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Zeug  

Zeug, das; -[e]s, -e [mhd. (ge)ziuc, ahd. (gi)ziuch, verw. mit ↑ ziehen u. eigtl. = das (Mittel zum) Ziehen]:

1.<o. Pl.> (ugs., oft abwertend) a)etw., dem kein besonderer Wert beigemessen wird, was für mehr od. weniger unbrauchbar gehalten u. deshalb nicht mit seiner eigentlichen Bezeichnung benannt wird: das Z. riecht unangenehm, schmeckt gut, ist ziemlich teuer; nimm das Z. da weg!; ein furchtbares Z. zu essen kriegen; der Händler ist sein Z. (seine Ware) nicht losgeworden;

b)Unsinn, bes. unsinniges Geschwätz: [das ist doch] dummes Z.!; nur albernes Z. reden; den ganzen Tag dummes Z. treiben.



2.a)(veraltet) Tuch, Stoff, Gewebe: Betttücher aus feinem Z.;

b)(veraltend) jmds. Kleidung, Wäsche: sie tragen der Kälte wegen dickes Z.; sein Z. in Ordnung halten;

*jmdm. etwas am Z./-e flicken (ugs.; jmdm. etw. Nachteiliges nachsagen; eigtl. = sich an jmds. Kleidung zu schaffen machen);

c)(veraltet) Arbeitsgerät, Werkzeug: sein Z. mitbringen;

*in jmdm. steckt das Z. zu etw., jmd. hat/besitzt das Z. zu etw. (ugs.; jmd. hat das Talent, die Begabung, die Fähigkeit o. Ä. für etw., etw. Bestimmtes zu werden; im Sinne von »wer gutes Werkzeug hat, kann gute Arbeit leisten«);

d)(Seemannsspr.) Takelage: mit vollem Z. segeln.



3.(veraltet) Geschirr der Zugtiere: dem Pferd das Z. anlegen;

*was das Z. hält (ugs.; kräftig, heftig, intensiv): sie schreien, was das Z. hält; sich ins Z. legen (ugs.; sich nach Kräften anstrengen, bemühen); sich für jmdn., etw. ins Z. legen (ugs.; sich für jmdn., etw. einsetzen).
Zeug  

Zeug, das; -[e]s, -e; jmdm. etwas am Zeug flicken (ugs. für an jmdm. kleinliche Kritik üben)
Zeug  


1. Kleider, Kleidung, Kleidungsstücke; (salopp): Klamotten; (fam.): Sachen; (nordd. salopp): Plünnen.

2. Zeugs.

3. Anlage, Befähigung, Begabung, Beschlagenheit, Eignung, Fähigkeit, Fertigkeit, Gabe, Geschick, Gewandtheit, Kompetenz, Können, Qualifikation, Talent, Veranlagung, Voraussetzung; (geh.): Vermögen; (bildungsspr.): Potenzial.

[Zeug]
[Zeuges, Zeugs, Zeuge, Zeugen]

sich ins Zeug legen
sich abkämpfen, sich abmühen, alle Kräfte anspannen, sich anstrengen, sich beeifern, sich bemühen, sich einsetzen, sich ins Geschirr legen, kämpfen für, sich Mühe geben, nichts unversucht lassen, seine ganze Kraft aufbieten; (österr.): antauchen; (schweiz.): sich wehren; (geh.): sich angelegen sein lassen, Anstrengungen unternehmen, sich befleißigen; (meist geh.): sich mühen; (ugs.): sich abstrampeln, sich abzappeln, sich auf die Hinterbeine setzen/stellen, sich dahinterklemmen, sich dahinterknien, rackern, strampeln; (derb): sich den Arsch aufreißen.
[• Zeug]
[Zeuges, Zeugs, Zeuge, Zeugen]
Zeug  

Zeug, das; -[e]s, -e [mhd. (ge)ziuc, ahd. (gi)ziuch, verw. mit ↑ ziehen u. eigtl. = das (Mittel zum) Ziehen]:

1.<o. Pl.> (ugs., oft abwertend)
a)etw., dem kein besonderer Wert beigemessen wird, was für mehr od. weniger unbrauchbar gehalten u. deshalb nicht mit seiner eigentlichen Bezeichnung benannt wird: das Z. riecht unangenehm, schmeckt gut, ist ziemlich teuer; nimm das Z. da weg!; ein furchtbares Z. zu essen kriegen; der Händler ist sein Z. (seine Ware) nicht losgeworden;

b)Unsinn, bes. unsinniges Geschwätz: [das ist doch] dummes Z.!; nur albernes Z. reden; den ganzen Tag dummes Z. treiben.



2.
a)(veraltet) Tuch, Stoff, Gewebe: Betttücher aus feinem Z.;

b)(veraltend) jmds. Kleidung, Wäsche: sie tragen der Kälte wegen dickes Z.; sein Z. in Ordnung halten;

*jmdm. etwas am Z./-e flicken (ugs.; jmdm. etw. Nachteiliges nachsagen; eigtl. = sich an jmds. Kleidung zu schaffen machen);

c)(veraltet) Arbeitsgerät, Werkzeug: sein Z. mitbringen;

*in jmdm. steckt das Z. zu etw., jmd. hat/besitzt das Z. zu etw. (ugs.; jmd. hat das Talent, die Begabung, die Fähigkeit o. Ä. für etw., etw. Bestimmtes zu werden; im Sinne von »wer gutes Werkzeug hat, kann gute Arbeit leisten«);

d)(Seemannsspr.) Takelage: mit vollem Z. segeln.



3.(veraltet) Geschirr der Zugtiere: dem Pferd das Z. anlegen;

*was das Z. hält (ugs.; kräftig, heftig, intensiv): sie schreien, was das Z. hält; sich ins Z. legen (ugs.; sich nach Kräften anstrengen, bemühen); sich für jmdn., etw. ins Z. legen (ugs.; sich für jmdn., etw. einsetzen).
Zeug  

n.
<n. 11>
1 <zählb.> Gewebe
2 <unz.> Textilien, Kleidung (Öl~), Wäsche (Lein~, Bett~); Arbeitsgeräte (Handwerks~); Material, Rohstoff zur Verarbeitung; allerlei Dinge, Kram, Siebensachen; <Brauerei> Bierhefe; <Jägerspr.> Tücher, Netze, Lappen, mit denen bei Treibjagden ein Waldstück abgegrenzt wird; <Mil.; veraltet> Artilleriegeräte; <umg.> schlechte Speise, schlechtes Getränk
3 ;du könntest endlich dein ~ aufräumen; er hat das ~ zu einem guten Reiter <fig.> die Fähigkeiten; er hat nicht das ~ dazu er eignet sich nicht dafür; arbeiten, was das ~ hält <eigtl.> was das Gerät, Material nur aushält, <fig.> mit allen Kräften, so viel wie möglich; sein ~ in Ordnung halten
4 ;ist das dein ~ hier? altes ~; (das ist doch) dummes ~! (das ist doch) Unsinn, dummes Gerede; dummes ~ reden Unsinn reden; das ist ja ein fürchterliches, ungenießbares ~! <umg.> unnützes ~
5 jmdm. etwas am ~e flicken <fig.> an jmdm. etwas auszusetzen haben, ihn schulmeistern; sich (ordentlich) ins ~ legen <eigtl.> ins Geschirr (zum Ziehen), <fig.> sich sehr anstrengen; sich für etwas, für jmdn. ins ~ legen <fig.> sich für etwas, für jmdn. einsetzen; was soll ich mit all dem ~? [<mhd. ziuc <ahd. (gi)ziug „Stoff, Gerät, Aufwand“ <germ. *teuga- „Zuggerät“, fig. a. „Erzeugungsmittel“; verwandt mit ziehen, zeugen]
[Zeug]
[Zeuges, Zeugs, Zeuge, Zeugen]