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Zahn  

Zahn, der; -[e]s, Zähne [mhd. zan(t), ahd. zan(d), eigtl. = der Kauende; 4: wohl nach dem mit Zähnen (3) versehenen Teil, an dem früher der Handgashebel entlanggeführt wurde]:

1.in einem der beiden Kiefer wurzelndes, gewöhnlich in die Mundhöhle ragendes [spitzes, scharfes] knochenähnliches Gebilde, das bes. zur Zerkleinerung der Nahrung dient: scharfe, strahlend weiße, regelmäßige, gepflegte, gesunde, schlechte, gelbe, kariöse, faule Zähne; ein hohler, lockerer, kranker Z.; die Zähne brechen durch; ein Z. wackelt, schmerzt; mir ist ein Z. abgebrochen; der Z. muss gezogen werden; ihr fallen die Zähne aus; du musst [dir] öfter die Zähne putzen; einen Z. plombieren, füllen; der Hund zeigte, fletschte, bleckt die Zähne; jmdm. einen Z. ausschlagen; jmdm. die Zähne einschlagen; falsche Zähne haben (ein Gebiss tragen); er murmelte dauernd etwas zwischen den Zähnen (artikulierte nicht deutlich); mit den Zähnen knirschen; der Z. des Zweifels nagt an ihr (Zweifel zehrt an ihr);

*dritte Zähne (künstliches Gebiss); der Z. der Zeit (ugs.; die in Verfall, Abnutzung sich zeigende zerstörende Kraft der Zeit; wohl LÜ von engl. tooth of time, Shakespeare, Maß für Maß, V, 1): dem Z. der Zeit zum Opfer fallen; der Z. der Zeit nagt auch an diesem Baudenkmal; jmdm. tut kein Z. mehr weh (ugs.; jmd. ist tot); jmdm. den Z. ziehen (ugs.; jmdm. eine Illusion, Hoffnung nehmen; jmdn. ernüchtern); [jmdm.] die Zähne zeigen (ugs.; [jmdm. gegenüber] Stärke demonstrieren, [jmdm.] seine Entschlossenheit zeigen zu handeln, sich durchzusetzen; nach der Drohhaltung von Hunden u. bestimmten Raubtieren); die Zähne zusammenbeißen (ugs.; ein Höchstmaß an Selbstbeherrschung aufbieten, um etw. sehr Unangenehmes, Schmerzhaftes ertragen zu können); die Zähne nicht auseinanderkriegen (ugs.; sich nicht äußern, nichts sagen, schweigen); sich <Dativ> an etw. die Zähne ausbeißen (ugs.; an einer schwierigen Aufgabe trotz größter Anstrengungen scheitern): an dieser Frage haben sich die Prüflinge die Zähne ausgebissen; sich <Dativ> an jmdm. die Zähne ausbeißen (ugs.; mit jmdm. nicht fertig werden; sich vergeblich bemühen, jmdn. zu etw. Bestimmtem zu veranlassen); lange Zähne machen/mit langen Zähnen essen (ugs.; beim Essen seinen Widerwillen deutlich erkennen lassen); jmdm. auf den Z. fühlen (ugs.; jmdn. ausforschen, einer sehr kritischen Prüfung unterziehen): die Kommission fühlte den Bewerbern gründlich auf den Z.; bis an die Zähne bewaffnet (schwer bewaffnet); [nur] für einen Zahn/für den hohlen Z. reichen, sein (salopp; [von Essbarem] bei Weitem nicht ausreichen, allzu wenig sein): dieses Steak war nur etwas für den hohlen Z.; etw. mit Zähnen und Klauen verteidigen (ugs.; etw. äußerst entschlossen u. mit allen verfügbaren Mitteln verteidigen): seine Privilegien mit Zähnen und Klauen verteidigen; etwas, nichts, nichts Ordentliches o. Ä. zwischen die Zähne kriegen (ugs.; etwas, nichts, nichts Nahrhaftes o. Ä. zu essen bekommen).


2.(Zool.) einem spitzen Zahn (1) gleichendes Gebilde auf der Haut eines Haifisches.


3.zackenartiger Teil, Zacke: die Zähne einer Säge, eines Kamms, einer Briefmarke, eines Laubblatts.


4.(ugs.) hohe Geschwindigkeit: einen ganz schönen Z. draufhaben;

*einen Z. zulegen (ugs.: seine Geschwindigkeit, sein Tempo [deutlich] erhöhen. sich in seinen Anstrengungen, seinen Bemühungen zur Erreichung eines Ziels [erheblich] steigern).


5.(salopp veraltend) junge Frau: ein heißer, steiler Z.
Zahn  

Zahn, der; -[e]s, Zähne
Zahn  


1. Spitze, Zacke, Zinke; (landsch.): Zacken.

2. hohe Geschwindigkeit, hohes Tempo, Schnelligkeit; (ugs.): Affentempo, Karacho, Rasanz; (salopp): Affenzahn; (Sport): Speed.

[Zahn]
[Zahnes, Zahns, Zahne, Zähne, Zähnen]
Zahn  

Zahn, der; -[e]s, Zähne [mhd. zan(t), ahd. zan(d), eigtl. = der Kauende; 4: wohl nach dem mit Zähnen (3) versehenen Teil, an dem früher der Handgashebel entlanggeführt wurde]:

1.in einem der beiden Kiefer wurzelndes, gewöhnlich in die Mundhöhle ragendes [spitzes, scharfes] knochenähnliches Gebilde, das bes. zur Zerkleinerung der Nahrung dient: scharfe, strahlend weiße, regelmäßige, gepflegte, gesunde, schlechte, gelbe, kariöse, faule Zähne; ein hohler, lockerer, kranker Z.; die Zähne brechen durch; ein Z. wackelt, schmerzt; mir ist ein Z. abgebrochen; der Z. muss gezogen werden; ihr fallen die Zähne aus; du musst [dir] öfter die Zähne putzen; einen Z. plombieren, füllen; der Hund zeigte, fletschte, bleckt die Zähne; jmdm. einen Z. ausschlagen; jmdm. die Zähne einschlagen; falsche Zähne haben (ein Gebiss tragen); er murmelte dauernd etwas zwischen den Zähnen (artikulierte nicht deutlich); mit den Zähnen knirschen; der Z. des Zweifels nagt an ihr (Zweifel zehrt an ihr);

*dritte Zähne (künstliches Gebiss); der Z. der Zeit (ugs.; die in Verfall, Abnutzung sich zeigende zerstörende Kraft der Zeit; wohl LÜ von engl. tooth of time, Shakespeare, Maß für Maß, V, 1): dem Z. der Zeit zum Opfer fallen; der Z. der Zeit nagt auch an diesem Baudenkmal; jmdm. tut kein Z. mehr weh (ugs.; jmd. ist tot); jmdm. den Z. ziehen (ugs.; jmdm. eine Illusion, Hoffnung nehmen; jmdn. ernüchtern); [jmdm.] die Zähne zeigen (ugs.; [jmdm. gegenüber] Stärke demonstrieren, [jmdm.] seine Entschlossenheit zeigen zu handeln, sich durchzusetzen; nach der Drohhaltung von Hunden u. bestimmten Raubtieren); die Zähne zusammenbeißen (ugs.; ein Höchstmaß an Selbstbeherrschung aufbieten, um etw. sehr Unangenehmes, Schmerzhaftes ertragen zu können); die Zähne nicht auseinanderkriegen (ugs.; sich nicht äußern, nichts sagen, schweigen); sich <Dativ> an etw. die Zähne ausbeißen (ugs.; an einer schwierigen Aufgabe trotz größter Anstrengungen scheitern): an dieser Frage haben sich die Prüflinge die Zähne ausgebissen; sich <Dativ> an jmdm. die Zähne ausbeißen (ugs.; mit jmdm. nicht fertig werden; sich vergeblich bemühen, jmdn. zu etw. Bestimmtem zu veranlassen); lange Zähne machen/mit langen Zähnen essen (ugs.; beim Essen seinen Widerwillen deutlich erkennen lassen); jmdm. auf den Z. fühlen (ugs.; jmdn. ausforschen, einer sehr kritischen Prüfung unterziehen): die Kommission fühlte den Bewerbern gründlich auf den Z.; bis an die Zähne bewaffnet (schwer bewaffnet); [nur] für einen Zahn/für den hohlen Z. reichen, sein (salopp; [von Essbarem] bei Weitem nicht ausreichen, allzu wenig sein): dieses Steak war nur etwas für den hohlen Z.; etw. mit Zähnen und Klauen verteidigen (ugs.; etw. äußerst entschlossen u. mit allen verfügbaren Mitteln verteidigen): seine Privilegien mit Zähnen und Klauen verteidigen; etwas, nichts, nichts Ordentliches o. Ä. zwischen die Zähne kriegen (ugs.; etwas, nichts, nichts Nahrhaftes o. Ä. zu essen bekommen).


2.(Zool.) einem spitzen Zahn (1) gleichendes Gebilde auf der Haut eines Haifisches.


3.zackenartiger Teil, Zacke: die Zähne einer Säge, eines Kamms, einer Briefmarke, eines Laubblatts.


4.(ugs.) hohe Geschwindigkeit: einen ganz schönen Z. draufhaben;

*einen Z. zulegen (ugs.: seine Geschwindigkeit, sein Tempo [deutlich] erhöhen. sich in seinen Anstrengungen, seinen Bemühungen zur Erreichung eines Ziels [erheblich] steigern).


5.(salopp veraltend) junge Frau: ein heißer, steiler Z.
Zahn  

n.
<m. 1u>
1 Teil des Gebisses des Menschen u. der Wirbeltiere: Dens (Backen~, Eck~, Schneide~, Weisheits~); Zacke, Spitze (in einer Reihe, z.B. von Kamm, Säge, Zahnrad); <fig.; umg.> Geschwindigkeit
2 der ~ der Zeit <fig.> der Lauf der Zeit (in dem sich die Dinge allmählich abnutzen);
3 ;sich einen ~ (an einem harten Bissen) ausbeißen; sich die Zähne an einer Arbeit, Aufgabe ausbeißen <fig.; umg.> geistige Mühe haben, sehr lange u. scharf nachdenken müssen, um eine A. zu bewältigen; das Kind bekommt Zähne; einen ziemlichen ~ draufhaben <fig.; umg.> ziemlich schnell fahren; einschlagen: sei ruhig, oder ich schlag dir die Zähne ein! <derb> (Drohung); der Hund fletscht die Zähne; einen ~ füllen, plombieren; die Zähne heben (beim Essen) <umg.> lustlos, mit Widerwillen essen; sich die Zähne putzen; bei mir wackelt ein ~; jmdm. die Zähne zeigen <fig.> sich gegen jmdn. zur Wehr setzen, zeigen, dass man böse werden kann; jmdm. einen ~ ziehen entfernen; diesen Zahn werde ich ihm ziehen <fig.; umg.> von dieser falschen Vorstellung werde ich ihn befreien, diese Illusion werde ich ihm nehmen; die Zähne zusammenbeißen <fig.> tapfer sein;
4 die dritten Zähne <umg.; scherzh.> Zahnersatz, falsche Zähne (nachdem die natürl. Z. im Alter ausgefallen od. gezogen sind); falsche, künstliche Zähne; gute, gesunde, kranke, schlechte Zähne haben; das ist gerade etwas für den hohlen ~ <fig.; umg.> das ist zu wenig (zu essen od. zu trinken); lockerer ~; oberer, unterer ~
5 jmdm. auf den ~ fühlen <fig.; umg.> jmds. Fähigkeiten od. Gesinnung zu ergründen suchen; bis an die Zähne bewaffnet <fig.> stark bewaffnet; mit den Zähnen klappern (vor Kälte od. Angst); mit den Zähnen knirschen (vor Wut); Auge um Auge, ~ um ~ (2. Buch Mose 21,24) wie du mir, so ich dir; [<mhd. zant, zan <ahd. zand, zan <lat. dens, Gen. dentis „Zahn“, grch. odon, Gen. odontos „Zahn“ <idg. *(e)dont „Zahn“; zu *ed- „kauen, essen“]
[Zahn]
[Zahnes, Zahns, Zahne, Zähne, Zähnen]