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Zei|chen, das; -s, - [mhd. zeichen, ahd. zeihhan, verw. mit ↑ zeihen ]:

1.a)etw. Sichtbares, Hörbares (bes. eine Geste, Gebärde, ein Laut o. Ä.), das als Hinweis dient, etw. deutlich macht, mit dem jmd. auf etw. aufmerksam gemacht, zu etw. veranlasst o. Ä. wird: ein leises, heimliches, unmissverständliches Z.; das Z. zum Aufbruch, Angriff ertönte; jmdm. mit der Taschenlampe ein Z. geben; sie machte [ihm] ein Z., er solle sich entfernen; sich durch Z. miteinander verständigen; zum Z. (um erkennen zu lassen), dass er sie verstanden habe, nickte er mit dem Kopf; zum Z./als Z. (zur Besiegelung, Verdeutlichung) ihrer Versöhnung umarmten sie sich;

b)der Kenntlichmachung von etw., dem Hinweis auf etw. dienende Kennzeichnung, Markierung od. als solche dienender Gegenstand: ein kreisförmiges Z.; er machte, kerbte, schnitt ein Z. in den Baum; sie brannten den Rindern ihr Z. ein; setzen Sie bitte Ihr Z. (das Abkürzungszeichen Ihres Namens) unter das Schriftstück;

*Z., ein Z. setzen (Richtungweisendes tun; Anstöße, einen Anstoß geben); seines/ihres usw. -s (veraltend, noch scherzh.; von Beruf; von seiner, ihrer Stellung, Funktion her; nach den alten Hausmarken od. Zunftzeichen): er war seines -s Schneider/war Schneider seines -s;

c)(für etw.) festgelegte, mit einer bestimmten Bedeutung verknüpfte, eine ganz bestimmte Information vermittelnde grafische Einheit; Symbol (2) : mathematische Z.; das Z. des Kreuzes; das Z. für »Paragraf«; das Z. (Verkehrszeichen) für Überholverbot; du musst die Z. (Satzzeichen) richtig setzen; bei der Klavierübung die Z. (Versetzungszeichen, Vortragszeichen) nicht beachten.



2.etw. (Sichtbares, Spürbares, bes. eine Verhaltensweise, Erscheinung, ein Geschehen, Vorgang, Ereignis o. Ä.), was jmdm. etw. zeigt, für jmdn. ein Anzeichen, Symptom, Vorzeichen darstellt: ein sicheres, eindeutiges, untrügliches, klares, deutliches, alarmierendes Z.; das ist kein gutes Z.; die ersten Z. einer Krankheit, des Verfalls; wenn nicht alle Z. trügen; auf ein Z. warten; er hielt es für ein Z. von Schwäche; das ist ja wie ein Z. des Himmels; ein Z. der Zeit (etwas für diese Zeit Bezeichnendes) sein;

R es geschehen noch Z. und Wunder! (Ausruf des Erstaunens, der Überraschung, bes. über ein nicht mehr erwartetes, für möglich gehaltenes Geschehen);


*die Z. der Zeit (die augenblickliche, bestimmte zukünftige Entwicklungen betreffende Lage, Situation; nach Matth. 16, 3): er hat damals die Z. der Zeit erkannt; die Z. stehen auf Sturm (es deutet alles darauf hin, dass es zu einem offen ausgetragenen Konflikt o. Ä. kommen wird).


3. Tierkreiszeichen, Sternzeichen: sie ist im Z. des Löwen geboren;

*im/unter dem Z. von etw. stehen, geschehen, leben o. Ä. (geh.; von etw. geprägt, entscheidend beeinflusst werden): die ganze Stadt stand im Z. der Olympiade; unter einem guten/glücklichen/[un]günstigen o. ä. Z. stehen (geh.; in Bezug auf Unternehmungen o. Ä. [un]günstige Voraussetzungen haben, einen guten, glücklichen, [un]günstigen Verlauf nehmen).
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Zei|chen, das; -s, -; Zeichen setzen
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1. a) Bewegung, Gebärde, Geste, Handbewegung, Wink; (österr.): Deuter.

b) Charakterisierung, Eigenschaft, Erkennungszeichen, Hinweis, Kennzeichen, Kennzeichnung, Markierung, Merkmal, Spiegelbild, Spiegelung; (bildungsspr.): Charakteristikum, Kriterium, Signal, Signum, Symptom.

c) Bild[symbol], Emblem, Kennzeichen, Merkmal, Sinnbild, Symbol; (bildungsspr.): Attribut; (bild. Kunst, Dichtk.): Allegorie.

2. Ankündigung, Anzeichen, Bote, Prophet, Signal, Vorbote, Vorläufer, Vorzeichen; (bildungsspr.): Auspizium, Omen.

3. Chiffre, Code, Geheimzeichen, Schlüssel.

[Zeichen]
[Zeichens]
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Zei|chen, das; -s, - [mhd. zeichen, ahd. zeihhan, verw. mit ↑ zeihen]:

1.
a)etw. Sichtbares, Hörbares (bes. eine Geste, Gebärde, ein Laut o. Ä.), das als Hinweis dient, etw. deutlich macht, mit dem jmd. auf etw. aufmerksam gemacht, zu etw. veranlasst o. Ä. wird: ein leises, heimliches, unmissverständliches Z.; das Z. zum Aufbruch, Angriff ertönte; jmdm. mit der Taschenlampe ein Z. geben; sie machte [ihm] ein Z., er solle sich entfernen; sich durch Z. miteinander verständigen; zum Z. (um erkennen zu lassen), dass er sie verstanden habe, nickte er mit dem Kopf; zum Z./als Z. (zur Besiegelung, Verdeutlichung) ihrer Versöhnung umarmten sie sich;

b)der Kenntlichmachung von etw., dem Hinweis auf etw. dienende Kennzeichnung, Markierung od. als solche dienender Gegenstand: ein kreisförmiges Z.; er machte, kerbte, schnitt ein Z. in den Baum; sie brannten den Rindern ihr Z. ein; setzen Sie bitte Ihr Z. (das Abkürzungszeichen Ihres Namens) unter das Schriftstück;

*Z., ein Z. setzen (Richtungweisendes tun; Anstöße, einen Anstoß geben); seines/ihres usw. -s (veraltend, noch scherzh.; von Beruf; von seiner, ihrer Stellung, Funktion her; nach den alten Hausmarken od. Zunftzeichen): er war seines -s Schneider/war Schneider seines -s;

c)(für etw.) festgelegte, mit einer bestimmten Bedeutung verknüpfte, eine ganz bestimmte Information vermittelnde grafische Einheit; Symbol (2): mathematische Z.; das Z. des Kreuzes; das Z. für »Paragraf«; das Z. (Verkehrszeichen) für Überholverbot; du musst die Z. (Satzzeichen) richtig setzen; bei der Klavierübung die Z. (Versetzungszeichen, Vortragszeichen) nicht beachten.



2.etw. (Sichtbares, Spürbares, bes. eine Verhaltensweise, Erscheinung, ein Geschehen, Vorgang, Ereignis o. Ä.), was jmdm. etw. zeigt, für jmdn. ein Anzeichen, Symptom, Vorzeichen darstellt: ein sicheres, eindeutiges, untrügliches, klares, deutliches, alarmierendes Z.; das ist kein gutes Z.; die ersten Z. einer Krankheit, des Verfalls; wenn nicht alle Z. trügen; auf ein Z. warten; er hielt es für ein Z. von Schwäche; das ist ja wie ein Z. des Himmels; ein Z. der Zeit (etwas für diese Zeit Bezeichnendes) sein;

R es geschehen noch Z. und Wunder! (Ausruf des Erstaunens, der Überraschung, bes. über ein nicht mehr erwartetes, für möglich gehaltenes Geschehen);


*die Z. der Zeit (die augenblickliche, bestimmte zukünftige Entwicklungen betreffende Lage, Situation; nach Matth. 16, 3): er hat damals die Z. der Zeit erkannt; die Z. stehen auf Sturm (es deutet alles darauf hin, dass es zu einem offen ausgetragenen Konflikt o. Ä. kommen wird).


3. Tierkreiszeichen, Sternzeichen: sie ist im Z. des Löwen geboren;

*im/unter dem Z. von etw. stehen, geschehen, leben o. Ä. (geh.; von etw. geprägt, entscheidend beeinflusst werden): die ganze Stadt stand im Z. der Olympiade; unter einem guten/glücklichen/[un]günstigen o. ä. Z. stehen (geh.; in Bezug auf Unternehmungen o. Ä. [un]günstige Voraussetzungen haben, einen guten, glücklichen, [un]günstigen Verlauf nehmen).
Zeichen  

n.
<n. 13>
1 sinnlich wahrnehmbarer Hinweis, Signal (Krankheits~, Verkehrs~); etwas sichtbar, hörbar, schriftlich Dargestelltes, das von etwas Kunde gibt od. für etwas anderes steht, Sinnbild, Symbol (Frage~, Kreuz~, Kreuzes~, Merk~, Schrift~, Tierkreis~); bildl. Darstellung od. Figur, Merkmal, körperl. Bildung o.Ä., die bzw. das etwas aus anderen heraushebt, etwas kennzeichnet, Kennzeichen, Abzeichen (Handwerks~, Waren~); <kurz für> Satzzeichen; <allg.> Beweis, Probe; <veraltet> Wunder; <Naturwissenschaften, Math.> (international) vereinbartes Symbol zur vereinfachten Darstellung von wissenschaftl. Begriffen, chem. Stoffen, Maßen u. Gewichten; <Pl.; kurz für> Zeichenerklärung (auf Landkarten)
2 ;das ~ des Kreuzes machen, schlagen; das ist ein ~ der Zeit
3 ;wenn man mit dem Fahrzeug links oder rechts abbiegt, muss man ~ geben; geben Sie doch ~!; jmdm. ein ~ geben; sich an einer Stelle im Buch ein ~ machen; an die Tür ein ~ machen; sein: Wetterleuchten ist ein ~ für ein fernes Gewitter; ~ setzen die Satzzeichen setzen; wenn nicht alle ~ trügen, dann gibt es heute noch ein Gewitter
4 er ist seines ~s Uhrmacher er ist von Beruf U. (nach der früheren Sitte der Handwerker, ihr Berufszeichen über ihrer Tür anzubringen); das ist ein böses, gutes, schlechtes ~ das lässt auf kommendes Böses, Gutes, Unheil schließen; deutliches, heimliches, klares, untrügliches, verabredetes ~; mathematisches ~, z.B. +, √; musikalisches ~ Vorzeichen, Versetzungszeichen;
5 ;ein Kreuz, ein Strich als ~, dass …; ein Geschenk als ~ der Freundschaft, Liebe, Verehrung; Fieber, Schmerzen als ~ einer Krankheit; ein Lorbeerzweig als ~ des Sieges, des Ruhmes; sich durch ~ miteinander verständigen; das ist ein (untrügliches) ~ für …; schwüle, drückende Hitze ist meist das ~ für ein kommendes Gewitter; die Sonne steht im ~ des Krebses im Sternbild des Krebses (innerhalb des Tierkreises); der Abend stand im ~ der frohen Nachricht wurde von der N. geprägt, beeinflusst; das Fest, die Reise stand unter einem glücklichen ~; sein Verhalten ist ein ~ von Großzügigkeit, Schwäche, Unsicherheit; zum ~, dass ich dein gedacht, hab' ich dir etwas mitgebracht <umg.; scherzh.> zum ~ der Ablehnung, der Zustimmung den Kopf schütteln, mit dem Kopf nicken; das ~ zur Abfahrt, zum Halten, zum Start; das ~ zum Aufbruch geben <umg.> aufstehen, um anzuzeigen, dass man gehen will u. die anderen Gäste auch gehen sollten; [<mhd. zeichen <ahd. zeihhan „Wunderzeichen“ <germ. *taikna <idg. *dei-, *deia- „hell glänzen, schimmern, scheinen“]
['Zei·chen]
[Zeichens]