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verlegen  

1ver|le|gen <sw. V.; hat> [mhd. verlegen, ahd. ferlegen; 7: urspr. = Geld (für die Druckkosten eines Buches) vorlegen, vorstrecken]:

1.an eine andere als die sonst übliche Stelle legen u. dadurch schwer auffindbar machen: den Schlüssel v.; ich habe meinen Pass verlegt.


2.(etw., wofür ein bestimmter Zeitpunkt bereits vorgesehen war) auf einen anderen Zeitpunkt legen: eine Tagung, einen Termin v.; die Premiere ist [auf nächste Woche] verlegt worden.


3.(jmdn., etw.) von einem bisher innegehabten Ort an einen anderen Ort legen: eine Haltestelle v.; den Wohnsitz aufs Land v.; die Hauptverwaltung wurde in eine andere Stadt verlegt; den Patienten auf eine andere Station v.; sein Darmausgang wurde verlegt; der Dichter verlegt die Handlung nach Mailand, ins 18. Jahrhundert.


4.(Fachspr.) legen (4) : Gleise, Rohre, Kabel, Leitungen v.; Linoleum, Teppichboden v.


5.versperren, (1 a), blockieren (2 a) : jmdm. den Weg, den Zugang v.; den Truppen war der Rückzug verlegt (der Weg für den Rückzug war blockiert).


6. <v. + sich> sich legen (7) : sich auf ein bestimmtes Fachgebiet v.; er verlegte sich aufs Bitten, Leugnen.


7.(von einem Verlag) veröffentlichen: einen Roman v.; seine Werke werden bei Faber & Faber verlegt; dieses Haus verlegt Bücher, Musikwerke, Zeitschriften.


2ver|le|gen <Adj.> [mhd. verlegen, eigtl. adj. 2. Part. von: verligen = durch langes Liegen Schaden nehmen od. träge werden; Bedeutungsentwicklung von »untätig« über »unschlüssig, ratlos« zur heutigen Bed.]:

1.in einer peinlichen, unangenehmen Situation nicht so recht wissend, wie man sich verhalten soll; Unsicherheit u. eine Art von Hilflosigkeit ausdrückend: ein -er kleiner Junge; ein -er Blick; es entstand eine -e Pause, ein -es Schweigen; sie war, wurde ganz v.; er räusperte sich v.; v. lächeln, dastehen.


2.

*um etw. v. sein (etw. nicht zur Verfügung haben, es benötigen, brauchen): er ist immer um Geld v.; nicht/nie um etw. v. sein (immer etw. als Entgegnung bereithaben): sie ist nie um Worte, eine Ausrede, eine Antwort v.
verlegen  

ver|le|gen <zu legen> (an einen anderen Platz legen; auf einen anderen Zeitpunkt festlegen; im Verlag herausgeben; Technik [Rohre u. a.] legen, zusammenfügen); sie war verlegen
verlegen  


1. verlieren (1).

2. auf einen anderen Zeitpunkt legen, aufschieben, umdisponieren, umlegen, verschieben, vertagen; (veraltet): versparen.

3. abordnen, auslagern, ausquartieren, aussiedeln, beordern, bringen, entsenden, fortbringen, fortschaffen, hinbeordern, kommandieren, platzieren, verpflanzen, wegbringen; (veraltet): auslogieren; (Amtsspr.): verbringen.

4. einziehen, legen, verkabeln.

5. abdrucken, drucken, edieren, herausbringen, herausgeben, in den Buchhandel bringen, publizieren, veröffentlichen; (ugs.): [raus]bringen; (veraltend): in Verlag nehmen; (Buchw.): auflegen.

[1verlegen]
[verlegener, verlegene, verlegenes, verlegenen, verlegenem, verlegenerer, verlegenere, verlegeneres, verlegeneren, verlegenerem, verlegenster, verlegenste, verlegenstes, verlegensten, verlegenstem]

sich ausrichten, sich einrichten, sich einstellen, sich hinwenden, sich konzentrieren, sich legen, sich richten, sich zuwenden.
[1verlegen, sich]
[sich verlegen, verlegener, verlegene, verlegenes, verlegenen, verlegenem, verlegenerer, verlegenere, verlegeneres, verlegeneren, verlegenerem, verlegenster, verlegenste, verlegenstes, verlegensten, verlegenstem]

bedrückt, befangen, beschämt, betreten, hilflos, kleinlaut, ohnmächtig, peinlich berührt, scheu, schüchtern, unsicher, verschämt, verschüchtert, verunsichert, verwirrt; (salopp): bedeppert; (landsch.): bedripst; (bayr., österr.): gschamig.
[2verlegen]
[verlegener, verlegene, verlegenes, verlegenen, verlegenem, verlegenerer, verlegenere, verlegeneres, verlegeneren, verlegenerem, verlegenster, verlegenste, verlegenstes, verlegensten, verlegenstem]
verlegen  

1ver|le|gen <sw. V.; hat> [mhd. verlegen, ahd. ferlegen; 7: urspr. = Geld (für die Druckkosten eines Buches) vorlegen, vorstrecken]:

1.an eine andere als die sonst übliche Stelle legen u. dadurch schwer auffindbar machen: den Schlüssel v.; ich habe meinen Pass verlegt.


2.(etw., wofür ein bestimmter Zeitpunkt bereits vorgesehen war) auf einen anderen Zeitpunkt legen: eine Tagung, einen Termin v.; die Premiere ist [auf nächste Woche] verlegt worden.


3.(jmdn., etw.) von einem bisher innegehabten Ort an einen anderen Ort legen: eine Haltestelle v.; den Wohnsitz aufs Land v.; die Hauptverwaltung wurde in eine andere Stadt verlegt; den Patienten auf eine andere Station v.; sein Darmausgang wurde verlegt; der Dichter verlegt die Handlung nach Mailand, ins 18. Jahrhundert.


4.(Fachspr.)
legen (4): Gleise, Rohre, Kabel, Leitungen v.; Linoleum, Teppichboden v.


5.versperren, (1 a)blockieren (2 a): jmdm. den Weg, den Zugang v.; den Truppen war der Rückzug verlegt (der Weg für den Rückzug war blockiert).


6. <v. + sich> sich legen (7): sich auf ein bestimmtes Fachgebiet v.; er verlegte sich aufs Bitten, Leugnen.


7.(von einem Verlag) veröffentlichen: einen Roman v.; seine Werke werden bei Faber & Faber verlegt; dieses Haus verlegt Bücher, Musikwerke, Zeitschriften.


2ver|le|gen <Adj.> [mhd. verlegen, eigtl. adj. 2. Part. von: verligen = durch langes Liegen Schaden nehmen od. träge werden; Bedeutungsentwicklung von »untätig« über »unschlüssig, ratlos« zur heutigen Bed.]:

1.in einer peinlichen, unangenehmen Situation nicht so recht wissend, wie man sich verhalten soll; Unsicherheit u. eine Art von Hilflosigkeit ausdrückend: ein -er kleiner Junge; ein -er Blick; es entstand eine -e Pause, ein -es Schweigen; sie war, wurde ganz v.; er räusperte sich v.; v. lächeln, dastehen.


2.

*um etw. v. sein (etw. nicht zur Verfügung haben, es benötigen, brauchen): er ist immer um Geld v.; nicht/nie um etw. v. sein (immer etw. als Entgegnung bereithaben): sie ist nie um Worte, eine Ausrede, eine Antwort v.
verlegen  

[sw. V.; hat] [mhd. verlegen, ahd. ferlegen; 7: urspr.= Geld (für die Druckkosten eines Buches) vorlegen, vorstrecken]: 1. an eine andere als die sonst übliche Stelle legen u. dadurch schwer auffindbar machen: den Schlüssel v.; ich habe meinen Pass verlegt. 2. (etw., wofür ein bestimmter Zeitpunkt bereits vorgesehen war) auf einen anderen Zeitpunkt legen: eine Tagung, einen Termin v.; die Premiere ist [auf nächste Woche] verlegt worden. 3. (jmdn., etw.) von einem bisher innegehabten Ort an einen anderen Ort legen: eine Haltestelle v.; den Wohnsitz aufs Land v.; die Hauptverwaltung wurde in eine andere Stadt verlegt; den Patienten auf eine andere Station v.; sein Darmausgang wurde verlegt; Ü der Dichter verlegt die Handlung nach Mailand, ins 18. Jahrhundert. 4. (Fachspr.) legen (4): Gleise, Rohre, Kabel, Leitungen v.; Linoleum, Teppichboden v. 5. versperren (1 a), blockieren (2 a): jmdm. den Weg, den Zugang v.; den Truppen war der Rückzug (der Weg für den Rückzug) verlegt. 6. [v. + sich] sich legen (7): sich auf ein bestimmtes Fachgebiet v.; er verlegte sich aufs Bitten, Leugnen. 7. (von einem Verlag) veröffentlichen: einen Roman v.; seine Werke werden bei Faber& Faber verlegt; dieses Haus verlegt Bücher, Musikwerke, Zeitschriften.
verlegen  

adj.
<V.; hat>
I <V.t.>
1 etwas ~ den Platz von etwas ändern, den Ort von etwas wechseln (Geschäft, Wohnsitz); im Verlag herausbringen, veröffentlichen (Buch, Zeitschrift); zeitlich verschieben, vertagen (Termin); weglegen, ohne sich danach an die Stelle erinnern zu können (Gegenstand); legen, anbringen (Leistung)
2 ;ich habe meine Brille verlegt; Leitungen, Kabel, Rohre ~; Truppen ~ umquartieren; eine Unterrichtsstunde, eine Verabredung ~; jmdm. den Weg ~ sperren, abschneiden ;
3 den Fußboden mit Mosaik, Parkett ~ belegen, mit einem Belag von M., P. versehen; seinen Wohnsitz nach Berlin ~
4 ;in diesem Verlag werden Kinderbücher verlegt
II <V.refl.>
5 sich auf etwas ~ etwas beginnen, neuerdings mit bes. Interesse betreiben, sich einer Sache von nun an widmen; als Drohungen nichts nützten, verlegte er sich aufs Bitten; sich auf den Handel mit Stoffen ~
[ver'le·gen1]
[verlegener, verlegene, verlegenes, verlegenen, verlegenem, verlegenerer, verlegenere, verlegeneres, verlegeneren, verlegenerem, verlegenster, verlegenste, verlegenstes, verlegensten, verlegenstem]

adj.
<Adj.> befangen, peinlich berührt, beschämt; verwirrt, unsicher; durch Liegen zerknittert (Kleidung, Bettzeug); ~ lächeln; jmdn. ~ machen; um etwas ~ sein etwas benötigen, brauchen; er ist nie um eine Antwort, Ausrede ~ er weiß immer eine Antwort, Ausrede;[<mhd. verligen „durch Liegen Schaden nehmen, durch zu langes Liegen träge werden“]
[ver'le·gen2]
[verlegener, verlegene, verlegenes, verlegenen, verlegenem, verlegenerer, verlegenere, verlegeneres, verlegeneren, verlegenerem, verlegenster, verlegenste, verlegenstes, verlegensten, verlegenstem]