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verziehen  

ver|zie|hen <unr. V.> [mhd. verziehen = auseinanderziehen; verstreuen; hinziehen, verzögern; wegziehen; entfernen; wegnehmen, entziehen; verweigern, ahd. farziohan = wegnehmen; falsch erziehen]:

1.<hat> a)aus seiner normalen, üblichen Form bringen; verzerren (1 a) : den Mund schmerzlich, angewidert, zu einem spöttischen Lächeln v.; sie verzog das Gesicht vor Schmerz, zu einer Grimasse; ohne eine Miene zu v.; keine Miene v. (sich eine Gefühlsregung nicht anmerken lassen, sie nicht zeigen);

b)<v. + sich> seine normale, übliche Form in bestimmter Weise verändern: sein Gesicht verzog sich schmerzlich, zu einer Grimasse.



2.<hat> a)(selten) bewirken, dass sich etw. verzieht (2 b) : feuchtwarme Luft verzieht das Holz;

b)<v. + sich> die Form, Fasson geringfügig ändern; sich werfen (3 b) : die Türen, Fensterrahmen haben sich verzogen; Kunststoffgehäuse können sich v.;

c)<v. + sich> die ursprüngliche Form verlieren; länger, weiter usw. werden: der Pullover hat sich beim Waschen verzogen.



3.an einen anderen Wohnort, in eine andere Wohnung ziehen; umziehen <nur im Perfekt gebr.; ist>: in eine andere Stadt, nach Würzburg verzogen sein; sie sind schon vor drei Jahren verzogen; Empfänger, Adressat verzogen [neuer Wohnsitz unbekannt] (Vermerk auf unzustellbaren Postsendungen).


4. <v. + sich; hat> a)allmählich weiterziehen u. verschwinden: die Regenwolken verziehen sich; der Schmerz hat sich verzogen (ist abgeklungen); das Gewitter, der Nebel hat sich verzogen;

b)(ugs.) sich [unauffällig] entfernen, zurückziehen: sie verzogen sich in eine stille Ecke und plauderten; verzieh dich! (salopp; verschwinde!).



5.(ein Kind) durch übertriebene Nachsicht nicht in der richtigen Weise erziehen <hat>: sie haben ihre Kinder verzogen; er ist ein verzogener Bengel.


6.(Landw.) vereinzeln <hat>: junge Pflanzen v.


7.(Ballspiele) den Ball so treffen, dass er nicht in die beabsichtigte Richtung fliegt <hat>: der Spieler verzog den Ball, Schuss.


8.<hat> (veraltet) a)sich verzögern, auf sich warten lassen;

b)säumen, zögern, etw. zu tun: mit seiner Hilfe v.; sie verzog zu kommen;

c)verweilen.

verziehen  

ver|zie|hen vgl. verzeihen
verziehen  


1. aus der Form bringen, verändern, verbiegen, verformen, verzerren.

2. abwandern, anderswohin ziehen, ausziehen, den Wohnsitz verlegen/wechseln, die Wohnung räumen/verlassen, einen Wohnungswechsel vornehmen, fortziehen, umziehen, sich verändern, wechseln, weggehen, wegziehen; (schweiz., sonst Milit.): dislozieren; (schweiz. ugs.): zügeln; (meist scherzh.): seine Zelte abbrechen.

3. überbehüten, verweichlichen, verwöhnen; (ugs.): verkorksen, verpäppeln; verbilden, (abwertend): verzärteln; (oft abwertend): [ver]hätscheln.

[verziehen]
[verziehener, verziehene, verziehenes, verziehenen, verziehenem, verziehenerer, verziehenere, verzieheneres, verzieheneren, verziehenerem, verziehenster, verziehenste, verziehenstes, verziehensten, verziehenstem, verziehe, verziehst, verzieht, verzog, verzogst, verzogen, verzogt, verziehest, verziehet, verzöge, verzögest, verzögen, verzöget, verzieh, verziehend]
verziehen  

ver|zie|hen <unr. V.> [mhd. verziehen = auseinanderziehen; verstreuen; hinziehen, verzögern; wegziehen; entfernen; wegnehmen, entziehen; verweigern, ahd. farziohan = wegnehmen; falsch erziehen]:

1.<hat>
a)aus seiner normalen, üblichen Form bringen; verzerren (1 a): den Mund schmerzlich, angewidert, zu einem spöttischen Lächeln v.; sie verzog das Gesicht vor Schmerz, zu einer Grimasse; ohne eine Miene zu v.; keine Miene v. (sich eine Gefühlsregung nicht anmerken lassen, sie nicht zeigen);

b)<v. + sich> seine normale, übliche Form in bestimmter Weise verändern: sein Gesicht verzog sich schmerzlich, zu einer Grimasse.



2.<hat>
a)(selten) bewirken, dass sich etw. verzieht (2 b): feuchtwarme Luft verzieht das Holz;

b)<v. + sich> die Form, Fasson geringfügig ändern; sich werfen (3 b): die Türen, Fensterrahmen haben sich verzogen; Kunststoffgehäuse können sich v.;

c)<v. + sich> die ursprüngliche Form verlieren; länger, weiter usw. werden: der Pullover hat sich beim Waschen verzogen.



3.an einen anderen Wohnort, in eine andere Wohnung ziehen; umziehen <nur im Perfekt gebr.; ist>: in eine andere Stadt, nach Würzburg verzogen sein; sie sind schon vor drei Jahren verzogen; Empfänger, Adressat verzogen [neuer Wohnsitz unbekannt] (Vermerk auf unzustellbaren Postsendungen).


4. <v. + sich; hat>
a)allmählich weiterziehen u. verschwinden: die Regenwolken verziehen sich; der Schmerz hat sich verzogen (ist abgeklungen); das Gewitter, der Nebel hat sich verzogen;

b)(ugs.) sich [unauffällig] entfernen, zurückziehen: sie verzogen sich in eine stille Ecke und plauderten; verzieh dich! (salopp; verschwinde!).



5.(ein Kind) durch übertriebene Nachsicht nicht in der richtigen Weise erziehen <hat>: sie haben ihre Kinder verzogen; er ist ein verzogener Bengel.


6.(Landw.) vereinzeln <hat>: junge Pflanzen v.


7.(Ballspiele) den Ball so treffen, dass er nicht in die beabsichtigte Richtung fliegt <hat>: der Spieler verzog den Ball, Schuss.


8.<hat> (veraltet)
a)sich verzögern, auf sich warten lassen;

b)säumen, zögern, etw. zu tun: mit seiner Hilfe v.; sie verzog zu kommen;

c)verweilen.

verziehen  

[unr. V.] [mhd. verziehen= auseinander ziehen; verstreuen; hinziehen, verzögern; wegziehen; entfernen; wegnehmen, entziehen; verweigern, ahd. farziohan = wegnehmen; falsch erziehen]: 1. [hat] a) aus seiner normalen, üblichen Form bringen; verzerren (1 a): den Mund schmerzlich, angewidert, zu einem spöttischen Lächeln v.; sie verzog das Gesicht vor Schmerz, zu einer Grimasse; ohne eine Miene zu v.; keine Miene v. (sich eine Gefühlsregung nicht anmerken lassen, sie nicht zeigen); b) [v. + sich] seine normale, übliche Form in bestimmter Weise verändern: sein Gesicht verzog sich schmerzlich, zu einer Grimasse. 2. [hat] a) (selten) bewirken, dass sich etw. verzieht (2 b): feuchtwarme Luft verzieht das Holz; b) [v. + sich] die Form, Fasson geringfügig ändern; sich werfen (3 b): die Türen, Fensterrahmen haben sich verzogen; Kunststoffgehäuse können sich v.; c) [v. + sich] die ursprüngliche Form verlieren; länger, weiter usw. werden: der Pullover hat sich beim Waschen verzogen. 3. an einen anderen Wohnort, in eine andere Wohnung ziehen; umziehen [nur im Perfekt gebr.; ist]: in eine andere Stadt, nach Würzburg verzogen sein; sie sind schon vor drei Jahren verzogen; Empfänger, Adressat verzogen [neuer Wohnsitz unbekannt] (Vermerk auf unzustellbaren Postsendungen). 4. [v. + sich; hat] a) allmählich weiterziehen u. verschwinden: die Regenwolken verziehen sich; das Gewitter, der Nebel hat sich verzogen; der Schmerz hat sich verzogen (ist abgeklungen); b) (ugs.) sich [unauffällig] entfernen, zurückziehen: sie verzogen sich in eine stille Ecke und plauderten; verzieh dich! (salopp; verschwinde!). 5. (ein Kind) durch übertriebene Nachsicht nicht in der richtigen Weise erziehen [hat]: sie haben ihre Kinder verzogen; er ist ein verzogener Bengel. 6. (Landw.) vereinzeln [hat]: junge Pflanzen v. 7. (Ballspiele) den Ball so treffen, dass er nicht in die beabsichtigte Richtung fliegt [hat]: der Spieler verzog den Ball, Schuss. 8. [hat] (veraltet) a) sich verzögern, auf sich warten lassen; b) säumen, zögern, etw. zu tun: mit seiner Hilfe v.; sie verzog zu kommen; c) verweilen.
Verziehen  

Verziehen (Platte, Fliese), Werfen
[Werfen]
verziehen  

adj.
<V. 287>
1 <V.t.; hat> auseinander ziehen od. zusammenziehen, in eine andere Form ziehen (Gesicht, Mund); schlecht erziehen, verwöhnen (Kind); er verzog keine Miene er blieb völlig ruhig, völlig gelassen, zeigte keine innere Bewegung; ohne eine Miene zu ~, holte er aus und schlug zu; er verzog den Mund zu einer Grimasse, zu einem Grinsen; Rüben ~ die schwachen und zu dicht stehenden Pflanzen unter den Rüben herausziehen; einem Pferd die Mähne ~ durch Ausreißen von Haaren die M. verkürzen und ausdünnen; das Kind ist verzogen
2 <V.refl.; hat> sich ~ die Form ändern, schrumpfen, schief werden, sich krümmen(bes. von Holz); wegziehen, verschwinden(Gewitter, Wolken); <umg.> (unauffällig) weggehen, verschwinden(Person); schwinden, vergehen(Schmerz); gegen zehn Uhr hab' ich mich (ins Bett) verzogen <umg.> das Brett, das Fenster, der Stoff hat sich verzogen
3 <V.i.; ist> umziehen, wegziehen, die Wohnung, den Wohnort verlegen; verzogen, unbekannt, wohin (Vermerk auf unzustellbaren Briefen); falls verzogen, bitte zurück an den Absender (Vermerk auf Briefen);
[ver'zie·hen]
[verziehener, verziehene, verziehenes, verziehenen, verziehenem, verziehenerer, verziehenere, verzieheneres, verzieheneren, verziehenerem, verziehenster, verziehenste, verziehenstes, verziehensten, verziehenstem, verziehe, verziehst, verzieht, verziehen, verzog, verzogst, verzogen, verzogt, verziehest, verziehet, verzöge, verzögest, verzögen, verzöget, verzieh, verzogen, verziehend]