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Welle  

Wẹl|le, die; -, -n [mhd. welle = Reisigbündel; zylindrischer Körper; Wasserwoge, ahd. wella = Wasserwoge, zu mhd. wellen, ahd. wellan = wälzen, zu 1↑ wallen ]:

1.der aus der Wasseroberfläche sich für kurze Zeit hervorwölbende Teil bei bewegtem Wasser: hohe, schäumende -n; die -n gehen hoch; die -n rollen, schlagen, klatschen ans Ufer, brechen sich an den Klippen, branden gegen die Küste; der Kamm einer W.; das Boot treibt, schaukelt auf den -n; in den -n versinken, ertrinken; sich von den -n tragen lassen; von den -n fortgerissen, verschlungen werden; eine W. der Wut stieg in ihm hoch; die -n [der Begeisterung] gingen hoch (es herrschte große Begeisterung); die -n [der Erregung] haben sich wieder geglättet;

*-n reiten (Sport; surfen).


2.a)etw., was in großem Ausmaß bzw. in mehr od. weniger dichter Folge in Erscheinung tritt [u. sich ausbreitet, steigert]: etw. löst eine W. von Protesten aus; Jagdbomber flogen in vier -n Angriffe gegen die Stadt;

*grüne W. (zeitlich in der Weise abgestimmte Einstellung der Verkehrsampeln auf einer Strecke, dass ein Autofahrer bei Einhaltung einer bestimmten Geschwindigkeit an den Ampeln nicht zu halten braucht, weil er immer grünes Licht hat): bei 70 km/h grüne W. haben; -n schlagen (Auswirkungen haben; Erregung, Aufsehen verursachen); hohe -n schlagen (allgemein große Erregung auslösen);

b)etw., was plötzlich u. in größerem Ausmaß aktuell ist: die neue W. in der Mode betont das Weibliche; die weiche W. (ugs.; allgemein vorherrschende Nachgiebigkeit, Konzilianz, z. B. in der Politik, im Strafvollzug).



3.a)wellige Stelle des [Kopf]haars: sich -n legen lassen;

b)flache wellenförmige [Boden]erhebung: -n im Gelände, im Teppich[boden].



4.a)(Physik) Schwingung, die sich fortpflanzt: kurze, lange, elektromagnetische, seismische -n; die -n des Lichts, Schalls;

b)(Rundf.) Wellenlänge, Frequenz: die Station sendet ab morgen auf einer anderen W.



5.(Technik) stabförmiges Maschinenteil zur Übertragung von Drehbewegungen: die W. ist gebrochen; das Aggregat wird über eine W. angetrieben.


6.(Turnen) Umschwung (2) .
Welle  

Wẹl|le, die; -, -n; grüne Welle; [auf] Wellen reiten
Welle  


1. (geh.): Woge.

2. a) Berg, Masse, Menge, Schub, Schwall, Stoß; (geh.): Flut, Meer; (ugs.): Haufen, Ladung, Schwung.

b) Bewegung, Entwicklung, Mode, Richtung, Strömung, Trend; (ugs.): Kult.

3. Haarbüschel, [Haar]locke; (österr. ugs.): Schneckerl; (ugs. scherzh.): Damenwinker, Herrenwinker; (ugs. spött.): Schmachtlocke.

4. Schwingungen; (Physik): Frequenz; (Rundf.): Wellenlänge; (Rundf., Ferns.): Kanal.

[Welle]
[Wellen]
Welle  

Wẹl|le, die; -, -n [mhd. welle = Reisigbündel; zylindrischer Körper; Wasserwoge, ahd. wella = Wasserwoge, zu mhd. wellen, ahd. wellan = wälzen, zu 1↑ wallen]:

1.der aus der Wasseroberfläche sich für kurze Zeit hervorwölbende Teil bei bewegtem Wasser: hohe, schäumende -n; die -n gehen hoch; die -n rollen, schlagen, klatschen ans Ufer, brechen sich an den Klippen, branden gegen die Küste; der Kamm einer W.; das Boot treibt, schaukelt auf den -n; in den -n versinken, ertrinken; sich von den -n tragen lassen; von den -n fortgerissen, verschlungen werden; eine W. der Wut stieg in ihm hoch; die -n [der Begeisterung] gingen hoch (es herrschte große Begeisterung); die -n [der Erregung] haben sich wieder geglättet;

*-n reiten (Sport; surfen).


2.
a)etw., was in großem Ausmaß bzw. in mehr od. weniger dichter Folge in Erscheinung tritt [u. sich ausbreitet, steigert]: etw. löst eine W. von Protesten aus; Jagdbomber flogen in vier -n Angriffe gegen die Stadt;

*grüne W. (zeitlich in der Weise abgestimmte Einstellung der Verkehrsampeln auf einer Strecke, dass ein Autofahrer bei Einhaltung einer bestimmten Geschwindigkeit an den Ampeln nicht zu halten braucht, weil er immer grünes Licht hat): bei 70 km/h grüne W. haben; -n schlagen (Auswirkungen haben; Erregung, Aufsehen verursachen); hohe -n schlagen (allgemein große Erregung auslösen);

b)etw., was plötzlich u. in größerem Ausmaß aktuell ist: die neue W. in der Mode betont das Weibliche; die weiche W. (ugs.; allgemein vorherrschende Nachgiebigkeit, Konzilianz, z. B. in der Politik, im Strafvollzug).



3.
a)wellige Stelle des [Kopf]haars: sich -n legen lassen;

b)flache wellenförmige [Boden]erhebung: -n im Gelände, im Teppich[boden].



4.
a)(Physik) Schwingung, die sich fortpflanzt: kurze, lange, elektromagnetische, seismische -n; die -n des Lichts, Schalls;

b)(Rundf.) Wellenlänge, Frequenz: die Station sendet ab morgen auf einer anderen W.



5.(Technik) stabförmiges Maschinenteil zur Übertragung von Drehbewegungen: die W. ist gebrochen; das Aggregat wird über eine W. angetrieben.


6.(Turnen) Umschwung (2).
Welle  

Welle, Woge
[Woge]
Welle  

n.
<f. 19>
1 räumliche Ausbreitung eines sich zeitlich ändernden Prozesses, z.B. einer Schwingung, bei der Energie übertragen wird (Licht~, Radio~, Schall~); <i.e.S.> berg-und-talförmige Bewegung der Wasseroberfläche (Meeres~); wellenartige Form des Kopfhaars, auch künstlich erzeugt (Dauer~, Natur~, Wasser~); kleine Erhebung, flacher Hügel (Boden~); zylinderförmige Stahlstange zur Übertragung von Drehbewegungen; <fig.> Turnübung, Umschwung, Schwung des ganzen Körpers um die Querachse (Knie~, Riesen~); Bewegung, Strömung, Aufschwung; plötzl. Ansturm (Angriffs~, Kälte~, Hitze~); <alem., fränk.> Bündel (Holz, Reisig)
2 mach keine ~n! <fig.; umg.> reg dich nicht so auf!; zier dich nicht so; das Wasser schlägt ~n; die Sache hat ~n geschlagen <fig.> hat Aufsehen erregt; die Stimmung, der Jubel schlug hohe ~n <fig.> war groß, stürmisch; die ~n der Begeisterung, Empörung schlugen immer höher
3 ;hohe, schäumende ~n; kurze, lange, ultrakurze ~n; Filme der neuen ~ <fig.> der neuen künstler. Richtung;
4 ;das Boot trieb hilflos, steuerlos auf den ~n; auf welcher ~ liegt der Bremer Sender?; sich das Haar in ~n legen lassen; den Tod in den ~n finden <poet.> ertrinken; sich von den ~n tragen lassen [<mhd. welle „Reisigbündel; zylindr. Körper; Wasserwoge“ <ahd. wella „Wasserwoge“; wellen]
['Wel·le]
[Wellen]