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wollen  

1wọl|len <Adj.> [mhd. wullīn, ahd. wullinen]: aus Wolle (1 b) : -e Strümpfe, Unterwäsche.

2wọl|len <unr. V.; hat> [mhd. wollen, wellen, ahd. wellen]:

1.<mit Inf. als Modalverb; wollte, hat ... wollen> a)die Absicht, den Wunsch, den Willen haben, etw. Bestimmtes zu tun: er will uns morgen besuchen; wir wollten gerade gehen; das Buch habe ich schon immer lesen w.; er will ins Ausland gehen; willst (möchtest) du mitfahren?;

b)<Prät.> dient der Umschreibung einer Bitte, eines Wunsches: ich wollte Sie bitten, uns ein Stück zu begleiten; wir wollten Sie fragen, ob Sie uns nicht helfen können;

c)(veraltend) <Konjunktiv I> drückt einen Wunsch, eine höfliche, aber zugleich bestimmte Aufforderung aus: wenn Sie bitte Platz nehmen wollen; man wolle bitte darauf achten, dass nichts verloren geht; als einem Befehl ähnliche Aufforderung: Sie wollen sich bitte sofort melden;

d)drückt aus, dass der Sprecher die von ihm wiedergegebene Behauptung eines anderen mit Skepsis betrachtet, für fraglich hält: er will es nicht gewusst, gesehen haben (behauptet, es nicht gewusst, gesehen zu haben);

e)meist verneint; drückt aus, dass etw. [nicht] in der im Verb genannten Weise funktioniert, geschieht, abläuft o. Ä.: die Wunde will [und will] nicht heilen; der Motor wollte nicht anspringen; etw. will nicht gelingen, kein Ende nehmen; es will Abend werden (geh.; es wird allmählich Abend); verblasst: das will nichts heißen, will nicht viel sagen (heißt, bedeutet nicht viel); das will ich hoffen, meinen; ein nicht enden wollender Beifall;

f)<in Verbindung mit einem 2. Part. u. »sein« od. »werden«> drückt aus, dass etw. eine bestimmte Bemühung, Anstrengung o. Ä. verlangt; müssen: etw. will gekonnt sein; dieser Schritt will gut überlegt werden;

g)einen bestimmten Zweck haben; einem bestimmten Zweck dienen: die Aktion will über die Lage der religiösen Minderheiten in Asien aufklären; das Buch will ein Ratgeber für alle Lebenslagen sein.



2.<Vollverb; wollte, hat gewollt> a)die Absicht, den Wunsch haben, etw. zu tun: das habe ich nicht gewollt; sie wollen ans Meer, ins Gebirge (ugs.; wollen dorthin fahren); sie will zum Theater (ugs.; will Schauspielerin werden); wenn du willst, können wir gleich gehen; ohne [es] zu w. (ohne dass es seine Absicht gewesen war), hatte er alles verraten; du musst nur w. (den festen Willen haben), dann geht es auch; wollt ihr wohl/gleich/endlich! (ugs.; in gegenüber Kindern gebrauchten Aufforderungen mit leicht drohendem Unterton; ihr sollt aufhören, anfangen, fortgehen o. Ä.); [na] dann wollen wir mal! (ugs.; wollen wir anfangen, beginnen mit etw. Bestimmtem); das ist, wenn man so will (man könnte es so einschätzen), ein einmaliger Vorgang;

b)zu haben, zu bekommen wünschen; erstreben: er hat alles bekommen, was er wollte; er hat für seine Arbeit nichts, kein Geld gewollt (ugs.; haben wollen, verlangt); den Fortschritt, sein Recht w.; ich will nur dein Bestes; er will nur seine Ruhe; was willst du [noch] mehr? (du hast doch erreicht, geschafft, bekommen, was du wolltest!); er will es [ja] nicht anders, hat es so gewollt; ich will (wünsche, verlange), dass du das tust; er will nicht (ist nicht damit einverstanden), dass man ihm hilft; nimm dir, so viel du willst (haben möchtest); er weiß [nicht], was er will; ich weiß nicht, was du willst (ugs.; warum du dich aufregst), es ist doch alles in Ordnung; er wollte etwas von dir (ugs.; hatte ein Anliegen); ich mache alles, was du von mir willst (verlangst); du kannst es halten, wie du willst (hast völlig freie Hand); da ist nichts [mehr] zu w.! (ugs.; da lässt sich nichts mehr ändern); nichts zu w.! (ugs.; Ausdruck der Zurückweisung); ob man will oder nicht (es ist einfach Tatsache, ist einfach so), eine andere Lösung ist nicht mehr möglich; der Zufall wollte es (hat es so gefügt), dass wir gleichzeitig in Berlin ankamen;

R wer nicht will, der hat schon;
was du nicht willst, dass man dir tu', das füg auch keinem andern zu (beachte bei deinem Handeln, dass du anderen nichts zumutest, was du selbst als unangenehm, schmerzhaft o. ä. empfinden würdest);

c)<Konjunktiv II> drückt einen irrealen Wunsch aus: ich wollte (wünschte), es wäre alles vorüber;

d)(ugs.) drückt - meist verneint - aus, dass etw. nicht funktioniert, nicht in der gewünschten Weise abläuft o. Ä.: der Motor will nicht [mehr]; seine Beine wollten nicht mehr (versagten ihm den Dienst);

e)(ugs.) für sein Gedeihen o. Ä. brauchen, verlangen: diese Blume will Sonne; Tiere wollen ihre Pflege;

f)

*jmdm. etw. w. (ugs.; etw. Übles gegen jmdn. im Sinne haben, jmdm. etw. anhaben wollen): was soll er dir schon w.?; er kann uns gar nichts w.

wollen  

wọl|len (aus Wolle)
wollen  


1. beabsichtigen, bezwecken, die Absicht/den Wunsch haben, entschlossen sein, gedenken, gewillt sein, hinauswollen, im Auge haben, im Schilde führen, im Sinn haben, ins Auge fassen, intendieren, sich in den Kopf setzen, sich mit dem Gedanken tragen, planen, sich vornehmen, trachten, vorhaben; (geh.): sinnen.

2. a) abzielen auf, anstreben, anvisieren, aus sein auf, erpicht sein, es abgesehen haben auf, sich bemühen um, gerne haben, haben wollen, hinsteuern, hinzielen, mögen, streben nach, versessen sein, wünschen, sich verzehren, zu erlangen/erreichen/verwirklichen suchen, zum Ziel haben; (geh.): begehren, gelüsten, erstreben, trachten; (dichter.): dürsten; (ugs.): scharf sein auf; (oft abwertend): geil sein auf.

b) abverlangen, Anspruch erheben, beanspruchen, benötigen, bestehen auf, brauchen, [er]fordern, geltend machen, in Anspruch nehmen, kosten, nötig haben, pochen auf, verlangen; (geh.): bedürfen, erheischen; (bildungsspr.): postulieren.

[wollen]
[will, willst, wollt, wollte, wolltest, wollten, wolltet, wolle, wollest, wollet, gewollt, wollend, wollener, wollene, wollenes, wollenen, wollenem, wollenerer, wollenere, wolleneres, wolleneren, wollenerem, wollenster, wollenste, wollenstes, wollensten, wollenstem]
wollen  

1wọl|len <Adj.> [mhd. wullīn, ahd. wullinen]: aus Wolle (1 b): -e Strümpfe, Unterwäsche.

2wọl|len <unr. V.; hat> [mhd. wollen, wellen, ahd. wellen]:

1.<mit Inf. als Modalverb; wollte, hat ... wollen>
a)die Absicht, den Wunsch, den Willen haben, etw. Bestimmtes zu tun: er will uns morgen besuchen; wir wollten gerade gehen; das Buch habe ich schon immer lesen w.; er will ins Ausland gehen; willst (möchtest) du mitfahren?;

b)<Prät.> dient der Umschreibung einer Bitte, eines Wunsches: ich wollte Sie bitten, uns ein Stück zu begleiten; wir wollten Sie fragen, ob Sie uns nicht helfen können;

c)(veraltend) <Konjunktiv I> drückt einen Wunsch, eine höfliche, aber zugleich bestimmte Aufforderung aus: wenn Sie bitte Platz nehmen wollen; man wolle bitte darauf achten, dass nichts verloren geht; als einem Befehl ähnliche Aufforderung: Sie wollen sich bitte sofort melden;

d)drückt aus, dass der Sprecher die von ihm wiedergegebene Behauptung eines anderen mit Skepsis betrachtet, für fraglich hält: er will es nicht gewusst, gesehen haben (behauptet, es nicht gewusst, gesehen zu haben);

e)meist verneint; drückt aus, dass etw. [nicht] in der im Verb genannten Weise funktioniert, geschieht, abläuft o. Ä.: die Wunde will [und will] nicht heilen; der Motor wollte nicht anspringen; etw. will nicht gelingen, kein Ende nehmen; es will Abend werden (geh.; es wird allmählich Abend); verblasst: das will nichts heißen, will nicht viel sagen (heißt, bedeutet nicht viel); das will ich hoffen, meinen; ein nicht enden wollender Beifall;

f)<in Verbindung mit einem 2. Part. u. »sein« od. »werden«> drückt aus, dass etw. eine bestimmte Bemühung, Anstrengung o. Ä. verlangt; müssen: etw. will gekonnt sein; dieser Schritt will gut überlegt werden;

g)einen bestimmten Zweck haben; einem bestimmten Zweck dienen: die Aktion will über die Lage der religiösen Minderheiten in Asien aufklären; das Buch will ein Ratgeber für alle Lebenslagen sein.



2.<Vollverb; wollte, hat gewollt>
a)die Absicht, den Wunsch haben, etw. zu tun: das habe ich nicht gewollt; sie wollen ans Meer, ins Gebirge (ugs.; wollen dorthin fahren); sie will zum Theater (ugs.; will Schauspielerin werden); wenn du willst, können wir gleich gehen; ohne [es] zu w. (ohne dass es seine Absicht gewesen war), hatte er alles verraten; du musst nur w. (den festen Willen haben), dann geht es auch; wollt ihr wohl/gleich/endlich! (ugs.; in gegenüber Kindern gebrauchten Aufforderungen mit leicht drohendem Unterton; ihr sollt aufhören, anfangen, fortgehen o. Ä.); [na] dann wollen wir mal! (ugs.; wollen wir anfangen, beginnen mit etw. Bestimmtem); das ist, wenn man so will (man könnte es so einschätzen), ein einmaliger Vorgang;

b)zu haben, zu bekommen wünschen; erstreben: er hat alles bekommen, was er wollte; er hat für seine Arbeit nichts, kein Geld gewollt (ugs.; haben wollen, verlangt); den Fortschritt, sein Recht w.; ich will nur dein Bestes; er will nur seine Ruhe; was willst du [noch] mehr? (du hast doch erreicht, geschafft, bekommen, was du wolltest!); er will es [ja] nicht anders, hat es so gewollt; ich will (wünsche, verlange), dass du das tust; er will nicht (ist nicht damit einverstanden), dass man ihm hilft; nimm dir, so viel du willst (haben möchtest); er weiß [nicht], was er will; ich weiß nicht, was du willst (ugs.; warum du dich aufregst), es ist doch alles in Ordnung; er wollte etwas von dir (ugs.; hatte ein Anliegen); ich mache alles, was du von mir willst (verlangst); du kannst es halten, wie du willst (hast völlig freie Hand); da ist nichts [mehr] zu w.! (ugs.; da lässt sich nichts mehr ändern); nichts zu w.! (ugs.; Ausdruck der Zurückweisung); ob man will oder nicht (es ist einfach Tatsache, ist einfach so), eine andere Lösung ist nicht mehr möglich; der Zufall wollte es (hat es so gefügt), dass wir gleichzeitig in Berlin ankamen;

R wer nicht will, der hat schon;
was du nicht willst, dass man dir tu', das füg auch keinem andern zu (beachte bei deinem Handeln, dass du anderen nichts zumutest, was du selbst als unangenehm, schmerzhaft o. ä. empfinden würdest);

c)<Konjunktiv II> drückt einen irrealen Wunsch aus: ich wollte (wünschte), es wäre alles vorüber;

d)(ugs.) drückt - meist verneint - aus, dass etw. nicht funktioniert, nicht in der gewünschten Weise abläuft o. Ä.: der Motor will nicht [mehr]; seine Beine wollten nicht mehr (versagten ihm den Dienst);

e)(ugs.) für sein Gedeihen o. Ä. brauchen, verlangen: diese Blume will Sonne; Tiere wollen ihre Pflege;

f)

*jmdm. etw. w. (ugs.; etw. Übles gegen jmdn. im Sinne haben, jmdm. etw. anhaben wollen): was soll er dir schon w.?; er kann uns gar nichts w.

wollen  

Adj. [mhd. wullin, ahd. wullinen]: aus Wolle (1 b, c): -e Strümpfe, Unterwäsche.
wollen  

adj.
<Adj.> aus Wolle
['wol·len1]
[will, willst, wollen, wollt, wollte, wolltest, wollten, wolltet, wolle, wollest, wollet, gewollt, wollend, wollener, wollene, wollenes, wollenen, wollenem, wollenerer, wollenere, wolleneres, wolleneren, wollenerem, wollenster, wollenste, wollenstes, wollensten, wollenstem]

adj.
<V.t. u. V.i. 285; hat>
1 <als Äußerung des Willens od. eines Wunsches> die feste Absicht haben, den Plan haben (etwas zu tun), fest wünschen (zu tun); den (festen, guten) Willen haben (etwas zu tun); mögen, gern tun mögen
2 ;ich will nicht! (eigtl.: ich will es nicht tun); er will, dass ich mitgehe; meine Augen ~ nicht mehr <umg.> meine A. versagen den Dienst, ich kann nicht mehr gut sehen; ich will doch nur dein Bestes
3 ;ich will morgen abreisen; wir ~ gehen! lass uns gehen!; wenn man alles glauben wollte … würde, könnte; er will bis morgen Antwort haben; er will Geld von mir haben; das will etwas heißen! das bedeutet viel; ich will lieber hier bleiben; das will ich nicht gehört haben! <zurechtweisend> das hättest du nicht sagen dürfen!; das will ich meinen! <bekräftigend> ganz bestimmt ist es so!; er mag ~ oder nicht, er muss es tun; man muss nur ~, dann geht es auch; sagen will ich es ihm schon, aber …; ich will nichts gesagt haben kümmere dich nicht darum, was ich gesagt habe, ich möchte keinen Einfluss ausüben; ich will Ihnen eins sagen; das will nichts sagen, besagen <umg.> das bedeutet nichts; was ich noch sagen wollte … <einleitend> mir will scheinen, als hätte er … es scheint mir; wir ~ sehen! wir werden sehen, warten wir ab; wir ~ doch sehen, wer hier zu bestimmen hat! <leicht drohend od. warnend> hier bestimme ich, du wirst dich fügen müssen; ich will doch (einmal) sehen, ob …; sein: hier ist nichts zu ~ hier nützt alles nichts, hier kann man nichts machen; willst du wohl still sein? <befehlend, leicht drohend> sei sofort still!; man will Sie sprechen; ich will es tun; ich will mich rasch noch umziehen ich möchte; es will nicht vorwärts gehen es geht nicht vorwärts; er will Arzt werden; ich will (endlich) wissen, was geschehen ist
4 es will mir nicht aus dem Kopf <umg.> ich muss immer daran denken; das will mir nicht in den Kopf <umg.> das kann ich mir nicht denken, das verstehe ich nicht; wir ~ heute abend ins Theater (erg.: gehen); er will nach Amerika (erg.: reisen); ohne es zu ~; wenn du willst, kannst du mitkommen; ich will zu einem Freund (erg.: gehen); zu wem ~ Sie? <umg.> wen möchten Sie sprechen?; zwischen Wollen und Können ist bei ihm ein großer Unterschied
5 was ~ Sie, es ist doch ganz gut gegangen! warum regen Sie sich auf?; was willst du damit sagen? was meinst du damit?; was willst du noch mehr?; was man will, das kann man auch; mach was du willst!; ich tue, was ich will!; er weiß, was er will; komme was da wolle was auch immer kommt; er sei, wer er wolle wer er auch sei;(ganz); wie du willst!; dem sei, wie ihm wolle wie es auch sei;
6 <Höflichkeitsform in der Anrede mit Inf.;> man wolle bitte darauf achten, dass … man achte bitte darauf; ~ Sie bitte einmal herschauen; ~ Sie bitte so freundlich sein; ~ Sie bitte einen Augenblick warten bitte warten Sie einen A.;
7 <in Wunschsätzen> ich wollte, er wäre schon da; wollte Gott, es wäre so! wenn es doch so wäre!; schön wäre es, wenn …;
8 <mit Passiv> müssen; die Pflanze will täglich gegossen werden; das will gelernt sein das muss man gelernt haben; das will genau überlegt sein
9 <zur Bez. einer Behauptung, eines angebl. Sachverhalts> er will dich gestern gesehen haben er hat dich angeblich gesehen, er behauptet, dich gesehen zu haben; und dann will es niemand gewesen sein <umg.> und dann behauptet jeder, er sei es nicht gewesen; er will schon vor vier Uhr da gewesen sein er behauptet, schon vor vier Uhr da gewesen zu sein;
10 gewollt gezwungen, unnatürlich; mit etwas gewollter Heiterkeit [<mhd. wollen, wellen <ahd. wellan, wellen <got. wiljan „wollen, wählen“ <germ. *wel- „wollen“]
['wol·len2]
[will, willst, wollen, wollt, wollte, wolltest, wollten, wolltet, wolle, wollest, wollet, gewollt, wollend, wollener, wollene, wollenes, wollenen, wollenem, wollenerer, wollenere, wolleneres, wolleneren, wollenerem, wollenster, wollenste, wollenstes, wollensten, wollenstem]