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wachsen  

1wạch|sen <st. V.; ist> [mhd. wahsen, ahd. wahsan, urspr. = vermehren, zunehmen]:

1.a)als lebender Organismus, als Teil eines lebenden Organismus an Größe, Länge, Umfang zunehmen, größer, länger, dicker werden: schnell, übermäßig, nur langsam w.; der Junge ist [ziemlich, wieder ein ganzes Stück] gewachsen; das Gras wächst üppig; die Haare, Fingernägel sind gewachsen; ich lasse mir einen Bart, die Haare, (ugs.:) lange Haare w.; den männlichen Tieren wächst ein Geweih; der Neubau wächst Meter um Meter (wird Meter um Meter höher); die Schatten wuchsen (geh.; wurden länger);

b)sich entwickeln (2 a) [können], gedeihen: diese Pflanze wächst überall [gut], nur auf sandigen Böden, vor allem an schattigen Standorten; hier wachsen nur Flechten und Moose; in dem Wald wachsen viele Beeren, Pfifferlinge; diese Früchte wachsen an Bäumen; <subst.:> der Baum braucht zum Wachsen ein ganz anderes Klima;

c)sich beim Wachsen (1 a) in bestimmter Weise entwickeln: der Baum wächst krumm, schön gerade; der Busch soll nicht zu sehr in die Breite w.; er ist schlank gewachsen (ist schlank); sie ist gut gewachsen (hat eine gute Figur);

d)sich beim Wachsen (1 a) irgendwo ausbreiten, in eine bestimmte Richtung ausdehnen: die Kletterpflanze wächst an der Mauer in die Höhe, bis aufs Dach, über den Zaun; der Ast wächst in den Garten des Nachbarn.



2.a)an Größe, Ausmaß, Zahl, Menge o. Ä. zunehmen; sich ausbreiten, sich ausdehnen, sich vermehren: die Stadt, Einwohnerzahl wächst von Jahr zu Jahr; sein Vermögen, Reichtum wächst ständig; sein Vorsprung wächst noch; seine Familie ist inzwischen gewachsen; die Flut, das Hochwasser wächst (steigt); die wachsende Arbeitslosigkeit; wachsende Teilnehmerzahlen;

b)an Stärke, Intensität, Bedeutung o. Ä. gewinnen; stärker werden, zunehmen: seine Erregung, sein Ärger, der Widerstand, sein Zorn, ihr Einfluss wuchs immer mehr; der Lärm, der Schmerz, die Spannung wuchs ins Unerträgliche; sein Selbstbewusstsein wächst mit seinem Erfolg; er ist an seinen/mit seinen Aufgaben gewachsen (er hat an innerer Größe, Stärke zugenommen); sich wachsender Beliebtheit erfreuen; <oft im 1. Part.:> der wachsende Wohlstand des Landes; er hat mit wachsenden Schwierigkeiten zu kämpfen; sie hörte mit wachsendem Interesse, Erstaunen zu;

c)sich harmonisch, organisch entwickeln, allmählich entstehen: die Stadt, die Kultur ist in Jahrtausenden gewachsen; die Gewissheit wächst, dass die Schäden irreparabel sind; <meist im 2. Part.:> gewachsene Traditionen, Strukturen, Ordnungen, Bräuche; gewachsener (von Natur aus an Ort und Stelle befindlicher) Fels.



2wạch|sen <sw. V.; hat> [zu ↑ Wachs ]: mit Wachs (bes. mit Bohnerwachs, Skiwachs o. Ä.) einreiben, glätten: den Boden, die Treppe w. und bohnern; die Skier w.; gewachste Zahnseide, Schnürsenkel; <auch ohne Akk.-Obj.:> er hat falsch gewachst (das falsche Skiwachs benutzt).
wachsen  

wạch|sen (größer werden); du wächst, er wächst; du wuchsest, er wuchs; du wüchsest; gewachsen; wachs[e]!

wạch|sen (mit Wachs glätten); du wachst, er wachst; du wachs|test; gewachst; wachs[e]!
wachsen  

a) anschwellen, ansteigen, sich ausbreiten, sich ausdehnen, dicker/größer werden, sich erhöhen, höher/länger werden, steigen, sich vermehren, sich verschärfen, sich verstärken, sich vervielfachen, zunehmen; (bildungsspr.): expandieren.

b) anwachsen, [auf]blühen, sich entfalten, sich entwickeln, gedeihen, geraten, gut wachsen; (geh.): erblühen; (ugs.): angehen.

c) boomen, einen Aufschwung/Aufstieg erleben, florieren, sich fortentwickeln, Fortschritte machen, gut gehen, sich steigern, sich vergrößern; (geh.): voranschreiten; (ugs.): brummen, laufen, sich machen; (bes. Wirtsch.): prosperieren.

[1wachsen]
[wachse, wächst, wachst, wuchs, wuchst, wuchsen, wachsest, wachset, wüchse, wüchsest, wüchsen, wüchset, wachs, gewachsen, wachsend]

[ein]bohnern, einwachsen, mit Wachs bestreichen/einreiben; (südd., österr.): einlassen; (bayr., österr.): wachseln.
[2wachsen]
[wachse, wächst, wachst, wuchs, wuchst, wuchsen, wachsest, wachset, wüchse, wüchsest, wüchsen, wüchset, wachs, gewachsen, wachsend]
wachsen  

1wạch|sen <st. V.; ist> [mhd. wahsen, ahd. wahsan, urspr. = vermehren, zunehmen]:

1.
a)als lebender Organismus, als Teil eines lebenden Organismus an Größe, Länge, Umfang zunehmen, größer, länger, dicker werden: schnell, übermäßig, nur langsam w.; der Junge ist [ziemlich, wieder ein ganzes Stück] gewachsen; das Gras wächst üppig; die Haare, Fingernägel sind gewachsen; ich lasse mir einen Bart, die Haare, (ugs.:) lange Haare w.; den männlichen Tieren wächst ein Geweih; der Neubau wächst Meter um Meter (wird Meter um Meter höher); die Schatten wuchsen (geh.; wurden länger);

b)sich entwickeln (2 a) [können], gedeihen: diese Pflanze wächst überall [gut], nur auf sandigen Böden, vor allem an schattigen Standorten; hier wachsen nur Flechten und Moose; in dem Wald wachsen viele Beeren, Pfifferlinge; diese Früchte wachsen an Bäumen; <subst.:> der Baum braucht zum Wachsen ein ganz anderes Klima;

c)sich beim Wachsen (1 a) in bestimmter Weise entwickeln: der Baum wächst krumm, schön gerade; der Busch soll nicht zu sehr in die Breite w.; er ist schlank gewachsen (ist schlank); sie ist gut gewachsen (hat eine gute Figur);

d)sich beim Wachsen (1 a) irgendwo ausbreiten, in eine bestimmte Richtung ausdehnen: die Kletterpflanze wächst an der Mauer in die Höhe, bis aufs Dach, über den Zaun; der Ast wächst in den Garten des Nachbarn.



2.
a)an Größe, Ausmaß, Zahl, Menge o. Ä. zunehmen; sich ausbreiten, sich ausdehnen, sich vermehren: die Stadt, Einwohnerzahl wächst von Jahr zu Jahr; sein Vermögen, Reichtum wächst ständig; sein Vorsprung wächst noch; seine Familie ist inzwischen gewachsen; die Flut, das Hochwasser wächst (steigt); die wachsende Arbeitslosigkeit; wachsende Teilnehmerzahlen;

b)an Stärke, Intensität, Bedeutung o. Ä. gewinnen; stärker werden, zunehmen: seine Erregung, sein Ärger, der Widerstand, sein Zorn, ihr Einfluss wuchs immer mehr; der Lärm, der Schmerz, die Spannung wuchs ins Unerträgliche; sein Selbstbewusstsein wächst mit seinem Erfolg; er ist an seinen/mit seinen Aufgaben gewachsen (er hat an innerer Größe, Stärke zugenommen); sich wachsender Beliebtheit erfreuen; <oft im 1. Part.:> der wachsende Wohlstand des Landes; er hat mit wachsenden Schwierigkeiten zu kämpfen; sie hörte mit wachsendem Interesse, Erstaunen zu;

c)sich harmonisch, organisch entwickeln, allmählich entstehen: die Stadt, die Kultur ist in Jahrtausenden gewachsen; die Gewissheit wächst, dass die Schäden irreparabel sind; <meist im 2. Part.:> gewachsene Traditionen, Strukturen, Ordnungen, Bräuche; gewachsener (von Natur aus an Ort und Stelle befindlicher) Fels.



2wạch|sen <sw. V.; hat> [zu ↑ Wachs]: mit Wachs (bes. mit Bohnerwachs, Skiwachs o. Ä.) einreiben, glätten: den Boden, die Treppe w. und bohnern; die Skier w.; gewachste Zahnseide, Schnürsenkel; <auch ohne Akk.-Obj.:> er hat falsch gewachst (das falsche Skiwachs benutzt).
wachsen  

[sw. V.; hat] [zu Wachs]: mit Wachs (bes. mit Bohnerwachs, Skiwachs o.Ä.) einreiben, glätten: den Boden, die Treppe w. und bohnern; die Skier w.; gewachste Zahnseide, Schnürsenkel; [auch ohne Akk.-Obj.:] er hat falsch gewachst (das falsche Skiwachs benutzt).
wachsen  

n.
<[-ks-] V.t.; hat> mit Wachs einreiben; den Fußboden ~; die Skier ~
['wach·sen1]
[wachsens, wachse, wächst, wachsen, wachst, wuchs, wuchst, wuchsen, wachsest, wachset, wüchse, wüchsest, wüchsen, wüchset, wachs, gewachsen, wachsend]

n.
<[-ks-] V.i. 272; ist>
1 größer werden, zunehmen, steigen, sich ausdehnen
2 ;die Anforderungen sind (stark) gewachsen; die Einwohnerzahl, der Viehbestand ist gewachsen; seine Energie wächst mit seinen Aufgaben; der Junge ist im letzten Jahr ein großes Stück, tüchtig gewachsen; hier wächst viel Mais, Raps
3 ;sich einen Bart, das Haar ~ lassen
4 ;der Baum ist gerade, krumm, schief gewachsen; gut gewachsen sein einen schlanken, gut gebauten Körper haben;
5 sie ist ihm ans Herz gewachsen er hat sie sehr gern, sehr lieb gewonnen; plötzlich stand wie aus dem Boden gewachsen ein Mann vor ihm unerwartet, ohne dass er ihn gesehen hatte; in die Höhe, in die Breite ~ (von Pflanzen)
6 ;mit ~der Erregung, ~dem Interesse zuhören; gewachsener Boden natürlicher, noch unveränderter Erdboden; jmdm. gewachsen sein jmdm. an geistigen Fähigkeiten, Schlagfertigkeit, Körperkraft usw. gleichkommen, es mit jmdm. aufnehmen können; jmdm. nicht gewachsen sein jmdm. unterlegen sein; der Lage (nicht) gewachsen sein die Lage (nicht) beherrschen; einer Sache (nicht) gewachsen sein mit einer S. (nicht) fertig werden (können); [<mhd. wahsen <ahd. wahsan „größer werden“; verwandt mit wachen, Wucher]
['wach·sen2]
[wachsens, wachse, wächst, wachsen, wachst, wuchs, wuchst, wuchsen, wachsest, wachset, wüchse, wüchsest, wüchsen, wüchset, wachs, gewachsen, wachsend]