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Wasser  

Wạs|ser, das; -s, - u. Wässer [mhd. waʒʒer, ahd. waʒʒar, eigtl. = das Feuchte, Fließende]:

1.a)<Pl. Wässer> (aus einer Wasserstoff-Sauerstoff-Verbindung bestehende) durchsichtige, weitgehend farb-, geruch- u. geschmacklose Flüssigkeit, die bei 0 °C gefriert u. bei 100 °C siedet: klares, sauberes, frisches, abgestandenes, kaltes, lauwarmes, schmutziges, gechlortes, trübes, kalkhaltiges, hartes, weiches, enthärtetes W.; W. zum Waschen; geweihtes W.; ein Glas, ein Eimer W.; ein Tropfen, ein Liter W.; ein Zimmer mit fließendem W.; W. mit Geschmack (landsch.; Limonade); stilles W. (Mineralwasser ohne, mit wenig Kohlensäure); schweres W. (Chemie; Wasser, das statt des gewöhnlichen Wasserstoffs schweren Wasserstoff, Deuterium, enthält); W. verdunstet, verdampft, gefriert; das W. kocht, siedet; das W. tropft, rinnt, fließt, sprudelt, spritzt [aus dem Hahn]; W. holen, schöpfen, filtern, aufbereiten, destillieren; W. [für den Kaffee] aufsetzen; W. in die Badewanne einlaufen lassen; W. trinken; er hat beim Schwimmen W. geschluckt; eine W. abweisende, abstoßende Imprägnierung; das [heiße, kalte] W. (den Hahn für [heißes, kaltes] Wasser) aufdrehen, abdrehen; eine W. führende Schicht; der Keller steht unter W. (im Keller steht Wasser); die Blumen ins W. (in eine Vase mit Wasser) stellen; etw. unter W. setzen (überschwemmen, -fluten);

R das wäscht kein W. ab (diese Schande o. Ä. ist durch nichts zu tilgen); da wird auch nur mit W. gekocht, da kochen sie auch nur mit W. (sie vollbringen auch nichts Überdurchschnittliches; urspr. bezogen auf die [wirtschaftlichen] Verhältnisse ärmerer Leute, bei denen mit Wasser statt mit Wein, Fleischbrühe o. Ä. gekocht wurde); W. marsch! (Kommando zum Inbetriebsetzen einer Feuerspritze, einer Wasserkanone o. Ä.);


*W. in ein Sieb/mit einem Sieb schöpfen (sich mit etw. von vornherein Aussichtslosem, mit etw. Unmöglichem abmühen); [jmdm.] W. in den Wein gießen/schütten ([bei jmdm.] die Begeisterung dämpfen); jmdm. nicht das W. reichen können (jmdm. an Fähigkeiten, Leistungen nicht annähernd gleichkommen; im MA. wurde vor den Mahlzeiten Wasser zur Reinigung der Hände herumgereicht; die Wendung meinte urspr., dass jmd. es nicht einmal wert sei, diese niedrige Tätigkeit auszuüben); reinsten -s/von reinstem W. (von besonders klarem Glanz, besonderer Leuchtkraft: ein Diamant von reinstem W.; in der Fachsprache der Diamantenschleifer wird mit »erstes, zweites, drittes usw. Wasser« der Reinheitsgrad der Diamanten bezeichnet. von besonderer Ausprägung: ein Egoist reinsten -s); bei W. und Brot sitzen (veraltend; im Gefängnis sein); zu W. werden (sich nicht verwirklichen lassen u. sich in nichts auflösen);

b)<Pl. -> Wasser (1 a) eines Gewässers; ein Gewässer bildendes Wasser (1 a) : auflaufendes, ablaufendes W.; das W. steht, strömt, rauscht, plätschert, steigt, tritt über die Ufer, überschwemmt das Land; das W. ist sehr tief; das W. des Bachs treibt eine Mühle; das W. trägt [nicht]; im Sommer führt der Fluss wenig W.; das Haus steht direkt am W. (steht am Ufer, am Strand); der Transport auf dem W. (mit Schiffen); etw. schwimmt, treibt auf dem W.; ins W. fallen; diese Tiere leben im W.; die Kinder planschten im W.; bist du heute schon im W. gewesen? (hast du schon gebadet, geschwommen?); er konnte sich kaum über W. halten (drohte unterzugehen); der Taucher blieb lange unter W.; man kann diesen Ort zu W. oder zu Land (auf dem Wasser od. auf dem Land fahrend) erreichen; die Boote wurden zu W. gelassen;

R bis dahin fließt noch viel W. den Berg, den Bach, den Rhein o. Ä. hinunter (bis das eintritt, wird noch viel Zeit vergehen);
W. hat keine/(selten:) keinen Balken (im Wasser kann man leicht umkommen);

*das W. steht jmdm. bis zum Hals/bis zur Kehle/bis an die Kehle (jmd. steckt in Schulden, ist in großen Schwierigkeiten); W. auf jmds. Mühlen sein (etw. sein, was jmds. Argumentation entgegenkommt, seine Ansicht unterstützt); W. treten (sich durch schnelles Treten über Wasser halten. in knöcheltiefem, kaltem Wasser umhergehen [als Heilverfahren]); jmdm. das W. abgraben (jmds. Existenzgrundlage gefährden, jmdn. seiner Wirkungsmöglichkeiten berauben; wahrsch. urspr. auf den Betrieb der Wassermühle bezogen; wer den Wasserzulauf verändert - z. B. durch das Graben eines neuen Bachbettes -, sodass das Mühlrad nicht mehr od. mit weniger Kraft angetrieben wird, kann die Mühle stilllegen); nah[e] am/ans W. gebaut haben (ugs.; leicht in Tränen ausbrechen; drückt aus, dass jmd. den Tränen so nahe ist wie ein am Ufer gebautes Haus dem Wasser); wie aus dem W. gezogen sein (ugs.; völlig nass geschwitzt sein); ins W. fallen (nicht stattfinden, nicht durchgeführt werden können): unsere Reise ist durch seine Krankheit leider ins W. gefallen; ins W. gehen (verhüll.; sich ertränken); ins kalte W. springen, geworfen werden (ugs.; es wagen, sich gezwungen sehen, eine Tätigkeit aufzunehmen, die einem völlig neu, unvertraut ist); mit allen -n gewaschen sein (ugs.; aufgrund bestimmter praktischer Erfahrungen sich nicht so leicht überrumpeln, überraschen lassen, sondern diese Erfahrungen schlau für seine Ziele ausnutzen; urspr. in Bezug auf Seeleute, die schon mit dem Wasser verschiedener Ozeane in Berührung gekommen waren, also weit gereist u. daher sehr erfahren waren); sich, (seltener:) jmdn. über W. halten (seltener; durch etw. mühsam seine, jmds. Existenzgrundlage sichern): sich mit Gelegenheitsjobs über W. halten.



2.<Pl. -> Gewässer: ein tiefes, [langsam, schnell] fließendes W.; stille W. sind/gründen tief (hinter stillen, ihre Gefühle u. Ansichten nicht äußernden Menschen verbirgt sich mehr, als man denkt);

*ein stilles W. sein (still, zurückhaltend in der Äußerung seiner Gefühle u. Ansichten [u. schwer zu durchschauen] sein).


3. <Pl. Wässer> [alkoholische] wässrige Flüssigkeit: wohl riechende, duftende Wässer; kölnisch[es] W.


4.<o. Pl.> a)wässrige Flüssigkeit, die sich im Körper bildet: W. (eine krankhafte Ansammlung von Gewebsflüssigkeit) [in den Beinen] haben;

*jmdm. läuft das W. im Mund zusammen (ugs.; jmd. bekommt bei verlockend zubereitetem Essen sogleich Appetit);

b)(ugs.) Schweiß: das W. lief ihm von der Stirn;

c)(verhüll.) Urin: das W. nicht halten können; W. lassen (verhüll.; urinieren);

*sein W./sich das W. abschlagen (salopp; [von Männern] urinieren);

d)Tränenflüssigkeit.

wasser  

Wạs|ser, das; -s, Plur. - und (für Mineral-, Spül-, Speise-, Abwasser u._a.:) Wässer; leichtes, schweres Wasser (Chemie); zu Wasser und zu Land[e]; eine Wasser abstoßende, Wasser abweisende od. wasserabstoßende, wasserabweisende Imprägnierung, aber nur dieses Gewebe ist besonders wasserabweisend, dieser Stoff ist noch wasserabweisender als jener wasserhelle Augen
Wasser  


1. Flüssigkeit, Trinkwasser; (geh.): das nasse Element; (dichter.): Nass; (scherzh.): das feuchte Element; (ugs. scherzh.): Gänsewein; (Fachspr., ugs. scherzh.): H2O.

2. Gewässer.

3. a) Schweiß; (ugs.): Brühe, Suppe.

b) (Kinderspr.): Pipi; (Med.): Urin; (Physiol., Med.): Harn.

c) Tränen[fluss], Tränenflüssigkeit; (schweiz., sonst dichter.): Augenwasser; (landsch., sonst dichter. veraltet): Zähren; (Med.): Epiphora.

[Wasser]
[Wassers, Wässer, Wassern, Wässern]
Wasser  

Wạs|ser, das; -s, - u. Wässer [mhd. waʒʒer, ahd. waʒʒar, eigtl. = das Feuchte, Fließende]:

1.
a)<Pl. Wässer> (aus einer Wasserstoff-Sauerstoff-Verbindung bestehende) durchsichtige, weitgehend farb-, geruch- u. geschmacklose Flüssigkeit, die bei 0 °C gefriert u. bei 100 °C siedet: klares, sauberes, frisches, abgestandenes, kaltes, lauwarmes, schmutziges, gechlortes, trübes, kalkhaltiges, hartes, weiches, enthärtetes W.; W. zum Waschen; geweihtes W.; ein Glas, ein Eimer W.; ein Tropfen, ein Liter W.; ein Zimmer mit fließendem W.; W. mit Geschmack (landsch.; Limonade); stilles W. (Mineralwasser ohne, mit wenig Kohlensäure); schweres W. (Chemie; Wasser, das statt des gewöhnlichen Wasserstoffs schweren Wasserstoff, Deuterium, enthält); W. verdunstet, verdampft, gefriert; das W. kocht, siedet; das W. tropft, rinnt, fließt, sprudelt, spritzt [aus dem Hahn]; W. holen, schöpfen, filtern, aufbereiten, destillieren; W. [für den Kaffee] aufsetzen; W. in die Badewanne einlaufen lassen; W. trinken; er hat beim Schwimmen W. geschluckt; eine W. abweisende, abstoßende Imprägnierung; das [heiße, kalte] W. (den Hahn für [heißes, kaltes] Wasser) aufdrehen, abdrehen; eine W. führende Schicht; der Keller steht unter W. (im Keller steht Wasser); die Blumen ins W. (in eine Vase mit Wasser) stellen; etw. unter W. setzen (überschwemmen, -fluten);

Rdas wäscht kein W. ab (diese Schande o. Ä. ist durch nichts zu tilgen); da wird auch nur mit W. gekocht, da kochen sie auch nur mit W. (sie vollbringen auch nichts Überdurchschnittliches; urspr. bezogen auf die [wirtschaftlichen] Verhältnisse ärmerer Leute, bei denen mit Wasser statt mit Wein, Fleischbrühe o. Ä. gekocht wurde); W. marsch! (Kommando zum Inbetriebsetzen einer Feuerspritze, einer Wasserkanone o. Ä.);


*W. in ein Sieb/mit einem Sieb schöpfen (sich mit etw. von vornherein Aussichtslosem, mit etw. Unmöglichem abmühen); [jmdm.] W. in den Wein gießen/schütten ([bei jmdm.] die Begeisterung dämpfen); jmdm. nicht das W. reichen können (jmdm. an Fähigkeiten, Leistungen nicht annähernd gleichkommen; im MA. wurde vor den Mahlzeiten Wasser zur Reinigung der Hände herumgereicht; die Wendung meinte urspr., dass jmd. es nicht einmal wert sei, diese niedrige Tätigkeit auszuüben); reinsten -s/von reinstem W. (von besonders klarem Glanz, besonderer Leuchtkraft: ein Diamant von reinstem W.; in der Fachsprache der Diamantenschleifer wird mit »erstes, zweites, drittes usw. Wasser« der Reinheitsgrad der Diamanten bezeichnet. von besonderer Ausprägung: ein Egoist reinsten -s); bei W. und Brot sitzen (veraltend; im Gefängnis sein); zu W. werden (sich nicht verwirklichen lassen u. sich in nichts auflösen);

b)<Pl. ->
Wasser (1 a) eines Gewässers; ein Gewässer bildendes Wasser (1 a): auflaufendes, ablaufendes W.; das W. steht, strömt, rauscht, plätschert, steigt, tritt über die Ufer, überschwemmt das Land; das W. ist sehr tief; das W. des Bachs treibt eine Mühle; das W. trägt [nicht]; im Sommer führt der Fluss wenig W.; das Haus steht direkt am W. (steht am Ufer, am Strand); der Transport auf dem W. (mit Schiffen); etw. schwimmt, treibt auf dem W.; ins W. fallen; diese Tiere leben im W.; die Kinder planschten im W.; bist du heute schon im W. gewesen? (hast du schon gebadet, geschwommen?); er konnte sich kaum über W. halten (drohte unterzugehen); der Taucher blieb lange unter W.; man kann diesen Ort zu W. oder zu Land (auf dem Wasser od. auf dem Land fahrend) erreichen; die Boote wurden zu W. gelassen;

Rbis dahin fließt noch viel W. den Berg, den Bach, den Rhein o. Ä. hinunter (bis das eintritt, wird noch viel Zeit vergehen);
W. hat keine/(selten:) keinen Balken (im Wasser kann man leicht umkommen);

*das W. steht jmdm. bis zum Hals/bis zur Kehle/bis an die Kehle (jmd. steckt in Schulden, ist in großen Schwierigkeiten); W. auf jmds. Mühlen sein (etw. sein, was jmds. Argumentation entgegenkommt, seine Ansicht unterstützt); W. treten (sich durch schnelles Treten über Wasser halten. in knöcheltiefem, kaltem Wasser umhergehen [als Heilverfahren]); jmdm. das W. abgraben (jmds. Existenzgrundlage gefährden, jmdn. seiner Wirkungsmöglichkeiten berauben; wahrsch. urspr. auf den Betrieb der Wassermühle bezogen; wer den Wasserzulauf verändert - z. B. durch das Graben eines neuen Bachbettes -, sodass das Mühlrad nicht mehr od. mit weniger Kraft angetrieben wird, kann die Mühle stilllegen); nah[e] am/ans W. gebaut haben (ugs.; leicht in Tränen ausbrechen; drückt aus, dass jmd. den Tränen so nahe ist wie ein am Ufer gebautes Haus dem Wasser); wie aus dem W. gezogen sein (ugs.; völlig nass geschwitzt sein); ins W. fallen (nicht stattfinden, nicht durchgeführt werden können): unsere Reise ist durch seine Krankheit leider ins W. gefallen; ins W. gehen (verhüll.; sich ertränken); ins kalte W. springen, geworfen werden (ugs.; es wagen, sich gezwungen sehen, eine Tätigkeit aufzunehmen, die einem völlig neu, unvertraut ist); mit allen -n gewaschen sein (ugs.; aufgrund bestimmter praktischer Erfahrungen sich nicht so leicht überrumpeln, überraschen lassen, sondern diese Erfahrungen schlau für seine Ziele ausnutzen; urspr. in Bezug auf Seeleute, die schon mit dem Wasser verschiedener Ozeane in Berührung gekommen waren, also weit gereist u. daher sehr erfahren waren); sich, (seltener:) jmdn. über W. halten (seltener; durch etw. mühsam seine, jmds. Existenzgrundlage sichern): sich mit Gelegenheitsjobs über W. halten.



2.<Pl. -> Gewässer: ein tiefes, [langsam, schnell] fließendes W.; stille W. sind/gründen tief (hinter stillen, ihre Gefühle u. Ansichten nicht äußernden Menschen verbirgt sich mehr, als man denkt);

*ein stilles W. sein (still, zurückhaltend in der Äußerung seiner Gefühle u. Ansichten [u. schwer zu durchschauen] sein).


3. <Pl. Wässer> [alkoholische] wässrige Flüssigkeit: wohl riechende, duftende Wässer; kölnisch[es] W.


4.<o. Pl.>
a)wässrige Flüssigkeit, die sich im Körper bildet: W. (eine krankhafte Ansammlung von Gewebsflüssigkeit) [in den Beinen] haben;

*jmdm. läuft das W. im Mund zusammen (ugs.; jmd. bekommt bei verlockend zubereitetem Essen sogleich Appetit);

b)(ugs.) Schweiß: das W. lief ihm von der Stirn;

c)(verhüll.) Urin: das W. nicht halten können; W. lassen (verhüll.; urinieren);

*sein W./sich das W. abschlagen (salopp; [von Männern] urinieren);

d)Tränenflüssigkeit.

Wasser  

n.
<n. 13; bei Mineralwasser u.Ä. auch: n. 13u>
1 farblose, bei 0°C gefrierende Flüssigkeit, chem. Formel H<sub>2</sub>O; Inhalt von Meer, See, Fluss (Fluß~, Meer~, Quell~, Leitungs~, Regen~, See~, Trink~); Flüssigkeit zu Heil- od. kosmet. Zwecken (Gesichts~, Haar~, Mineral~); mehr od. minder klare, vom Körper gebildete Flüssigkeit: Tränen, Schweiß, Speichel, Lymphe, Harn
2 ;ein Becher, Eimer, Glas, Topf (voll) ~
3 jmdm. das ~ abgraben <fig.> jmds. Wirksamkeit einschränken, seine Existenz gefährden; sein ~ abschlagen Harn abgehen lassen, harnen, urinieren; ~ brodelt, kocht, siedet; ~ fassen, nehmen <Mar.; Eisenb.> Wasservorrat aufnehmen; das ~ fließt, rauscht, schwillt, spritzt, strömt; ihm floss das ~ von der Stirn der Schweiß; ~ hat keine Balken <Sprichw.> im Wasser muss man schwimmen können, Wasser hält niemanden fest; das ~, sein ~ nicht halten können, Wasser hält niemanden fest; ~ holen, kochen, schöpfen, trinken; ~ lassen Harn abgehen lassen, harnen, urinieren; er kann ihm nicht das ~ reichen <fig.> er kommt ihm nicht gleich, er ist ihm unterlegen; das ~ schoss ihm in die Augen er begann unwillkürlich zu weinen; ~ schlucken (beim Schwimmen, Tauchen); ~ mit einem Sieb schöpfen <fig.> sich vergebl. Mühe machen; das ~ steht ihm bis zum Halse <fig.> er befindet sich in bedrängter (finanzieller) Lage; das ~ stürzte ihr aus den Augen; ~ treten sich durch tretende Beinbewegungen senkrecht an einer Stelle im Wasser halten; zusammenlaufen: das ~ läuft einem im Munde zusammen Speichel bildet sich vor Appetit, Gier auf den Genuss;
4 fließendes ~ Fluss, Bach; Zimmer mit fließendem ~ mit Wasserleitung; gebrannte ~ <schweiz.> Schnäpse; hartes, weiches ~; flaches, seichtes, tiefes ~; kaltes, warmes, heißes, kochendes ~; klares, trübes, frisches, reines, kaltes, warmes ~; ein Edelstein reinsten ~s von vollkommener Reinheit, Durchsichtigkeit; ein Berliner reinsten ~s <fig.> ein ganz echter, unverfälschter B.; stehendes ~ Teich, See; stille ~ sind tief <fig.> hinter der ruhigen, verschlossenen Außenseite eines Menschen verbirgt sich oft mehr, als es den Anschein hat; bis dahin läuft noch viel ~ den Berg hinunter <fig.> bis dahin geschieht noch manches; ihre Augen standen voll ~; wohlriechende Wässer
5 nahe ans ~ gebaut haben <fig.; umg.> leicht weinen; das ist ~ auf seine Mühlen <fig.> das unterstützt seine Meinung; wie aus dem ~ gezogen <umg.> völlig durchnässt; bei ~ und Brot eingesperrt sein; munter wie ein Fisch im ~ sein; das war ein Schlag ins ~ <fig.> ein nutzloses Unternehmen; ins ~ fallen, gleiten, springen, stürzen; das Fest, Unternehmen ist ins ~ gefallen <fig.> hat nicht stattgefunden, ist nicht durchgeführt worden; ins ~ gehen <fig.> sich ertränken; ~ in den Beinen, im Leib haben krankhafte Wasseransammlung in den Geweben der Beine, des Leibes; ~ in die Elbe, den Rhein, ins Meer tragen <fig.> etwas Überflüssiges tun; jmdm. ~ in den Wein gießen <fig.> seine Begeisterung dämpfen; es wird überall nur mit ~ gekocht <fig.> es wird überall genauso gearbeitet, es wird woanders nichts anders, besser gemacht; mit allen ~n gewaschen sein <fig.> gerissen, raffiniert sein, alle Schliche, (geschäftl.) Tricks kennen; sich über ~ halten (von Schiffbrüchigen); sich (mühsam) über ~ halten <fig.> (mühsam) sein Leben fristen, seine Existenz erhalten; übers große ~ fahren <fig.> nach Übersee; unter ~ schwimmen; die Wiesen stehen unter ~ sind überschwemmt; der Vorwurf, die Rüge läuft an ihm ab wie ~ <umg.> hinterlässt bei ihm keinen Eindruck; ein Boot zu ~ bringen, lassen; sich zu ~ und zu Lande fortbewegen können (Tier, Fahrzeug); einen Ort zu Lande und zu ~ erreichen können auf dem Land- u. auf dem Wasserweg; zu ~ gehen sich auf dem Wasser niederlassen(vom Wasserflugzeug); [<mhd. wazzer <ahd. wazzar <got. wato <idg. *uedor „Wasser“, *(a)ued- „benetzen, befeuchten, fließen“; waschen]
['Was·ser]
[Wassers, Wässer, Wassern, Wässern]