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Zug  

1Zug, der; -[e]s, Züge [mhd., ahd. zuc, zu ↑ ziehen u. eigtl. = das Ziehen; 1 a: nach gleichbed. engl. train, urspr. = Gefolge, dann über »in einer Reihe sich bewegende Wagen od. Packtiere« Bedeutungsentwicklung zu »Gruppe, Kolonne (von Fahrzeugen od. Personen)« u. »Eisenbahnzug«]:

1.a)Lokomotive od. Triebwagen mit den zugehörigen (angekoppelten) Wagen (bei der Eisenbahn, Straßenbahn o. Ä.): ein überfüllter, leerer, fahrplanmäßiger, verspäteter Z.; der Z. nach Frankfurt läuft auf Gleis 2 ein; der Z. hält, fährt gleich ab, kommt voraussichtlich zehn Minuten später an; dieser Z. hat keinen Anschluss (es fährt kein Anschlusszug in die gewünschte Richtung); dieser Z. führt nur Wagen erster, hat nur erste Klasse, einen Speisewagen; mein Z. geht in einer Stunde; einen Z. benutzen, verpassen, versäumen, gerade noch erreichen; Vorsicht bei der Abfahrt des -es!; jmdn. an den Z. bringen; sich nach den Zügen (dem Fahrplan der Züge) erkundigen; im Zug sitzen; auf den fahrenden Z. aufspringen; jmdn. vom Z. abholen, zum Z. bringen;

R der Z. ist abgefahren (ugs.; es ist zu spät, man kann nichts mehr ändern);


*im falschen Z. sitzen (ugs.; sich nicht richtig entschieden haben);

b)Lastzug;

c)Feuerlöschzug: die Feuerwehr war mit drei Zügen ausgerückt;

d)Gespann: ein Z. Ochsen, Schlittenhunde.



2.a)sich fortbewegende Gruppe, Schar, Kolonne: ein langer Z. von Demonstranten, Trauernden; endlose Züge von Flüchtlingen; fröhliche Musikanten schritten dem Z. voran; sich zu einem Z. formieren;

b)das Ziehen, Sichfortbewegen [in einer Gruppe]: der Z. der Wildgänse nach Norden hat begonnen; den Z. der Wolken beobachten; im -e (Papierdt.; im Zusammenhang mit) der neuen Entwicklung.



3.das Einwirken auf etw., um es zu sich hin zu bewegen; gegen die Kräfte des Festhaltens od. des inneren Zusammenhalts wirkende Kraft: ein starker Z. nach unten, nach der Seite; Z. ausüben; das ist der Z. der Zeit; sie hat einen Z. ins Gemeine; dem Z. des Herzens folgen;

*in etw. ist Z. (ugs.; in einer Sache ist Schwung); gut im -e/im besten -e mit etw. sein (gut mit etw. vorankommen; arbeitend weiterkommen).


4.a) Vorrichtung (z. B. Band, Hebel, Griff), mit der ein Zug (3) ausgeübt wird, um etw. auseinander- oder zusammenzuziehen, zu öffnen od. zu schließen o. Ä.: der Z. am Rollladen, an der Gardine; der Z. (ausziehbares Mittelteil) der Posaune;

b)(landsch.) ausziehbares Fach, Schubfach: die Züge im Schreibtisch.



5.(Brettspiele) das Bewegen, Weiterrücken einer Figur: ein kluger, [un]überlegter Z.; wer hat den ersten Z.?; Schwarz ist am Z.; matt in drei Zügen; taktische Züge; jetzt ist die andere Seite am Z. (muss sie handeln, etw. unternehmen); etwas Z. um Z. (eins nach dem andern ohne Unterbrechung) erledigen;

*zum Z. kommen (entscheidend aktiv werden können, die Möglichkeit zum Handeln bekommen): er ist bei seiner Freundin, bei dieser Sache wieder nicht zum -e gekommen.


6.a)Schluck: einen kräftigen Z. aus der Flasche tun; einen tiefen Z. nehmen; er stürzte das Bier in einem Z. hinunter, leerte das Glas auf einen/in einem Z. (ohne abzusetzen);

*einen guten Z. haben (ugs.; viel auf einmal trinken, ohne abzusetzen); in einem Z. (ohne Unterbrechung): er hat den Roman in einem Z. gelesen;

b)das Einziehen von Rauch: ein gieriger, hastiger Z. an der Zigarette; er tat einige Züge;

c)tiefes Atmen, Atemzug: die Luft in tiefen, vollen Zügen einziehen;

*etw. in vollen Zügen genießen (etw. voll u. ganz genießen, auskosten); in den letzten Zügen liegen (ugs.; im Sterben liegen; eigtl. = die letzten Atemzüge tun).



7.Bewegung des kräftigen Durchziehens beim Schwimmen od. Rudern, Schlag: in langen Zügen rudern.


8.<o. Pl.> a)als unangenehm empfundener Luftzug: hier herrscht [ein] ständiger Z.; keinen Z. vertragen; die Fenster müssen gegen Z. abgedichtet werden; im Z. (an einer Stelle, an der es zieht) sitzen;

b)nach außen, zum Schornstein führender Luftzug im Ofen: der Ofen hat [keinen] guten Z.; bei zu viel Z. brennt das Feuer schnell herunter.



9.Durchgang, Kanal, Rohr für die Luft im Ofen od. Kamin: der Z. ist nicht richtig abgedichtet.


10.Linie[nführung] einer Schrift od. Zeichnung; Schriftzug: die Züge der Schrift können etwas über den Charakter des Schreibers aussagen;

*in großen, groben Zügen (nur in Umrissen, skizzenhaft, ohne auf Einzelheiten einzugehen): etw. in großen Zügen darstellen; das ist in groben Zügen die Vorgeschichte.


11.typische Linie des Gesichts, Ausdruck: sympathische, jungenhafte, scharfe, fein geschnittene, brutale Züge; in seinem Gesicht lag ein Z. von Strenge; er hat einen energischen Z. um den Mund; diese Stadt trägt noch dörfliche Züge.


12.charakteristische Art, Wesenszug: ein eigenartiger, charakteristischer Z. an ihm; das war kein schöner Z. von dir (das war nicht nett); das Werk hat romantische Züge.


13.(ugs.) durch Erziehung erreichte Ordnung, Ausrichtung; Disziplin: militärischer Z.; der Trainer hat Z. in die Mannschaft gebracht.


14.a)unter dem Kommando eines Zugführers stehende kleinste militärische Abteilung: ein Z. Infanterie;

b)durch fachliche Merkmale gekennzeichnete Abteilung, Fachrichtung: der altsprachliche, neusprachliche, mathematisch-naturwissenschaftliche, musische Z. eines Gymnasiums.



15.spiralig gewundene Vertiefung im Innern des Laufs einer Feuerwaffe: die Züge eines Gewehres, Geschützrohrs.


16.(selten) lang gestreckte landschaftliche Formation (z. B. Gebirgszug, Höhenzug): die Züge des Odenwaldes.


2Zug: Kanton u. Stadt in der Schweiz.
Zug  


1. Bahn, Eisenbahn.

2. Gruppe, Heer, Kollektiv, Kolonne, Legion, Menge, Pulk, Rudel, Schar, Schwarm, Treck, Trupp, Truppe; (schweiz.): Harst; (ugs.): Geschwader, Korona; (abwertend): Herde, Rotte; (abwertend od. scherzh.): Bande; (ugs. abwertend): Meute; (emotional abwertend): Horde.

3. Mundvoll, Schluck; (veraltend): Trunk.

4. Durchzug, [leichter] Wind, Luftstrom, Luftströmung, Luftzug, Zugluft, Zugwind.

5. a) Ausdruck, Gesicht, Gesichtsausdruck, Miene, Mimik.

b) Charakter, charakteristische Art, Eigenart, Eigenheit, Eigenschaft, Eigentümlichkeit, Kennzeichen, Merkmal, Note, Spezifikum, Wesen, Zeichen; (bildungsspr.): Charakteristikum.

[Zug]
[Zuges, Zugs, Zuge, Züge, Zügen]

in einem Zug
einwandfrei, fehlerlos, fließend, flüssig, mühelos, nicht abgehackt/holprig, ohne ins Stocken zu geraten, ohne zu stocken, ohne Unterbrechung, perfekt, zügig; (ugs.): ohne stecken zu bleiben.

in groben Zügen
andeutungsweise, bruchstückhaft, holzschnittartig, nur in Umrissen, skizzenhaft, ungefähr, ungenau, unscharf, vage, verschwommen; (geh.): schemenhaft; (bildungsspr.): rudimentär.
[• Zug]
[Zuges, Zugs, Zuge, Züge, Zügen]
Zug  

1Zug, der; -[e]s, Züge [mhd., ahd. zuc, zu ↑ ziehen u. eigtl. = das Ziehen; 1 a: nach gleichbed. engl. train, urspr. = Gefolge, dann über »in einer Reihe sich bewegende Wagen od. Packtiere« Bedeutungsentwicklung zu »Gruppe, Kolonne (von Fahrzeugen od. Personen)« u. »Eisenbahnzug«]:

1.
a)Lokomotive od. Triebwagen mit den zugehörigen (angekoppelten) Wagen (bei der Eisenbahn, Straßenbahn o. Ä.): ein überfüllter, leerer, fahrplanmäßiger, verspäteter Z.; der Z. nach Frankfurt läuft auf Gleis 2 ein; der Z. hält, fährt gleich ab, kommt voraussichtlich zehn Minuten später an; dieser Z. hat keinen Anschluss (es fährt kein Anschlusszug in die gewünschte Richtung); dieser Z. führt nur Wagen erster, hat nur erste Klasse, einen Speisewagen; mein Z. geht in einer Stunde; einen Z. benutzen, verpassen, versäumen, gerade noch erreichen; Vorsicht bei der Abfahrt des -es!; jmdn. an den Z. bringen; sich nach den Zügen (dem Fahrplan der Züge) erkundigen; im Zug sitzen; auf den fahrenden Z. aufspringen; jmdn. vom Z. abholen, zum Z. bringen;

Rder Z. ist abgefahren (ugs.; es ist zu spät, man kann nichts mehr ändern);


*im falschen Z. sitzen (ugs.; sich nicht richtig entschieden haben);

b)Lastzug;

c)Feuerlöschzug: die Feuerwehr war mit drei Zügen ausgerückt;

d)Gespann: ein Z. Ochsen, Schlittenhunde.



2.
a)sich fortbewegende Gruppe, Schar, Kolonne: ein langer Z. von Demonstranten, Trauernden; endlose Züge von Flüchtlingen; fröhliche Musikanten schritten dem Z. voran; sich zu einem Z. formieren;

b)das Ziehen, Sichfortbewegen [in einer Gruppe]: der Z. der Wildgänse nach Norden hat begonnen; den Z. der Wolken beobachten; im -e (Papierdt.; im Zusammenhang mit) der neuen Entwicklung.



3.das Einwirken auf etw., um es zu sich hin zu bewegen; gegen die Kräfte des Festhaltens od. des inneren Zusammenhalts wirkende Kraft: ein starker Z. nach unten, nach der Seite; Z. ausüben; das ist der Z. der Zeit; sie hat einen Z. ins Gemeine; dem Z. des Herzens folgen;

*in etw. ist Z. (ugs.; in einer Sache ist Schwung); gut im -e/im besten -e mit etw. sein (gut mit etw. vorankommen; arbeitend weiterkommen).


4.
a) Vorrichtung (z. B. Band, Hebel, Griff), mit der ein Zug (3) ausgeübt wird, um etw. auseinander- oder zusammenzuziehen, zu öffnen od. zu schließen o. Ä.: der Z. am Rollladen, an der Gardine; der Z. (ausziehbares Mittelteil) der Posaune;

b)(landsch.) ausziehbares Fach, Schubfach: die Züge im Schreibtisch.



5.(Brettspiele) das Bewegen, Weiterrücken einer Figur: ein kluger, [un]überlegter Z.; wer hat den ersten Z.?; Schwarz ist am Z.; matt in drei Zügen; taktische Züge; jetzt ist die andere Seite am Z. (muss sie handeln, etw. unternehmen); etwas Z. um Z. (eins nach dem andern ohne Unterbrechung) erledigen;

*zum Z. kommen (entscheidend aktiv werden können, die Möglichkeit zum Handeln bekommen): er ist bei seiner Freundin, bei dieser Sache wieder nicht zum -e gekommen.


6.
a)Schluck: einen kräftigen Z. aus der Flasche tun; einen tiefen Z. nehmen; er stürzte das Bier in einem Z. hinunter, leerte das Glas auf einen/in einem Z. (ohne abzusetzen);

*einen guten Z. haben (ugs.; viel auf einmal trinken, ohne abzusetzen); in einem Z. (ohne Unterbrechung): er hat den Roman in einem Z. gelesen;

b)das Einziehen von Rauch: ein gieriger, hastiger Z. an der Zigarette; er tat einige Züge;

c)tiefes Atmen, Atemzug: die Luft in tiefen, vollen Zügen einziehen;

*etw. in vollen Zügen genießen (etw. voll u. ganz genießen, auskosten); in den letzten Zügen liegen (ugs.; im Sterben liegen; eigtl. = die letzten Atemzüge tun).



7.Bewegung des kräftigen Durchziehens beim Schwimmen od. Rudern, Schlag: in langen Zügen rudern.


8.<o. Pl.>
a)als unangenehm empfundener Luftzug: hier herrscht [ein] ständiger Z.; keinen Z. vertragen; die Fenster müssen gegen Z. abgedichtet werden; im Z. (an einer Stelle, an der es zieht) sitzen;

b)nach außen, zum Schornstein führender Luftzug im Ofen: der Ofen hat [keinen] guten Z.; bei zu viel Z. brennt das Feuer schnell herunter.



9.Durchgang, Kanal, Rohr für die Luft im Ofen od. Kamin: der Z. ist nicht richtig abgedichtet.


10.Linie[nführung] einer Schrift od. Zeichnung; Schriftzug: die Züge der Schrift können etwas über den Charakter des Schreibers aussagen;

*in großen, groben Zügen (nur in Umrissen, skizzenhaft, ohne auf Einzelheiten einzugehen): etw. in großen Zügen darstellen; das ist in groben Zügen die Vorgeschichte.


11.typische Linie des Gesichts, Ausdruck: sympathische, jungenhafte, scharfe, fein geschnittene, brutale Züge; in seinem Gesicht lag ein Z. von Strenge; er hat einen energischen Z. um den Mund; diese Stadt trägt noch dörfliche Züge.


12.charakteristische Art, Wesenszug: ein eigenartiger, charakteristischer Z. an ihm; das war kein schöner Z. von dir (das war nicht nett); das Werk hat romantische Züge.


13.(ugs.) durch Erziehung erreichte Ordnung, Ausrichtung; Disziplin: militärischer Z.; der Trainer hat Z. in die Mannschaft gebracht.


14.
a)unter dem Kommando eines Zugführers stehende kleinste militärische Abteilung: ein Z. Infanterie;

b)durch fachliche Merkmale gekennzeichnete Abteilung, Fachrichtung: der altsprachliche, neusprachliche, mathematisch-naturwissenschaftliche, musische Z. eines Gymnasiums.



15.spiralig gewundene Vertiefung im Innern des Laufs einer Feuerwaffe: die Züge eines Gewehres, Geschützrohrs.


16.(selten) lang gestreckte landschaftliche Formation (z. B. Gebirgszug, Höhenzug): die Züge des Odenwaldes.


2Zug: Kanton u. Stadt in der Schweiz.
Zug  

n.
<m. 1u>
I <zählb.>
1 das Ziehen (Wolken~, Vogel~); <Brettspiel> das Ziehen, Rücken eines Steins; das Einsaugen <beim Atmen, Rauchen, Trinken; Atem~>; Forschungsreise, Fahrt; kriegerische oder räuberische Unternehmung (Kriegs~, Raub~); Griff, Schnur u.a. zum Ziehen (Klingel~); Vorrichtung zum Spannen, Zusammenhalten (Gummi~); vertiefter Teil eines Gewindes; <bei Feuerungsanlagen> Kanal zum Abziehen der Rauchgase; Lokomotive mit angehängten Wagen (Eisenbahn~); Lastwagen mit Anhänger (Last~); Gespann (Sechser~); Gruppe, Reihe, Schar (Demonstrations~, Fest~, Geleit~, Trauer~, Wagen~); <Schule u. Mil.> Abteilung; <fig.> Linie (Gesichts~, Schrift~); Bestandteil, Eigenart (Charakter~, Wesens~)
2 ;der ~ der Kinder Israel durch die Wüste; der ~ der Leidtragenden folgte dem Sarg; in diesem Jahr setzt der ~ der Vögel nach dem Süden schon früh ein; daran kannst du nichts ändern, das ist der ~ der Zeit
3 ;der Lokomotivführer brachte den ~ noch rechtzeitig zum Halten, zum Stehen; der ~ ist entgleist; der ~ führt nur Wagen erster Klasse; wann geht der nächste ~ nach Hamburg?; der ~ hält nicht überall, nicht auf allen Stationen; sein: der ~ war leer, überfüllt; einen ~ tun <Brettspiel> lass mich mal einen ~ (an deiner Zigarette) tun; den ~ verpassen, versäumen; kann ich den ~ noch zurücknehmen? <Brettspiel>
4 ;den ersten ~ tun <Brettspiel> einen anderen ~ nehmen; das ist ein anständiger, schöner ~ von ihm <fig.> sie hat einen bitteren ~ um den Mund; ein falscher, unüberlegter ~ <beim Brettspiel> in den falschen ~ steigen; im falschen ~ sitzen <umg.; fig.> sich falsch entschieden haben, fehl am Platz sein; einen guten ~ haben <umg.> ohne das Glas abzusetzen viel trinken können; das Gymnasium hat einen humanistischen und einen naturwissenschaftlichen ~; einen kräftigen, tüchtigen ~ (aus dem Glas) tun; milde, scharfe, strenge Züge haben
5 du bist am ~ <Brettspiel> <fig.> du bist an der Reihe zu handeln; ein ~ an der Zigarre, Zigarette; einen ~ aus einem Glas, aus der Pfeife tun; er leerte das Glas in einem, auf einen, mit einem ~ ohne abzusetzen; er gewann das Spiel in fünf Zügen; etwas in großen Zügen erklären, schildern zusammenfassend, ohne Einzelheiten; er liegt in den letzten Zügen <fig.> er ist völlig erschöpft, <auch> er liegt im Sterben; in langen, gierigen Zügen trinken; die reine Waldluft in kräftigen Zügen einatmen <fig.> er genoss sein Leben in vollen Zügen <fig.> nach Kräften; die ganze Sache hat einen ~ ins Lächerliche <fig.> ist etwas lächerlich; er hat einen ~ ins Maßlose <fig.> er wird leicht maßlos, kann manchmal nicht Maß halten; früh mit dem ersten ~ fahren; der ~ Napoleons nach Russland; es ging ~ um ~ ohne Unterbrechung, es ging rasch u. planmäßig vonstatten; er hat einen scharfen ~ um den Mund; ich hole dich vom ~ ab; darin liegt ein ~ von Größe <fig.> eine gewisse Größe; ich werde dich zum ~ bringen
II <unz.>
6 Zugkraft; Luftbewegung in Räumen, Luftzug (Durch~); Beanspruchung eines Werkstoffes durch zwei in Richtung der Achse angreifende, einander entgegengesetzt gerichtete Kräfte; <fig.> Spannung, Bewegung, Schwung
7 ;einen starken ~ ausüben (von Maschinenteilen); der Ofen hat nicht genug ~; sein: bitte schließen Sie das Fenster, der ~ ist mir zu stark es zieht mir zu sehr; ich vertrage keinen ~
8 im ~e der Reformen in der Sozialgesetzgebung im Laufe der R., im Zusammenhang mit den R.; ~ in etwas bringen; da ist kein ~ drin <umg.> die Sache geht zu langsam voran; ich bin in ~ gekommen und habe mich erkältet; der Redner war im besten ~e, als … im richtigen Schwung, in fließendem Sprechen; diese Pflanze muss vor ~ geschützt werden; zum ~e kommen <fig.> so handeln oder sprechen können, wie man es will ;[ziehen; eigtl. „Vorgang des Ziehens“; <a. fig.> „lange Reihe“]
[Zug]
[Zuges, Zugs, Zuge, Züge, Zügen]