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wand  

Wạnd, die; -, Wände [mhd., ahd. want, zu 1↑ winden , also eigtl. = das Gewundene, Geflochtene (Wände wurden urspr. geflochten)]:

1.a)im Allgemeinen senkrecht aufgeführter Bauteil als seitliche Begrenzung eines Raumes, Gebäudes o. Ä.: eine dünne, massive, gemauerte, [nicht] tragende, gekachelte, unverputzte, gekalkte W.; die Wände sind sehr hellhörig; sie war, wurde weiß wie die W., wie eine W. (sehr bleich); eine W. hochziehen, aufmauern, einziehen, tapezieren, isolieren; eine W. einreißen; er starrte die W. an; du nimmst ja die ganze W. mit (ugs.; du beschmutzt dich, indem du die Wand streifst, mit der Kalkfarbe der Wand); [mit jmdm.] W. an W. (unmittelbar nebeneinander) wohnen; etw. an die W. werfen; etw., sich an die W. lehnen; Bilder an die W. hängen; gegen die W. schlagen, rennen; einen Nagel in die W. schlagen; ein Zimmer mit schrägen Wänden; der Schläfer drehte sich zur W. (zur Wandseite);

R da wackelt die W.! (ugs.; da geht es hoch her, da wird tüchtig gefeiert); die Wände haben Ohren (hier gibt es Lauscher); scheiß die W. an! (derb; Ausdruck der Enttäuschung, der Verärgerung); das/es ist, um die Wände/an den Wänden hochzugehen; da kann man die Wände/an den Wänden hochgehen! (ugs.; das ist doch unglaublich, empörend!);


*spanische W. (Wandschirm; H. u.); die [eigenen] vier Wände (ugs.; jmds. Wohnung od. Haus, jmds. Zuhause, in das er sich zurückziehen kann); ... dass die Wände wackeln (ugs.; 2↑ Heide 1 ); jmdn. an die W. drücken (ugs.; einen Konkurrenten o. Ä. rücksichtslos beiseite-, in den Hintergrund drängen); jmdn. an die W. spielen (jmdn. durch größeres Können [bes. als Schauspieler, Sportler] überflügeln. jmdn. durch geschickte Manöver ausschalten); jmdn. an die W. stellen (jmdn. [standrechtlich] erschießen; standrechtliche Erschießungen wurden gewöhnlich vor einer Wand od. Mauer vorgenommen): die Deserteure wurden an die W. gestellt; gegen eine W. reden (vergebens etw. durch Reden zu erreichen suchen; vergeblich jmdn. von etw. zu überzeugen suchen);

b)frei stehend aufgerichtete wandähnliche Platte o. Ä.: eine W. zum Ankleben von Plakaten; zwischen den beiden benachbarten Terrassen steht als Sichtschutz eine mannshohe W. aus Kunststoff; er sah sich einer W. von Schweigen, Misstrauen gegenüber.



2.a)Seiten- bzw. rückwärtiges Teil von Schränken o. Ä.: die seitliche, hintere W. des Schranks, der Kiste, des Schubfachs;

b)[innerer] umschließender Teil eines Hohlkörpers, Hohlorgans o. Ä.: die W. des Magens, des Darms, der Herzkammer; die Wände der Venen, Gefäße; die Kalkablagerungen an den Wänden der Rohre.



3.a)(bes. Bergsteigen) nur kletternd zu überwindende, steil aufragende Felswand (bes. im Gebirge): eine zerklüftete, fast senkrechte W.; eine W. bezwingen, erklettern; in eine W. einsteigen, gehen; in der W. hängen;

b)(Bergbau) [größeres] abgetrenntes Gesteinsstück;

c)kurz für ↑ Wolkenwand , ↑ Gewitterwand : das Flugzeug fliegt in eine W.

wạnd: 1↑ winden .
wand  

Wạnd, die; -, Wändewạnd vgl. wenden
Wand  

Mauer[werk], Wall.
[Wand]
[Wandes, Wands, Wande, Wände, Wänden]
wand  

Wạnd, die; -, Wände [mhd., ahd. want, zu 1↑ winden, also eigtl. = das Gewundene, Geflochtene (Wände wurden urspr. geflochten)]:

1.
a)im Allgemeinen senkrecht aufgeführter Bauteil als seitliche Begrenzung eines Raumes, Gebäudes o. Ä.: eine dünne, massive, gemauerte, [nicht] tragende, gekachelte, unverputzte, gekalkte W.; die Wände sind sehr hellhörig; sie war, wurde weiß wie die W., wie eine W. (sehr bleich); eine W. hochziehen, aufmauern, einziehen, tapezieren, isolieren; eine W. einreißen; er starrte die W. an; du nimmst ja die ganze W. mit (ugs.; du beschmutzt dich, indem du die Wand streifst, mit der Kalkfarbe der Wand); [mit jmdm.] W. an W. (unmittelbar nebeneinander) wohnen; etw. an die W. werfen; etw., sich an die W. lehnen; Bilder an die W. hängen; gegen die W. schlagen, rennen; einen Nagel in die W. schlagen; ein Zimmer mit schrägen Wänden; der Schläfer drehte sich zur W. (zur Wandseite);

Rda wackelt die W.! (ugs.; da geht es hoch her, da wird tüchtig gefeiert); die Wände haben Ohren (hier gibt es Lauscher); scheiß die W. an! (derb; Ausdruck der Enttäuschung, der Verärgerung); das/es ist, um die Wände/an den Wänden hochzugehen; da kann man die Wände/an den Wänden hochgehen! (ugs.; das ist doch unglaublich, empörend!);


*spanische W. (Wandschirm; H. u.); die [eigenen] vier Wände (ugs.; jmds. Wohnung od. Haus, jmds. Zuhause, in das er sich zurückziehen kann); ... dass die Wände wackeln (ugs.; 2↑ Heide 1); jmdn. an die W. drücken (ugs.; einen Konkurrenten o. Ä. rücksichtslos beiseite-, in den Hintergrund drängen); jmdn. an die W. spielen (jmdn. durch größeres Können [bes. als Schauspieler, Sportler] überflügeln. jmdn. durch geschickte Manöver ausschalten); jmdn. an die W. stellen (jmdn. [standrechtlich] erschießen; standrechtliche Erschießungen wurden gewöhnlich vor einer Wand od. Mauer vorgenommen): die Deserteure wurden an die W. gestellt; gegen eine W. reden (vergebens etw. durch Reden zu erreichen suchen; vergeblich jmdn. von etw. zu überzeugen suchen);

b)frei stehend aufgerichtete wandähnliche Platte o. Ä.: eine W. zum Ankleben von Plakaten; zwischen den beiden benachbarten Terrassen steht als Sichtschutz eine mannshohe W. aus Kunststoff; er sah sich einer W. von Schweigen, Misstrauen gegenüber.



2.
a)Seiten- bzw. rückwärtiges Teil von Schränken o. Ä.: die seitliche, hintere W. des Schranks, der Kiste, des Schubfachs;

b)[innerer] umschließender Teil eines Hohlkörpers, Hohlorgans o. Ä.: die W. des Magens, des Darms, der Herzkammer; die Wände der Venen, Gefäße; die Kalkablagerungen an den Wänden der Rohre.



3.
a)(bes. Bergsteigen) nur kletternd zu überwindende, steil aufragende Felswand (bes. im Gebirge): eine zerklüftete, fast senkrechte W.; eine W. bezwingen, erklettern; in eine W. einsteigen, gehen; in der W. hängen;

b)(Bergbau) [größeres] abgetrenntes Gesteinsstück;

c)kurz für ↑ Wolkenwand, ↑ Gewitterwand: das Flugzeug fliegt in eine W.

wạnd: 1↑ winden.
wand  

n.
<f. 7u>
1 seitl. Begrenzung eines Raumes (Gefäß~, Zimmer~, Holz~); Trennungsfläche zwischen Räumen (Zwischen~); steiler Bergabhang (Berg~, Fels~); <Bgb.> größeres Gesteinsstück; <fig.> steil aufragende, große Fläche (Wolken~)
2 ;eine ~ bezwingen, erklettern (beim Bergsteigen); hier haben die Wände Ohren <fig.> hier wird man belauscht; zwischen uns steht eine ~ <fig.> wir verstehen einander nicht, sind einander fremd; die Wände tünchen, tapezieren, weißen
3 in seinen vier Wänden <fig.> daheim, zu Hause; spanische ~ zusammenklappbare Wand aus mehreren, mit Stoff od. Papier bespannten, durch Scharniere verbundenen Holzrahmen;
4 jmdn. an die ~ drücken <fig.> jmdn. in seinem Wirken behindern, nicht zu Wort kommen lassen, indem man sich selbst hervortut; zusehen, dass man mit dem Rücken an die ~ kommt <fig.; umg.> seinen Vorteil wahren; ich hätte vor Schmerzen an den Wänden hinaufklettern, hochgehen können <fig.; umg.> das ist, um an den Wänden hochzugehen <fig.; umg.> das ist empörend, zum Verzweifeln; die anderen Schauspieler an die ~ spielen <fig.> so viel besser spielen, dass die anderen Sch. kaum zur Geltung kommen; jmdn. an die ~ stellen <fig.> erschießen; ~ an ~ wohnen unmittelbar nebeneinander, benachbart; mit dem Kopf durch die ~ wollen <fig.> alles od. das Unmögliche durchsetzen wollen; ich könnte vor Schmerzen mit dem Kopf gegen die ~ rennen <umg.> bei ihm redet man wie gegen eine ~ <umg.> er ist nicht einsichtig, nicht zu überzeugen; mit dem Rücken zur ~ kämpfen, stehen <fig.> sich in einer nahezu ausweglosen Situation zu behaupten suchen;
5 sie wurde weiß wie eine ~, wie die ~ sehr blass, ganz weiß; [<ahd. want urspr. „Geflecht“ (das mit Lehm bestrichen wird); zu winden „flechten“]
[Wand]
[Wandes, Wands, Wande, Wände, Wänden]n.
winden
[wand]
[wandes, wands, wande, wände, wänden]