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weichen  

1wei|chen <sw. V.> [mhd., ahd. weichen]:

1.[durch Liegen in Flüssigkeit o. Ä.] weich werden <ist>: die Wäsche, die Bohnen einige Stunden w. lassen.


2.(seltener) weich machen <hat>.


2wei|chen <st. V.; ist> [mhd. wīchen, ahd. wīchan, eigtl. = ausbiegen, nachgeben, verw. mit 1↑ Weide ]:

1.sich von jmdm., etw. entfernen; weggehen: jmdm. nicht von der Seite/nicht von jmds. Seite w.; er wich nicht von ihrem [Kranken]bett; sie wichen keinen Schritt von ihrem Weg.


2.(bes. einer Übermacht o. Ä.) Platz machen, das Feld überlassen: der Gewalt, dem Feind w.; die alten Bäume mussten einem Neubau w.


3.(geh.) allmählich nachlassen, seine Wirkung verlieren, schwinden, verschwinden: alle Unruhe war [von ihm] gewichen.
weichen  

wei|chen (einweichen, weich machen, weich werden); du weichtest; geweicht; weich[e]!

wei|chen (zurückgehen; nachgeben); du wichst; du wichest; gewichen; weich[e]!
weichen  


1. sich abkehren, abrücken, sich absondern, sich abwenden, aus dem Blick verlieren, auseinandergehen, auseinanderstreben, außer Reichweite geraten, ausweichen, beiseitetreten, davongehen, sich distanzieren, sich entfernen, fortgehen, verlassen, sich wegbewegen, weggehen, wegsteuern, zurücktreten, sich zurückziehen; (geh.): entschwinden, sich fortbegeben, scheiden, schwinden, seines Weges/seiner Wege gehen, sich wegbegeben; (bildungsspr., oft scherzh.) retirieren; (bildungsspr. veraltend): sich absentieren.

2. a) abmarschieren, das Feld überlassen, den Vortritt lassen, Platz machen; (Milit.): sich absetzen, abziehen; (bes. Milit.): abrücken, sich zurückziehen.

b) abgehen/abkommen von, ablassen/absehen von, aufgeben, nachgeben, nicht beibehalten, resignieren, sich trennen, Valet sagen, verloren geben, verwerfen, verzichten; (geh.): Abstand nehmen, abstehen, aufopfern, entsagen, preisgeben, zu Grabe tragen; (ugs.): sich abschminken, abschreiben, abspringen, aufstecken, bleiben lassen, hinwerfen, lockerlassen, sein lassen, stecken, streichen, sich verabschieden von, sich verkneifen; (salopp): hinschmeißen; (geh. veraltend): entraten.

3. abebben, abflauen, abfallen, abklingen, abnehmen, sich geben, sich legen, nachlassen, sich reduzieren, schrumpfen, sinken, verebben, verfliegen, sich verflüchtigen, vergehen, sich verlieren, sich vermindern, verrauchen, sich verringern, verschwinden, vorbeigehen, vorübergehen, zurückgehen; (geh.): verblassen, versiegen.

[weichen]
[weiche, weichst, weicht, wich, wichst, wichen, wicht, weichest, weichet, wiche, wichest, wichet, weich, gewichen, weichend]
weichen  

1wei|chen <sw. V.> [mhd., ahd. weichen]:

1.[durch Liegen in Flüssigkeit o. Ä.] weich werden <ist>: die Wäsche, die Bohnen einige Stunden w. lassen.


2.(seltener) weich machen <hat>.


2wei|chen <st. V.; ist> [mhd. wīchen, ahd. wīchan, eigtl. = ausbiegen, nachgeben, verw. mit 1↑ Weide]:

1.sich von jmdm., etw. entfernen; weggehen: jmdm. nicht von der Seite/nicht von jmds. Seite w.; er wich nicht von ihrem [Kranken]bett; sie wichen keinen Schritt von ihrem Weg.


2.(bes. einer Übermacht o. Ä.) Platz machen, das Feld überlassen: der Gewalt, dem Feind w.; die alten Bäume mussten einem Neubau w.


3.(geh.) allmählich nachlassen, seine Wirkung verlieren, schwinden, verschwinden: alle Unruhe war [von ihm] gewichen.
weichen  

[sw. V.] [mhd., ahd. weichen]: 1. [durch Liegen in Flüssigkeit o.Ä.] weich werden [ist]: die Wäsche, die Bohnen einige Stunden w. lassen. 2. (seltener) weich machen [hat].
weichen  

v.
1 <V.i.; ist> weich werden; die Brötchen müssen (in der Milch, im Wasser) noch etwas ~
2 <V.t.; hat> weich machen, einweichen, aufweichen
['wei·chen1]
[weiche, weichst, weicht, weichen, wich, wichst, wichen, wicht, weichest, weichet, wiche, wichest, wichet, weich, gewichen, weichend]

v.
<V.i. 276; ist> nachgeben, sich zurückziehen, weggehen; sich besiegt, geschlagen geben; wir mussten der Übermacht ~; der Schrank wankt und weicht nicht ist nicht von der Stelle zu bringen; er wankte und wich nicht er ging nicht fort, blieb hartnäckig sitzen, stehen; ich werde nicht wanken und nicht ~, bis du mir versprichst … so lange warten, hierbleiben; alles Blut war aus ihrem Gesicht gewichen sie war sehr blass geworden; der Boden wich unter meinen Füßen; von etwas, von jmdm. ~ etwas, jmdn. verlassen, von etwas, von jmdm. weggehen; weiche von mir! <poet.> jmdm. nicht von der Seite ~; nicht von der Stelle ~ [<mhd. wichen <ahd. wihhan <germ. *wiq- „jmdm. Platz machen, nachgeben“; verwandt mit Wechsel, Woche, Weide, Weiche]
['wei·chen2]
[weiche, weichst, weicht, weichen, wich, wichst, wichen, wicht, weichest, weichet, wiche, wichest, wichet, weich, gewichen, weichend]