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werfen  

wẹr|fen <st. V.; hat> [mhd. werfen, ahd. werfan, eigtl. = drehen, winden, dann: mit drehend geschwungenem Arm schleudern]:

1.a)etw. mit einer kräftigen, schwungvollen Bewegung des Arms durch die Luft fliegen lassen: den Ball, einen Stein w.; er hat den Speer, den Diskus sehr weit geworfen; <auch o. Akk.-Obj.:> lass mich auch mal w.!; er kann gut w., wirft fast 90 m weit;

b)etw. als Wurfgeschoss benutzen: mit Steinen, Schneebällen [nach jmdm.] w.;

c)(Sport) einen Wurf (1 b) ausführen: hast du schon geworfen?;

d)(bes. Sport) durch Werfen (1a) , mit einem Wurf (1 b) erzielen: die größte Weite, neuen Weltrekord w.; ein Tor w.;

e)(Spiel) mit einem Wurf (1 d) erzielen: eine Sechs w.



2.a)mit Schwung irgendwohin befördern: den Ball in die Höhe, ins Tor, gegen die Wand, über den Zaun w.; jmdn. auf den Boden w.; das Pferd warf ihn aus dem Sattel; Steine ins Wasser w.; wütend die Tür ins Schloss w.; die Kleider von sich w. (sich hastig ausziehen); ein Dia an die Wand w. (ugs.; projizieren); Truppen an die Front w.; Ware auf den Markt w. (in den Handel bringen); eine schwere Grippe warf sie aufs Krankenlager; jmdn. aus dem Zimmer w. (ugs.; hinausweisen); einen Blick in die Zeitung w.; eine Frage in die Debatte w. (in der Debatte aufwerfen);

b)<w. + sich> bes. aus einer starken Gemütserregung o. Ä. heraus sich unvermittelt, ungestüm irgendwohin fallen lassen: sich jmdm. an die Brust, in die Arme w.; er warf sich (stürzte sich) wütend auf seinen Gegner; sich aufs Bett, in einen Sessel w.; der Kranke warf sich schlaflos hin und her; sich vor einen Zug w.; sich jmdm. zu Füßen, vor jmdm. auf die Knie w.;

c)(Ringen, Budo) (den Gegner) niederwerfen [sodass er mit beiden Schultern den Boden berührt]: den Gegner w.;

d)einen Körperteil o. Ä. ruckartig, mit Schwung in eine Richtung bewegen: den Kopf in den Nacken w.; die Tänzer warfen die Beine.



3.a)(durch bestimmte natürliche Vorgänge) hervorbringen, bilden: der Stoff wirft Falten; einen langen Schatten w.;

b)<w. + sich> (durch Feuchtigkeit, Kälte o. Ä.) uneben werden, sich krümmen, sich verziehen: der Rahmen wirft sich; das Holz hat sich geworfen.



4.(von Säugetieren) Junge zur Welt bringen: die Katze hat [sechs Junge] geworfen.


5.(salopp) ausgeben, spendieren: eine Runde w.
werfen  

wẹr|fen (von Tieren auch für gebären); du wirfst; du warfst; du würfest; geworfen; wirf!; sich werfen
werfen  


1. a) abwerfen, anwerfen, auswerfen, ausstoßen, fallen lassen, herunterwerfen, hinwerfen, katapultieren, schießen, schlagen, schleudern, schmettern, schnellen, stoßen, streuen; (ugs.): ballern, donnern, feuern, klatschen, knallen, krachen, pfeffern, schmeißen; (salopp): hauen; (ostmd.): facken; (südd., schweiz., österr.): schupfen; (schweiz. mundartl.): spicken; (Handball, Kugelstoßen): schocken.

b) bewerfen, nachwerfen; (ugs.): befeuern, beschmeißen, bombardieren.

2. (Optik): projizieren.

3. ausstrahlen, bilden, entstehen lassen, formen, hervorbringen, machen; (ugs.): produzieren.

4. gebären, Junge bekommen/zur Welt bringen, jungen; (ugs.): Junge kriegen.

[werfen]
[werfe, wirfst, wirft, werft, warf, warfst, warfen, warft, werfest, werfet, wärfe, wärfest, wärfst, wärfen, wärfet, wärft, wirf, geworfen, werfend]


1. a) sich fallen lassen, springen, [sich] stürzen; (ugs.): sich schmeißen.

b) anfallen, angreifen, anstürmen, attackieren, bestürmen, herfallen über, losgehen auf, überfallen; (ugs.): sich hermachen über; (bes. Milit.): losschlagen, stürmen.

2. arbeiten, sich krümmen, uneben werden, sich verwerfen, sich verziehen, sich wellen.

[werfen, sich]
[sich werfen, werfe, wirfst, wirft, werft, warf, warfst, warfen, warft, werfest, werfet, wärfe, wärfest, wärfst, wärfen, wärfet, wärft, wirf, geworfen, werfend, werfen sich]
werfen  

wẹr|fen <st. V.; hat> [mhd. werfen, ahd. werfan, eigtl. = drehen, winden, dann: mit drehend geschwungenem Arm schleudern]:

1.
a)etw. mit einer kräftigen, schwungvollen Bewegung des Arms durch die Luft fliegen lassen: den Ball, einen Stein w.; er hat den Speer, den Diskus sehr weit geworfen; <auch o. Akk.-Obj.:> lass mich auch mal w.!; er kann gut w., wirft fast 90 m weit;

b)etw. als Wurfgeschoss benutzen: mit Steinen, Schneebällen [nach jmdm.] w.;

c)(Sport) einen Wurf (1 b) ausführen: hast du schon geworfen?;

d)(bes. Sport) durch Werfen (1a), mit einem Wurf (1 b) erzielen: die größte Weite, neuen Weltrekord w.; ein Tor w.;

e)(Spiel) mit einem Wurf (1 d) erzielen: eine Sechs w.



2.
a)mit Schwung irgendwohin befördern: den Ball in die Höhe, ins Tor, gegen die Wand, über den Zaun w.; jmdn. auf den Boden w.; das Pferd warf ihn aus dem Sattel; Steine ins Wasser w.; wütend die Tür ins Schloss w.; die Kleider von sich w. (sich hastig ausziehen); ein Dia an die Wand w. (ugs.; projizieren); Truppen an die Front w.; Ware auf den Markt w. (in den Handel bringen); eine schwere Grippe warf sie aufs Krankenlager; jmdn. aus dem Zimmer w. (ugs.; hinausweisen); einen Blick in die Zeitung w.; eine Frage in die Debatte w. (in der Debatte aufwerfen);

b)<w. + sich> bes. aus einer starken Gemütserregung o. Ä. heraus sich unvermittelt, ungestüm irgendwohin fallen lassen: sich jmdm. an die Brust, in die Arme w.; er warf sich (stürzte sich) wütend auf seinen Gegner; sich aufs Bett, in einen Sessel w.; der Kranke warf sich schlaflos hin und her; sich vor einen Zug w.; sich jmdm. zu Füßen, vor jmdm. auf die Knie w.;

c)(Ringen, Budo) (den Gegner) niederwerfen [sodass er mit beiden Schultern den Boden berührt]: den Gegner w.;

d)einen Körperteil o. Ä. ruckartig, mit Schwung in eine Richtung bewegen: den Kopf in den Nacken w.; die Tänzer warfen die Beine.



3.
a)(durch bestimmte natürliche Vorgänge) hervorbringen, bilden: der Stoff wirft Falten; einen langen Schatten w.;

b)<w. + sich> (durch Feuchtigkeit, Kälte o. Ä.) uneben werden, sich krümmen, sich verziehen: der Rahmen wirft sich; das Holz hat sich geworfen.



4.(von Säugetieren) Junge zur Welt bringen: die Katze hat [sechs Junge] geworfen.


5.(salopp) ausgeben, spendieren: eine Runde w.
werfen  

[st. V.; hat] [mhd. werfen, ahd. werfan, eigtl.= drehen, winden, dann: mit drehend geschwungenem Arm schleudern]: 1. a) etw. mit einer kräftigen, schwungvollen Bewegung des Arms durch die Luft fliegen lassen: den Ball, einen Stein w.; er hat den Speer, den Diskus sehr weit geworfen; [auch o. Akk.-Obj.:] lass mich auch mal w.!; er kann gut w., wirft fast 90m weit; b) etw. als Wurfgeschoss benutzen: mit Steinen, Schneebällen [nach jmdm.] w.; c) (Sport) einen Wurf (1 b) ausführen: hast du schon geworfen?; d) (bes. Sport) durch Werfen (1 a), mit einem Wurf (1 b) erzielen: die größte Weite, neuen Weltrekord w.; ein Tor w.; e) (Spiel) mit einem Wurf (1 d) erzielen: eine Sechs w. 2. a) mit Schwung irgendwohin befördern: den Ball in die Höhe, ins Tor, gegen die Wand, über den Zaun w.; jmdn. auf den Boden w.; das Pferd warf ihn aus dem Sattel; Steine ins Wasser w.; wütend die Tür ins Schloss w.; die Kleider von sich w. (sich hastig ausziehen); Ü ein Dia an die Wand w. (ugs.; projizieren); Truppen an die Front w.; Ware auf den Markt w. (in den Handel bringen); eine schwere Grippe warf sie aufs Krankenlager; jmdn. aus dem Zimmer w. (ugs.; hinausweisen); einen Blick in die Zeitung w.; eine Frage in die Debatte w. (in der Debatte aufwerfen); b) [w. + sich] bes. aus einer starken Gemütserregung o.Ä. heraus sich unvermittelt, ungestüm irgendwohin fallen lassen: sich jmdm. an die Brust, in die Arme w.; er warf sich (stürzte sich) wütend auf seinen Gegner; sich aufs Bett, in einen Sessel w.; der Kranke warf sich schlaflos hin und her; sich vor einen Zug w.; sich jmdm. zu Füßen, vor jmdm. auf die Knie w.; c) (Ringen, Budo) (den Gegner) niederwerfen [sodass er mit beiden Schultern den Boden berührt]: den Gegner w.; d) einen Körperteil o.Ä. ruckartig, mit Schwung in eine Richtung bewegen: den Kopf in den Nacken w.; die Tänzer warfen die Beine. 3. a) (durch bestimmte natürliche Vorgänge) hervorbringen, bilden: der Stoff wirft Falten; einen langen Schatten w.; b) [w. + sich] (durch Feuchtigkeit, Kälte o.Ä.) uneben werden, sich krümmen, sich verziehen: der Rahmen wirft sich; das Holz hat sich geworfen. 4. (von Säugetieren) Junge zur Welt bringen: die Katze hat [sechs Junge] geworfen. 5. (salopp) ausgeben, spendieren: eine Runde w.
werfen  

v.
<V. 281; hat>
I <V.t.>
1 etwas od. jmdn. ~ einer Sache od. jmdm. einen Schwung, Stoß geben, dass sie oder er wegfliegt, schleudern; hervorbringen, bilden (Falten, Schatten);
2 ;sechs Augen ~ (beim Würfeln); das Wasser wirft beim Kochen Blasen; das Gewand wirft schwere, reiche Falten; das Handtuch ~ <Boxen; a. fig.> (als Zeichen zum Aufgeben des Kampfes, einer Auseinandersetzung); Junge ~ J. bekommen(von Tieren); die Kuh hat ein Kalb geworfen; die Bäume warfen lange Schatten; wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein der richte; der See wirft hohe Wellen
3 jmdm. eine Grobheit an den Kopf ~ <fig.> eine G. sagen; ein Auge auf jmdn. ~ <fig.> sich für jmdn. interessieren; einen Blick auf etwas oder jmdn. ~ <fig.> etwas od. jmdn. kurz anblicken; etwas auf den Boden ~; Ware auf den Markt ~ <fig.> in großen Mengen zum Verkauf anbieten; eine Skizze aufs Papier ~ <fig.> rasch, zeichnen; etwas aus dem Fenster ~; jmdn. aus dem Haus ~ <fig.> jmdn. fortjagen; einen Ball hin und her ~; eine Frage ins Gespräch, in die Diskussion ~ <fig.> den Ball in die Höhe ~; er hat ihm ein Loch in den Kopf geworfen <umg.> ihn durch einen Steinwurf am Kopf verletzt; den Kopf stolz in den Nacken ~ <fig.> heben u. etwas nach hinten biegen; die Tür ins Schloss ~ zuschlagen; jmdn. oder etwas ins Wasser ~; sich im Werfen üben; mit Geld um sich ~ <fig.; umg.> prahlerisch oder leichtsinnig G. ausgeben; mit seinen Kenntnissen um sich ~ <fig.; umg.> mit seinen K. prahlen; jmdn. zu Boden ~
II <V.refl.>
4 sich rasch, stoßweise auf etwas zu-, von etwas wegbewegen; sich krümmen, sich verziehen (Holz)
5 ;sich jmdm. (weinend) an die Brust ~; sich auf jmdn. ~ sich auf jmdn. stürzen, jmdn. angreifen; sich auf etwas (eine Tätigkeit) ~ <fig.> etwas mit Nachdruck beginnen, von nun an betreiben; er warf sich aufs Bett er ließ sich heftig, achtlos aufs B. fallen; sich (wütend) auf den Boden ~ (bes. von Kindern); sich vor jmdm. auf die Knie ~; er hat sich jetzt aufs Malen geworfen <fig> sich im Schlaf unruhig hin und her ~; sich jmdm. (weinend, glücklich) in die Arme ~; sich in seine Kleider ~ <fig.> sich rasch anziehen; er warf sich einen Mantel um die Schultern legte ihn rasch u. lose um; sich vor den Zug ~ (in selbstmörder. Absicht); sich jmdm. zu Füßen ~
6 ;das Holz wirft sich
III <V.i.>
7 einen Ball (od. Stein) von sich schleudern (bes. als sportl. Übung); Junge bekommen (von Tieren); die Hündin, die Kuh hat geworfen; wie weit kannst du ~?; ich werfe 42m weit [<mhd. werfen <ahd. wer(p)fan <got. wairpan „werfen, mit drehend geschwungenem Arm schleudern“ <anord. verpa „beugen“]
['wer·fen]
[werfe, wirfst, wirft, werfen, werft, warf, warfst, warfen, warft, werfest, werfet, wärfe, wärfest, wärfst, wärfen, wärfet, wärft, wirf, geworfen, werfend]