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verweisen  

ver|wei|sen <st. V.; hat> [1: mhd. verwīʒen, ahd. farwīʒan, zu mhd. wīʒen, ahd. wīʒan = strafen, peinigen, verw. mit ↑ wissen u. eigtl. = eine Schuld wahrnehmen, ein Vergehen bemerken; 2-6: mhd. verwīsen, zu: wīsen, ↑ weisen ; die beiden Verben sind seit dem 15. Jh. formal zusammengefallen]:

1.(geh.) a)zum Vorwurf machen; vorhalten: die Mutter verwies der Tochter die vorlauten Worte;

b)verbieten: jmdm. seine Verhaltensweise v.;

c)tadeln: jmdn. mild v.; sie verweist die Kinder, wenn sie nicht hören; ein verweisender Blick.



2.auf etw. hinweisen, aufmerksam machen: jmdn. auf die gesetzlichen Bestimmungen, auf die Vorschriften v.; ein Hinweisschild verweist auf die Einfahrt.


3.a)veranlassen, sich an eine bestimmte andere Person od. Stelle zu wenden: jmdn. an die Sekretärin v.; der Kunde wurde an den Geschäftsführer verwiesen;

b)(Rechtsspr.) übergeben, überweisen: einen Rechtsfall an die zuständige Instanz v.



4.a)jmdm. den weiteren Aufenthalt, das Verbleiben an einem bestimmten Ort verbieten; hinausweisen (1) : jmdn. des Landes v.; er wurde aus dem Saal, von der Schule verwiesen; der Spieler wurde nach einer Tätlichkeit des Platzes/vom Platz verwiesen (Ballspiele; bekam einen Platzverweis);

b)auffordern, anweisen, sich an einen bestimmten Ort zu begeben: einen Schüler in die Ecke v.



5.(Sport) (in einem Wettkampf) es schaffen, dass ein Konkurrent auf einem zweiten, dritten o. ä. Platz hinter einem selbst platziert wird: sie hat ihre Konkurrentin auf den zweiten Platz verwiesen.


6.(veraltend) zu einem bestimmten Verhalten auffordern: jmdn. zur Ruhe, zur Ordnung v.
verweisen  

ver|wei|sen (auch veraltend für verbieten; tadeln); sie hat dem Jungen seine Frechheit verwiesen
verweisen  


1. a) Vorhaltungen/Vorwürfe machen, vorhalten, vorwerfen; (ugs.): unter die Nase reiben; (salopp): aufs Butterbrot schmieren/streichen.

b) einen Tadel/Verweis erteilen, ermahnen, maßregeln, rügen, schimpfen, tadeln, verwarnen, zurechtweisen, zur Ordnung rufen; (geh.): schelten; (ugs.): auf die Finger klopfen, rüffeln; (Rechtsspr.): abmahnen.

2. anzeigen, aufmerksam machen, aufzeigen, bewusst/deutlich machen, hindeuten, hinweisen, stoßen, vor Augen führen/halten; (ugs.): draufstoßen, klar machen, mit der Nase stoßen, rüberbringen.

3. a) empfehlen, überweisen, weiterschicken.

b) übergeben, übermitteln, übertragen, weitergeben, weiterleiten.

4. ausweisen, fortschicken, hinausweisen, schicken, wegschicken.

[verweisen]
[verweise, verweist, verwies, verwiesest, verwiest, verwiesen, verweisest, verweiset, verwiese, verwieset, verweis, verweisend]
verweisen  

ver|wei|sen <st. V.; hat> [1: mhd. verwīʒen, ahd. farwīʒan, zu mhd. wīʒen, ahd. wīʒan = strafen, peinigen, verw. mit ↑ wissen u. eigtl. = eine Schuld wahrnehmen, ein Vergehen bemerken; 2-6: mhd. verwīsen, zu: wīsen, ↑ weisen; die beiden Verben sind seit dem 15. Jh. formal zusammengefallen]:

1.(geh.)
a)zum Vorwurf machen; vorhalten: die Mutter verwies der Tochter die vorlauten Worte;

b)verbieten: jmdm. seine Verhaltensweise v.;

c)tadeln: jmdn. mild v.; sie verweist die Kinder, wenn sie nicht hören; ein verweisender Blick.



2.auf etw. hinweisen, aufmerksam machen: jmdn. auf die gesetzlichen Bestimmungen, auf die Vorschriften v.; ein Hinweisschild verweist auf die Einfahrt.


3.
a)veranlassen, sich an eine bestimmte andere Person od. Stelle zu wenden: jmdn. an die Sekretärin v.; der Kunde wurde an den Geschäftsführer verwiesen;

b)(Rechtsspr.) übergeben, überweisen: einen Rechtsfall an die zuständige Instanz v.



4.
a)jmdm. den weiteren Aufenthalt, das Verbleiben an einem bestimmten Ort verbieten; hinausweisen (1): jmdn. des Landes v.; er wurde aus dem Saal, von der Schule verwiesen; der Spieler wurde nach einer Tätlichkeit des Platzes/vom Platz verwiesen (Ballspiele; bekam einen Platzverweis);

b)auffordern, anweisen, sich an einen bestimmten Ort zu begeben: einen Schüler in die Ecke v.



5.(Sport) (in einem Wettkampf) es schaffen, dass ein Konkurrent auf einem zweiten, dritten o. ä. Platz hinter einem selbst platziert wird: sie hat ihre Konkurrentin auf den zweiten Platz verwiesen.


6.(veraltend) zu einem bestimmten Verhalten auffordern: jmdn. zur Ruhe, zur Ordnung v.
verweisen  

[st. V.; hat] [1: mhd. , ahd. , zu mhd. , ahd. = strafen, peinigen, verw. mit wissen u. eigtl.= eine Schuld wahrnehmen, ein Vergehen bemerken; 26: mhd. verwisen, zu: wisen, weisen; die beiden Verben sind seit dem 15.Jh. formal zusammengefallen]: 1. (geh.) a) zum Vorwurf machen; vorhalten: die Mutter verwies der Tochter die vorlauten Worte; b) verbieten: jmdm. seine Verhaltensweise v.; c) tadeln: jmdn. mild v.; sie verweist die Kinder, wenn sie nicht hören; ein verweisender Blick. 2. auf etw. hinweisen, aufmerksam machen: jmdn. auf die gesetzlichen Bestimmungen, auf die Vorschriften v.; ein Hinweisschild verweist auf die Einfahrt. 3. a) veranlassen, sich an eine bestimmte andere Person od. Stelle zu wenden: jmdn. an die Sekretärin v.; der Kunde wurde an den Geschäftsführer verwiesen; b) (Rechtsspr.) übergeben, überweisen: einen Rechtsfall an die zuständige Instanz v. 4. a) jmdm. den weiteren Aufenthalt, das Verbleiben an einem bestimmten Ort verbieten; hinausweisen (1): jmdn. des Landes v.; er wurde aus dem Saal, von der Schule verwiesen; der Spieler wurde nach einer Tätlichkeit des Platzes/vom Platz verwiesen (Ballspiele; bekam einen Platzverweis); b) auffordern, anweisen, sich an einen bestimmten Ort zu begeben: einen Schüler in die Ecke v. 5. (Sport) (in einem Wettkampf) es schaffen, dass ein Konkurrent auf einem zweiten, dritten o.ä. Platz hinter einem selbst platziert wird: sie hat ihre Konkurrentin auf den zweiten Platz verwiesen. 6. (veraltend) zu einem bestimmten Verhalten auffordern: jmdn. zur Ruhe, zur Ordnung v.
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v.
<V.t. 277; hat> jmdn. ~ jmdn. rügen, tadeln, jmdm. einen Verweis erteilen; jmdm. etwas ~ tadelnd verbieten; [<mhd. verwizen <ahd. forwizan „strafend oder tadelnd vorwerfen“ <got. fraweitan „Recht verschaffen, rächen“ <idg. *ueid- „erblicken, sehen“; verwandt mit wissen]
[ver'wei·sen1]
[verweise, verweist, verweisen, verwies, verwiesest, verwiest, verwiesen, verweisest, verweiset, verwiese, verwieset, verweis, verwiesen, verweisend]

v.
<V. 277; hat>
1 <V.t.> jmdn. an jmd. anderen ~ jmdn. bitten, sich an jmd. anderen zu wenden; auf seinen Protest hin verwies man ihn auf die amtlichen Vorschriften; einen Schüler von der Schule ~ zum Verlassen der Schule zwingen; ich bin von Herrn X an Sie verwiesen worden; jmdn. des Landes ~ aus dem Land ausweisen;
2 <V.i.> auf etwas ~ auf etwas hinweisen; auf ein Bild, eine Seite ~ (in einem Text)[weisen]
[ver'wei·sen2]
[verweise, verweist, verweisen, verwies, verwiesest, verwiest, verwiesen, verweisest, verweiset, verwiese, verwieset, verweis, verwiesen, verweisend]