[ - Collapse All ]
winden  

1wịn|den <st. V.; hat> [mhd. winden, ahd. wintan, eigtl. = drehen, wenden, flechten; 5: zu ↑ Winde (1) ]:

1.(geh.) a)durch Schlingen, Drehen, Flechten o. Ä. an, in etw. befestigen, zu etw. verbinden: Blumen in einen Kranz w.; sie wand dem Kind Schleifen ins Haar; sie wanden Zweige und Blumen zu Girlanden;

b)durch Schlingen, Drehen, Flechten o. Ä. herstellen, anfertigen: aus Blumen Kränze w.; er wand bunte Girlanden aus Papier;

c)um etw. legen, binden, knüpfen, durch Darumlegen, -binden anbringen, befestigen: sie windet ein Band um das Buch; das Kind wand (selten; legte, schlang) seine Arme um den Hals der Mutter; er wand sich, dem Kind ein Tuch um den Kopf;

d)<w. + sich> sich um etw. herumschlingen; um etw. gelegt, geschlungen sein: die Bohnen winden sich um die Stangen; die Zöpfe wanden sich kranzförmig um ihren Kopf.



2.(geh.) durch heftige drehende Bewegungen aus den Händen reißen, gewaltsam wegnehmen: einem Angreifer den Stock, die Waffe aus der Hand w.; sie wanden der weinenden Mutter das Kind aus den Armen.


3.<w. + sich> a)sich in schlangenartigen Bewegungen, in einer Schlangenlinie gleitend fortbewegen: die Schlange windet sich im Sand;

b)sich krümmen, krampfhafte Bewegungen machen: sich in Krämpfen w.; sie wand sich vor Schmerzen, vor Weinen und Schluchzen; er wand sich vor Verlegenheit, vor Scham, vor Lachen; eine gewundene (nach Ausflüchten klingende) Erklärung abgeben; gewundene (umständlich gedrechselte, verschlungene) Sätze; sich sehr gewunden (umständlich u. gekünstelt) ausdrücken.



4.<w. + sich> a)sich durch etw. irgendwohin schlängeln (2) : er versuchte sich durch die Menge zu w.; er wand sich durch die Absperrung nach vorn;

b)in einer unregelmäßigen Schlangenlinie, in unregelmäßigen Bogen irgendwo verlaufen; sich schlängeln (1 b) : ein schmaler Pfad windet sich bergaufwärts; eine gewundene Treppe; ein gewundener Flusslauf.



5.mit einer Winde (1) irgendwohin befördern: eine Last aufs Baugerüst, nach oben w.; die Netze aus dem Meer w.


2wịn|den <sw. V.; hat> [spätmhd. winden, zu ↑ Wind ]:

1.<unpers.> (seltener) (vom Wind) spürbar, mit einer gewissen Heftigkeit wehen: hier windet es.


2.(Jägerspr.) (vom Wild u. von Hunden) Witterung nehmen; wittern (1 a) : das Reh, der Hund windet mit gehobener Nase.
winden  

wịn|den (drehen); du wandest; du wändest; gewunden; wind[e]!; sich winden

wịn|den (windig sein; Jägerspr. wittern); es windet; das Wild windet
winden  

a) aufbinden, flechten, knoten, knüpfen, schlingen, schnüren, verbinden, zusammenbinden, zusammendrehen, zusammenschnüren.

b) binden, herumbinden, herumlegen, herumschlagen, herumschlingen, herumwickeln, umbinden, umwickeln.

[winden]
[Windens, winde, windest, windet, wand, wandst, wanden, wandet, wände, wändest, wänden, wändet, wandte, gewunden, windend]


1. sich herumschlingen, sich hochranken, sich ringeln, sich schlingen, sich schlängeln, umfassen, umgreifen, umranken, umschließen, umschlingen, sich wickeln; (geh.): emporranken.

2. sich beugen, sich biegen, eine krumme Haltung/Form annehmen, sich krümmen.

3. a) in Kurven/Schlangenlinien verlaufen, sich schlängeln.

b) [durch]schlüpfen, gleiten, sich lavieren, sich schieben, sich schlängeln, sich wie eine Schlange bewegen.

4. ausweichen, entgehen, sich fernhalten, herumgehen, hinhalten, sich nicht festlegen, offen lassen, scheuen, umgehen, vermeiden, zurückweichen; (geh.): sich entziehen, fliehen, meiden; (ugs.): sich drücken, einen [großen] Bogen machen, sich herumdrücken.

[winden, sich]
[sich winden, Windens, winde, windest, windet, wand, wandst, wanden, wandet, wände, wändest, wänden, wändet, wandte, gewunden, windend]
winden  

1wịn|den <st. V.; hat> [mhd. winden, ahd. wintan, eigtl. = drehen, wenden, flechten; 5: zu ↑ Winde (1)]:

1.(geh.)
a)durch Schlingen, Drehen, Flechten o. Ä. an, in etw. befestigen, zu etw. verbinden: Blumen in einen Kranz w.; sie wand dem Kind Schleifen ins Haar; sie wanden Zweige und Blumen zu Girlanden;

b)durch Schlingen, Drehen, Flechten o. Ä. herstellen, anfertigen: aus Blumen Kränze w.; er wand bunte Girlanden aus Papier;

c)um etw. legen, binden, knüpfen, durch Darumlegen, -binden anbringen, befestigen: sie windet ein Band um das Buch; das Kind wand (selten; legte, schlang) seine Arme um den Hals der Mutter; er wand sich, dem Kind ein Tuch um den Kopf;

d)<w. + sich> sich um etw. herumschlingen; um etw. gelegt, geschlungen sein: die Bohnen winden sich um die Stangen; die Zöpfe wanden sich kranzförmig um ihren Kopf.



2.(geh.) durch heftige drehende Bewegungen aus den Händen reißen, gewaltsam wegnehmen: einem Angreifer den Stock, die Waffe aus der Hand w.; sie wanden der weinenden Mutter das Kind aus den Armen.


3.<w. + sich>
a)sich in schlangenartigen Bewegungen, in einer Schlangenlinie gleitend fortbewegen: die Schlange windet sich im Sand;

b)sich krümmen, krampfhafte Bewegungen machen: sich in Krämpfen w.; sie wand sich vor Schmerzen, vor Weinen und Schluchzen; er wand sich vor Verlegenheit, vor Scham, vor Lachen; eine gewundene (nach Ausflüchten klingende) Erklärung abgeben; gewundene (umständlich gedrechselte, verschlungene) Sätze; sich sehr gewunden (umständlich u. gekünstelt) ausdrücken.



4.<w. + sich>
a)sich durch etw. irgendwohin schlängeln (2): er versuchte sich durch die Menge zu w.; er wand sich durch die Absperrung nach vorn;

b)in einer unregelmäßigen Schlangenlinie, in unregelmäßigen Bogen irgendwo verlaufen; sich schlängeln (1 b): ein schmaler Pfad windet sich bergaufwärts; eine gewundene Treppe; ein gewundener Flusslauf.



5.mit einer Winde (1) irgendwohin befördern: eine Last aufs Baugerüst, nach oben w.; die Netze aus dem Meer w.


2wịn|den <sw. V.; hat> [spätmhd. winden, zu ↑ Wind]:

1.<unpers.> (seltener) (vom Wind) spürbar, mit einer gewissen Heftigkeit wehen: hier windet es.


2.(Jägerspr.) (vom Wild u. von Hunden) Witterung nehmen; wittern (1 a): das Reh, der Hund windet mit gehobener Nase.
winden  

[sw. V.; hat] [spätmhd. winden, zu Wind]: 1. [unpers.] (seltener) (vom Wind) spürbar, mit einer gewissen Heftigkeit wehen: hier windet es. 2. (Jägerspr.) (vom Wild u. von Hunden) Witterung nehmen; wittern (1 a): das Reh, der Hund windet mit gehobener Nase.
winden  

n.
<V. 283; hat>
1 <V.t.> mit einer Winde auf- od. abwärts bewegen, drehen, drehend bewegen; wickeln, schlingen; drehend zusammenfügen, flechten (Blumen, Girlanden, Kranz); einen Eimer (Wasser) aus dem Brunnen, in die Höhe ~; jmdm. die Waffe aus den Händen ~; ein Band um etwas ~; sich ein Tuch um den Kopf ~; Draht, Garn um eine Spule ~; Blumen zum Kranz ~
2 <V.refl.> sich ~ ranken, um etwas herum- od. an etwas hinaufwachsen(Pflanzen); sich krümmen(Wurm, Schlange); in Windungen verlaufen, sich schlängeln(Fluss, Weg); <fig.; umg.> Ausflüchte machen, nicht die Wahrheit sagen wollen, nicht offen reden wollen; sich durch eine Menschenmenge, eine Lücke im Zaun ~ sich drehend hindurchbewegen; der Pfad, Bach windet sich durch die Wiesen; der Efeu windet sich um den Baumstamm; eine Schlange wand sich um seinen Arm, sein Bein; sich vor Schmerz ~; er wand sich vor Verlegenheit, Scham <fig.; umg.>
3 gewunden gedreht, gewickelt; in Windungen verlaufend; ein vielfach gewundener Bachlauf, Weg; sich gewunden ausdrücken <fig.> nicht geradeheraus, nicht offen, nicht genau; geziert; [<mhd. winden <ahd. wintan <got. biwindan „umwinden“ <idg. *uendh- „drehen, winden, wenden, flechten“; Wand, Windel, Wendeltreppe, Gewinde]
['win·den1]
[windens, winde, windest, windet, winden, wand, wandst, wanden, wandet, wände, wändest, wänden, wändet, wind, gewunden, windend]

n.
<V.i.; hat>
1 <unpersönl.> es windet es geht, es weht ein Wind; draußen windet es tüchtig
2 <persönl.; Jägerspr.> Witterung aufnehmen, den Wind prüfen; das Wild, der Hund windet
['win·den2]
[windens, winde, windest, windet, winden, wand, wandst, wanden, wandet, wände, wändest, wänden, wändet, wind, gewunden, windend]