter Vater hat uns für immer verlassen (verhüll.; ist gestorben); <im 2. Part.:> sie fühlte sich ganz verlassen (allein u. hilflos); alle Kräfte verließen sie; der Mut, alle Hoffnung hatte mich verlassen; dann verließ ihn die Besinnung (wurde er ohnmächtig);

Rund da/dann verließen sie ihn (ugs.; ich, er weiß nicht mehr weiter).



2ver|lạs|sen <Adj.>: in unangenehm empfundener Weise ohne jedes Leben, ohne Lebendigkeit u. daher trostlos-öde wirkend: eine -e Gegend.
verlassen  

Adj.: in unangenehm empfundener Weise ohne jedes Leben, ohne Lebendigkeit u. daher trostlos-öde wirkend: eine -e Gegend.
verlassen  

(sich) verlassen (auf), bauen (auf), vertrauen, zählen (auf)
[bauen, vertrauen, zählen]
verlassen  

n.
<V. 174; hat>
1 <V.t.> fortgehen von (Platz, Wohnung, Land, Person); im Stich lassen (Person); und da verließen sie ihn <fig.; umg.> da fiel ihm plötzlich nichts mehr ein, da blieb er stecken, da wusste er nicht mehr weiter; aller Mut, alle Zuversicht verließ ihn er verlor allen M., alle Z.; du bist wohl von allen guten Geistern ~? <fig.; umg.> du bist wohl nicht recht bei Verstand?; was denkst du dir eigentlich?;
2 <V.refl.> sich auf jmdn. ~ jmdm. vertrauen, mit jmdm. rechnen, sicher sein, dass jmd. etwas tut; sie verläßt/ verlässt sich ganz auf ihn; auf ihn kann man sich (nicht) ~; sich auf sein Glück ~; das geht bestimmt schief, verlaß/ verlass dich drauf! <umg.; verstärkend>
[ver'las·sen1]
[verlassens, verlassener, verlassene, verlassenes, verlassenen, verlassenem, verlassenerer, verlassenere, verlasseneres, verlasseneren, verlassenerem, verlassenster, verlassenste, verlassenstes, verlassensten, verlassenstem]

n.
<Adj.> unbewohnt, einsam, leer (Gegend, Platz, Wohnung); allein u. hilflos; ~ dasitzen, daliegen; von Gott ~
[ver'las·sen2]
[verlassens, verlassener, verlassene, verlassenes, verlassenen, verlassenem, verlassenerer, verlassenere, verlasseneres, verlasseneren, verlassenerem, verlassenster, verlassenste, verlassenstes, verlassensten, verlassenstem]