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Wolle  

Wọl|le, die; -, (Fachspr.:) -n [mhd. wolle, ahd. wolla, viell. eigtl. = die (Aus)gerupfte od. die Gedrehte, Gekräuselte]:

1.a)(bes. von Schafen) durch Scheren o. Ä. des Haars (1) gewonnenes natürliches Produkt, das zu Garn versponnen wird: W. waschen, spinnen; du musst dir mal deine W. scheren (ugs. scherzh.; dein dichtes, langes, zottiges o. ä. Haar schneiden) lassen;

*in der W. gefärbt [sein] (ugs.; etw. Bestimmtes in besonders ausgeprägter Form [sein]; ein überzeugter Vertreter von etw. [sein]; eigtl. von einem farbigen Stoff, der nicht erst als Tuch, sondern schon als unverarbeitete Wolle gefärbt worden ist); [warm] in der W. sitzen (ugs. veraltend; in gesicherten Verhältnissen leben; früher stellte Schafwolle einen großen wirtschaftlichen Wert dar); sich in die W. kriegen (ugs.; Streit miteinander bekommen, anfangen); sich in der W. haben/liegen (ugs.; sich heftig streiten, zanken); in die W. kommen/geraten (ugs.; wütend werden); jmdn. in die W. bringen (ugs.; jmdn. ärgern, reizen, wütend machen);

b)aus Wolle (1a) gesponnenes Garn: feine, dicke, rote, melierte, reine W.; ein Knäuel W.; die W. kratzt; die W. läuft weit, ist ergiebig; ein Pullover, Strümpfe aus W.;

c)<o. Pl.> aus Wolle (1b) hergestelltes Gewebe o. Ä.: ein Mantel, Anzug aus W. (Wollstoff); der Stoff besteht aus reiner, ist reine W.



2.(Jägerspr.) a)Haarkleid von Hasen, Kaninchen, Schwarz- u. Haarraubwild;

b)Flaum junger Wasservögel.

Wolle  

Wọl|le, die; -, Plur. (Arten:) -n
Wolle  

Wọl|le, die; -, (Fachspr.:) -n [mhd. wolle, ahd. wolla, viell. eigtl. = die (Aus)gerupfte od. die Gedrehte, Gekräuselte]:

1.
a)(bes. von Schafen) durch Scheren o. Ä. des Haars (1) gewonnenes natürliches Produkt, das zu Garn versponnen wird: W. waschen, spinnen; du musst dir mal deine W. scheren (ugs. scherzh.; dein dichtes, langes, zottiges o. ä. Haar schneiden) lassen;

*in der W. gefärbt [sein] (ugs.; etw. Bestimmtes in besonders ausgeprägter Form [sein]; ein überzeugter Vertreter von etw. [sein]; eigtl. von einem farbigen Stoff, der nicht erst als Tuch, sondern schon als unverarbeitete Wolle gefärbt worden ist); [warm] in der W. sitzen (ugs. veraltend; in gesicherten Verhältnissen leben; früher stellte Schafwolle einen großen wirtschaftlichen Wert dar); sich in die W. kriegen (ugs.; Streit miteinander bekommen, anfangen); sich in der W. haben/liegen (ugs.; sich heftig streiten, zanken); in die W. kommen/geraten (ugs.; wütend werden); jmdn. in die W. bringen (ugs.; jmdn. ärgern, reizen, wütend machen);

b)aus Wolle (1a) gesponnenes Garn: feine, dicke, rote, melierte, reine W.; ein Knäuel W.; die W. kratzt; die W. läuft weit, ist ergiebig; ein Pullover, Strümpfe aus W.;

c)<o. Pl.> aus Wolle (1b) hergestelltes Gewebe o. Ä.: ein Mantel, Anzug aus W. (Wollstoff); der Stoff besteht aus reiner, ist reine W.



2.(Jägerspr.)
a)Haarkleid von Hasen, Kaninchen, Schwarz- u. Haarraubwild;

b)Flaum junger Wasservögel.

Wolle  

n.
<f. 19> Tierhaare, die zum Spinnen geeignet sind (Schaf~, Ziegen~); <Jägerspr.> Haar (vom Hasen u. Kaninchen); das zwischen den Borsten unmittelbar auf der Schwarte sitzende Haar (vom Schwarz- u. Haarraubwild), Unterwolle; gebleichte, ungebleichte, gefärbte, ungefärbte, raue, weiche ~; eine Jacke aus reiner ~; ein Kleid aus ~; jmdn. in die ~ bringen <fig.; umg.> zornig machen, in Wut versetzen; in der ~ färben unversponnen färben; in der ~ gefärbt <fig.; umg.> ganz echt, durch und durch; [eigtl. nicht erst als fertiges Produkt, sondern schon im Rohstoff gefärbt, also nachhaltiger]; er ist ein in der ~ gefärbter Schwabe; in die ~ geraten <fig.; umg.> zornig werden; wir sind uns in die ~ geraten <fig.; umg.> wir haben uns gestritten; → a. Geschrei; [<mhd. wolle <ahd. wolla <got. wulla <germ. *wullo <idg. *ulna „Wolle“]
['Wol·le]
[Wollen]